Tischtennis

04.01.2014

Alle müssen mithelfen

Mädchen für alles: Managerin Martina Erhardsberger wird am Sonntag nicht nur die Begrenzungen der Spielboxen aufstellen, sondern im bayerischen Derby gegen ihren Ex-Verein TSV Schwabhausen auch selbst zum Schläger greifen.
Bild: Oliver Reiser

Frauen des TTC Langweid wollen sich im Bayernderby gegen den unangefochtenen Spitzenreiter TSV Schwabhausen trotz großer Personalsorgen gut verkaufen

Langweid Das geht ja gut los! Am Sonntag haben die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid im ersten Spiel des neuen Jahres in der 2. Tischtennis-Bundesliga um 14 Uhr mit dem Vorjahresmeister TSV Schwabhausen den aktuellen Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten dieser Saison zu Gast in der Langweider Sporthalle.

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In der Saison 2011/12 spielten die beiden Kontrahenten in der 1. Bundesliga. Diese haben sowohl Schwabhausen als auch Langweid zur Saison 12/13 freiwillig verlassen. Während sich das TTCL-Team ohne Ersatz für Spitzenspielerin Aya Umemura, die ihre aktive Zeit als Spielerin beendet hatte, an der 2. Bundesliga vorbei in die Regionalliga zurückzog, hat sich Schwabhausen nach ihrer insgesamt zweijährigen Zugehörigkeit – bei Langweid waren es fast zwei erfolgreiche Jahrzehnte – für das Spielen in der 2. Bundesliga entschieden.

Die Oberbayern haben nach der Saison 11/12 zwar ihre Nummer zwei, die deutsche Nationalspielerin Sabine Winter, an den Erstligisten Kolbermoor verloren, sich aber dafür die kroatische Nationalspielerin Andrea Bakula geleistet. Mit dem trotz des Abgangs von Sabine Winter immer noch starken Team wurden die Oberbayern in der 2. Bundesliga der Favoritenrolle erwartungsgemäß gerecht. Langweid dominierte die Regionalliga mit 36:0 Punkten – zu eindeutig, um den Zuschauern viele spannende Spiele bieten zu können.

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Da Schwabhausen auf die Rückkehr in die 1. Bundesliga verzichtet hat und Langweid den Aufstieg wahrgenommen hat, treffen die beiden Teams nun in der 2. Bundesliga aufeinander. Schwabhausen ging als Topfavorit in die laufende Saison und rechtfertigte diese Einschätzung im bisherigen Saisonverlauf. Langweid wollte mit dem Aufstieg aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga vor allen Dingen den Zuschauern wieder mehr Spitzensport und spannendere Spiele bieten.

Beide Vereine setzen auf eine gute Jugendarbeit

Das Ziel des TTCL war sportlich ein Platz im vorderen Mittelfeld, der dem Verein nach der Saison die Entscheidung offen hält zum Spielen in einer künftigen (ab 14/15) eingleisigen 2. Bundesliga oder in einer neuen 3. Bundesliga. Mit Platz vier liegt das TTCL-Team trotz einer vermeidbaren Niederlage gut im Soll. Beide Vereine genießen große Anerkennung, da sie nicht nur auf die absolute Spitze setzen, sondern auch auf einen starken Unterbau und einen gute Jugendarbeit.

Für das Spiel gegen Schwabhausen hatten sich die TTCL-Spielerinnen trotz realistischer Anerkennung der Favoritenrolle des Gegners zum Ziel gesetzt, diesem im Interesse der Zuschauer Paroli zu bieten. Bedauerlich ist, dass die Gastgeber am Sonntag aus beruflichen Gründen wohl auf ihre Spitzenspielerin Krisztina Toth verzichten müssen und krankheitsbedingt auch auf Katharina Schneider. Trotzdem wollen sich Barbara Barasso, Martina Erhardsberger, Maria Krazelova und Cennet Durgun aber so teuer wie möglich verkaufen. Sie hoffen gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer um so mehr auf die Unterstützung der Zuschauer. (jug)

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