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Kreisliga Augsburg

17.11.2018

Alles in die Waagschale werfen

Im Abstiegskampf müssen auch Daniel Neff (rechts) vom SSV Margertshausen und Benedikt Gerstmeier vom TSV Leitershofen, die sich zum Kellerderby gegenüber-stehen, alles in die Waagschale werfen.
Bild: Andreas Lode

Im gnadenlosen Abstiegskampf ist verlieren verboten

So kurz vor der Winterpause ist es in der Fußball-Kreisliga Augsburg spannender denn je. Vor allem im Tabellenkeller sitzen sich die Mannschaften gegenseitig im Nacken. Den Tabellenachten SSV Anhausen und das Tabellenschlusslicht FC Königsbrunn trennen gerade einmal vier Zähler. Das große Ziel aller: Über dem Strich überwintern.

Wenn man einmal da unten drin hängt, kommt man so leicht auch nicht mehr raus. Davon können die beiden Tabellennachbarn Margertshausen und Leitershofen ein Liedchen singen. Während der Aufsteiger bei der SpVgg Westheim 70 Minuten die bessere Mannschaft war und dennoch mit 0:1 verlor, musste der TSV gegen Göggingen in der 90. Minute den Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen. „Ein Sieg ist jetzt Pflicht!“ – da waren sich die beiden Herren an der Seitenlinie, Thomas Kempter und Bernd Endres, einig. Für den TSV Leitershofen wäre es der erste Auswärtssieg in dieser Saison. „Wir werden den Gegner aber nicht unterschätzen, auch wenn sie auswärts erst einen Punkt geholt haben“, erklärt Kempter. Beim TSV kommen in dieser richtungsweisenden Phase der Saison nun auch noch personelle Sorgen hinzu. Bereits gegen Göggingen musste Endres den 50-jährigen Norbert Vogel, AH-Torwart wie er leibt und lebt, zwischen die Pfosten stellen. „Er hat seine Sache gegen Göggingen aber wirklich gut gemacht“, lobte der 38-Jährige, der sich mit aktivem und aggressivem Fußball gegen den Aufsteiger wehren will.

Seit drei Spieltagen wartet der SSV nun auf einen Sieg. Zurecht, wie Spielertrainer Benedikt Schmid findet: „Wir haben auch am vergangenen Wochenende wieder verdient verloren. Das war eins unserer schlechtesten Saisonspiele gegen den TSV Haunstetten.“ Der Grund seien überwiegend individuelle Fehler gewesen. Vor dem Spiel gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen plant der 27-Jährige wieder fest mit drei Punkten. „Sie stehen hinter uns, dementsprechend plane ich zu Hause mit drei Punkten. Wir haben die letzten drei Spiele nicht gewonnen. Ein Sieg wäre im Hinblick auf die bevorstehende Winterpause wichtig.“

Der Ex-Bezirksligist nimmt langsam an Fahrt auf. Gleich zweimal schrammte der TSV Zusmarshausen in den vergangenen Spielen an einem Sieg vorbei. Vor allem nach dem 3:3 gegen den TSV Schwabmünchen II gaben sich die Verantwortlichen zufrieden. „Wir waren 60 Minuten die bessere Mannschaft und hätten durch einen Elfmeter und zahlreiche Chancen sogar gewinnen können. Die Mannschaft hat Moral bewiesen“, bilanziert der Sportliche Leiter Matthias Voss. Im letzten Spiel vor der Winterpause soll es nun klappen mit dem Dreier und dem Sprung über den Strich. „Wir wollen die Partie gegen das Tabellenschlusslicht natürlich gewinnen. Doch wir dürfen nicht übermotiviert in das Spiel gehen, denn aus dem Hinspiel wissen wir, wie anstrengend es gegen den FC ist“, erklärt Voss.

„Ein absolutes Topspiel“ nennt FC-Coach Franz Stroh das Aufeinandertreffen gegen den TSV Dinkelscherben. Tabellarisch sei die Partie an Spannung nicht zu überbieten und auch der Derby-Charakter bringe eine gewisse Attraktivität mit sich. Nicht ohne Grund verfolgten rund 300 Zuschauer den 2:1-Hinspielerfolg des FC Horgau. „Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Die Tagesform wird entscheiden“, weiß Stroh. Doch beim TSV Dinkelscherben ist derzeit Rätselraten angesagt. In der einen Woche glänzt die Mannschaft von Michael Finkel und überrollt die Kontrahenten wie beim 6:1 gegen Zusmarshausen. In der anderen Woche verliert man gegen Aufsteiger FC Haunstetten deutlich (1:4) oder schenkt wichtige Punkte gegen Suryoye Augsburg her (1:1). Die letzten beiden Partien vor der Winterpause werden nun Aufschluss darüber geben, ob der TSV Anschluss an die Spitzenplätze halten kann.

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