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Gersthofen

05.01.2019

An Schnee herrscht kein Mangel mehr

Er ließ sich zäh an, der Winter 2018/19. Doch nach den Schneefällen der letzten Tage herrschen in den Alpen durchaus gute bis sehr gute Wintersportbedingungen – sehr zur Freude der Vereine, die in diesen Tagen ihre Skikurse abhalten.
Bild: Ralf Lienert

Die Skikurse der Vereine sind nahezu komplett ausgebucht. Ein Experte warnt vor drohender Lawinengefahr

Die ersten Bilder vom alpinen Wintersport der Saison 2018/19 waren doch eher ernüchternd: Die Strecken, auf denen die Rennen gefahren wurden, weiß, daneben war eher Braun die vorherrschende Farbe. Und wie alle Jahre wieder richteten die Verantwortlichen der Skiabteilungen oder Skivereine bange Blicke auf die Langzeitprognosen in Sachen Winterwetter. Würden die Kurse stattfinden können? Muss man Verschiebungen einplanen, oder geht doch alles reibungslos über die Bühne?

So wie es momentan aussieht, dürfen die Skifreunde aufatmen, die Niederschläge der letzten Tage haben die Schneelage in den Alpen doch erheblich verbessert und so können die Kurse wohl wie geplant stattfinden. Es hat geschneit!

„Nicht nur ein paar Flocken“, lacht Sebastian Kaderk. Der Skischulleiter der DK Leitershofen ist gerade aus den Bergen zurückkehrt. Der erste Kurs mit drei Tagen am Stück liegt schon hinter der DJK, die nächsten, die am Sonntag, 14. Januar, starten sind ausgebucht. 40 Skilehrer werden sich um insgesamt 213 Teilnehmern kümmern. Trotzdem werden nur zwei Busse eingesetzt, die zweimal nach Ehrwald und zweimal nach Berwang fahren, wo die DJK Leitershofen mitten im Ort im „Haus Tirol“ eine neue Heimat gefunden hat. „Wir haben uns auf Familien spezialisiert“, erklärt Kaderk, „die fahren meist privat, weil sie viel Ausrüstung und Proviant zu transportieren haben.“

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Conny Christa kann die Schneefälle der letzten Tage bestätigen. Auch sie kommt gerade aus dem Urlaub in den Bergen zurück. Denn auch die Ski- und Wanderabteilung des FC Langweid, deren Abteilungsleiterin sie ist, fährt seit Jahren nach Scheffau am Wilden Kaiser. Ganz in der Nähe, in Söll, besitzt der Verein ein eigenes Haus. „Da hat es Schnee. Das ist ein schneesicheres Gebiet“, schildert sie beste Bedingungen. So kann am 12. Januar der vierteilige Skikurs planmäßig starten. Die einzelnen Kursklassen sind in Skizwergerl, Pinguine, Eisbären, Huskies, Tiger und Safari eingeteilt. Mit im Skilehrer-Team sind Christias Eltern Ursula und Stanislaus Geier, der trotz seiner 79 Jahre noch immer für die Ski-, Fitness- und Konditionsgymnastik beim FC Langweid verantwortlich zeichnet. „Wir sind größtenteils ausgebucht. Es gibt nur noch einige Einzelplätze“, freut sie sich, dass in Langweid die Begeisterung für das Skifahren noch nicht nachgelassen hat. „Wir können uns nicht beklagen. Obwohl es kein billiges Hobby ist, haben wir nach wie vor eine gute Resonanz“, sagt Conny Christa.

„Nach den Schneefällen der letzten Tage hat es jetzt überall Schnee. Es schneit immer noch“, freut sich auch Max Alt, der Skischulleiter des TSV Gersthofen, auf die vier Tage im Januar (5., 12., 13. und 19.). „Wir sind erneut an unseren Kapazitäten angelangt“, berichtet er von einer regen Nachfrage auf die Fahren nach Berwang. 23 Skilehrer kümmern sich dort um die Teilnehmer. „Uns ist es wichtig, die Anfänger so schnell wie möglich auf die Piste zu bringen“, sagt Alt. Während Snowboard „out“ sei, ist der große Hit derzeit das Schneeschuhwandern. „Hier ist an allen vier Kurstagen komplett ausgebucht“, berichtet Alt. Sechs Schneeschuh-Guides sind im Einsatz. Auch Skitouren werden angeboten. Dafür ist ein LVS-Paket (Piepser, Schaufel und Sonde) erforderlich. Wer Basics wie Switch fahren, Boxen, Rails und einfache Jumps erlernen möchte, ist bei Nico Meitinger bestens aufgehoben. Der begleitet die waghalsigen Skifahrer durch den Obstacle-Park in Ehrwald.

Warnung vor Lawinengefahr

„Die aktuelle Wetterlage verheißt weitere ergiebige Schneefälle mit bis zu einem Meter Neuschnee. Wir können uns auf einen tollen Winter freuen“, spricht Sebastian Kaderk für alle Ski- und Wintersportbegeisterten.

Weil die großen Schneemengen jedoch mit Sturm kamen, ist die Lawinengefahr sehr hoch. „Es hat Verfrachtungen gebeben, auf deren Rückseite manchmal noch das Grüne herausschaut“, erzählt Kaderk. Tirol sei jedoch bestens darauf vorbereitet, vorsorglich würden Sprengungen durchgeführt werden. „Man sollte aber auf keinen Fall abseits der Piste fahren“, warnt Kaderk.

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