1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Lokalsport
  4. Allerletzter Wurf bringt den großen Wurf

Stadtbergen

19.11.2018

Allerletzter Wurf bringt den großen Wurf

Routinier Emanuel Richter war mit 19 Punkten und drei Dreiern wesentlich am knappen 58:55-Sieg der BG Leitershofen/Stadtbergen gegen den OSB Hellenen München beteiligt. Den entscheidenden Dreier erzielte jedoch 1,3 Sekunden vor Schluss ein anderer Spieler. 
Bild: Marcus Merk

Warum das kleinste Kangaroo bei der BG Leitershofen/Stadtbergen wieder der Größte war, obwohl er zum ersten Mal in dieser Saison nicht der beste Scorer war

Der Siegeszug der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen in der 1. Regionalliga Südost geht weiter. Am Samstagabend bezwangen die Basketballer in eigener Halle den OSB Hellenen München denkbar knapp mit 58:55 (32:35) und verteidigten mit dem achten Sieg in Folge die Tabellenführung.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Erneut über 600 Zuschauer sorgten für eine tolle Kulisse in der Stadtberger Sporthalle. Auch die Ersatzbank der Kangaroos war bestens gefüllt. Jedoch primär mit Akteuren ohne Sportkleidung. Da saßen nebeneinander die Verletzten Dennis Behnisch, Lewis Londene, André Hödt und Michael Dorsch, Nedim Hadzovic fehlte aus familiären Gründen gänzlich und Johnny Genck, der gerne erneut ausgeholfen hätte, gesellte sich auch noch mit einer Ellbogenverletzung zu den lädierten Kollegen, die mit Mannschaftsarzt Dr. Rolf Pesch zumindest gleich die medizinische Betreuung direkt daneben hatten. Um überhaupt acht Spieler auf den Bogen zu bringen, wurde mit Manuel Schmitt ein 19-jähriges Talent aus der Zweiten befördert, das auch einen sehr gelungenen Einstand feiern durfte.

Die Ausfallliste schien der BG auch ein wenig auf den Magen geschlagen zu haben. Man kam schwer ins Spiel und geriet gleich einmal 10:18 in Rückstand. Nach dem ersten Viertel stand es 16:25, kurz darauf sogar 16:28. Danach ging allerdings ein Ruck durch das Team von Trainer Ian Chadwick. Nach zwei Dreiern von Emanuel Richter verkürzte man bis zur Halbzeit auf 32:35, überzeugte in dieser Phase aber vor allem mit hartnäckiger Verteidigungsarbeit. Die Hoffnung auf einen weiteren Sieg war aber wieder da.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bei einer sehr von den Abwehrreihen geprägten Partie. Die Leitershofer gewannen langsam aber sicher die Oberhand. In der 24. Minute ging man erstmals in Führung (37:35), danach baute man den Vorsprung langsam aber sicher auf 47:42 aus. Die kampfstarken Hellenen gaben sich aber noch lange nicht geschlagen. Angeführt von ihrem Amerikaner Omari Knox setzten sie wieder offensive Akzente und verwirrten die Kangaroos mit einer Box-and-one-Verteidigung gegen CJ Carr. Den Stadtbergern gelang es anfangs des vierten Viertels nicht, die hieraus resultierenden Chancen in der Zone zu verwerten, in acht Minuten erzielte man gerade einmal einen einzigen Korb.

Zwei Minuten vor dem Ende lagen die Gäste demzufolge wieder mit 52:51 in Führung. Doch die Kangaroos bewiesen Nervenstärke: zwei Freiwürfe Benke – Führung für die BG. Dreier Knox – Führung Hellenen. Zwei Freiwürfe Richter – Ausgleich. Angriff München – vergeben. Angriff Stadtbergen – Korbleger verlegt. Wurf OSB – vorbei, Rebound Carr. Letzter Angriff Leitershofen beim Stand von 55:55: Nach einer Passstaffette über Tesic und Veney kam der Ball zurück zu Carr, der macht eine Finte und hebt exakt 1,3 Sekunden vor der Schlusssirene zum Dreiersprungwurf aus rund acht Metern ab. Der Ball landet in der Reuse und sorgt für einen unglaublichen Jubel in der Halle (Siehe auch Video auf der BG Facebook-Seite).

Am Ende feierten die Stadtbergener Fans mit einem glücklichen Gewinner in einem gleichwertigen Spiel. Sicherlich hätten aber auch die Gäste, welche ihre Ambitionen in der Liga bereits unterstrichen hatten, den Sieg genauso verdient gehabt.

BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen: Carr (13/1 Dreier), Schmitt (2), Zink, Fiebich, Benke (10), Veney (7), Tesic (7/1 Dreier), Richter (19/3 Dreier).

Die zweite Mannschaft der Leitershofer verlor in der 2. Regionalliga-Süd überraschend gegen den Tabellenletzten der Liga MIL Baskets mit 71:83 und verweilt mit 8:6 Punkten nun im Mittelfeld der Tabelle. (asan)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren