Ustersbach

30.09.2019

Am Ende waren alle enttäuscht

Thomas Biro nimmt Maß. In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der quirlige Angreifer des SSV Margertshausen noch den 1:1-Ausgleich. Ustersbachs Kapitän Stefan Kraus kann nicht mehr eingreifen.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Ustersbach und der SSV Margertshausen trennen sich in einem schwachen Nachbarschaftsderby 1:1. Nur einer hatte Grund zur Freude

Eines vorweg: Das Beste am Nachbarschaftsderby zwischen dem TSV Ustersbach und dem SSV Margertshausen in der Fußball-Kreisklasse Süd war die Kulisse. 220 Zuschauer hatten sich bei herrlichem Spätsommerwetter am Weiherweg eingefunden. Doch am Ende waren außer dem Kassier alle enttäuscht. Die Zuschauer, weil sie ein schwaches Spiel gesehen hatten, die Ustersbacher, weil sie in der dritten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen mussten, und die Margertshauser, weil sie sich nach zuletzt zehn Punkten in Folge wesentlich mehr erwartet hatten.

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Dabei begann es mit zwei Paukenschlägen. Einen überfallartigen Angriff des SSV Margertshausen verpasste Tobias Grolig nur um eine Fußspitze, im Gegenzug scheiterte Stefan Schmid an SSV-Keeper Thomas Wunn (3.). Nach diesem furiosen Beginn machte der TSV Ustersbach die Schotten dicht. Mit einer Fünferkette deuteten die Blau-Gelben an, dass sie mit einem Unentschieden sehr zufrieden wären. Sämtliche Angriffsversuche der wesentlich agileren Gäste, denen aber vor dem Tor wenig einfiel, wurden im Keim erstickt. Obwohl die Ustersbacher weniger zum Spiel beitrugen, hatten sie die besseren Chancen. Doch entweder retteten Max Reiser (12.) oder Thomas Biro (38.) vor Tobias Schubert oder Torhüter Wunn mit einer Glanzparade gegen Michael Triebe (35.). Die größte Gelegenheit der Gäste vereitelte Philipp Habla, als er einen Kopfball von Max Reiser von der Linie köpfte (41.). Zuvor hatte TSV-Torhüter Zimmermann einen Freistoß von Biro pariert (14.).

Nachdem Maximilian Seldschopf eine weitere Großchance vergeben hatte, war die Ustersbacher Führung in der 58. Minute verdient. Wenn sie auch glücklich zustande kam. Bei einem weiten Einwurf von Cosmin Uilacan leistete sich Max Reiser einen Stellungsfehler. Thomas Habla zog auf und davon. Seinen Abschluss konnte Thomas Wunn zwar parieren, doch Bozhidar Georgiev bugsierte das Spielgerät ins eigene Netz. Zehn Minuten brauchten die Margertshauser, um sich von diesem Schock zu erholen und neu zu sortieren. Ein Eckball von Thomas Habla klatschte während dieser Zeit an die Querlatte (67.). Dann wachten die Neongrünen mit den unlesbaren Rückennummern endlich aus ihrer Lethargie auf und warfen alles nach vorne.

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In letzter Instanz warfen sich aber immer wieder die aufopferungsvoll kämpfenden Ustersbacher Abwehrspieler in den Weg. Bis zur 93. Minute. Da entwischte der quirlige Thomas Biro den großgewachsenen TSV-Abwehrrecken und nagelte das Leder zum 1:1 ins kurze Eck. Ein insgesamt gerechtes Ergebnis in einem eher mäßigen Spiel, dass durch drei schnelle Gelbe Karten von Schiedsrichter Bernhard Maurer ganz schnell jeglichen bissigen Derbycharakter verloren hatte.

TSV Ustersbach: Zimmermann – Habla, Geldhauser, Uilacan, Triebe (70. Marz), Schubert, Schmid, Habla, Seldschopf, Kraus, Schmid (46. Wagner).

SSV Margertshausen: Wunn – Würth (87. Karrer), Tjarks, Hieber (82. Reitmeier), Grolig (84. S. Holl), Biro, Kastner, D. Holl, Hafner, Reiser.

Tore: 1:0 Georgiev (58./Eigentor), 1:1 Biro (90.+3). – Schiedsrichter: Bernhard Maurer – Zuschauer: 220.

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