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Landkreis

30.09.2020

Anhausen winkt Platz zwei

„Das einzig Positive waren die Punkte.“ Trotz den beiden Auftaktsiegen ist Anhausens Spielertrainer Benedikt Schmidt nicht wirklich zufrieden. „Spielerisch und von der Einstellung her ist da noch Luft nach oben“, monierte er vor dem Spitzenspiel gegen die SpVgg Langerringen.
Bild: Oliver Reiser

SSV-Coach Benedikt Schmidt zieht trotz der Chancen auf einen Spitzenplatz in der Kreisliga Augsburg vor dem Gipfeltreffen ein knallhartes Resümee

Anders als in den letzten Jahren herrscht in der Fußball-Kreisliga Augsburg aktuell noch Einigkeit darüber, wer das Rennen am Ende machen wird. Trotz Niederlage kann sich Tabellenführer FC Horgau noch immer einem passablen Vorsprung erfreuen, während der TSV Täfertingen hingegen immer tiefer in den Abstiegssumpf rutscht. Auch der SSV Anhausen kratzt in diesem Jahr an den Aufstiegsrängen. Damit es oben so bleibt und man unten im Tabellenkeller aufatmen kann, ist es jetzt an der Zeit, aus den letzten beiden Partien die richtigen Schlüsse zu ziehen.

FC Horgau – SpVgg Lagerlechfeld. Verarbeitet war die 2:4-Auswärtsniederlage auf dem Kaiserberg beim TSV Dinkelscherben zwar relativ schnell, „lediglich Sonntag auf Montag war unangenehm“, schmunzelt Spielertrainer Franz Stroh, doch einfach so stehen lassen konnte der 37-Jährige diese natürlich nicht. Zurecht habe man gegen einen offensivstarken Gegner verloren, sei nicht auf der Höhe gewesen, so Stroh. Schließlich hatte der FC sogar mächtig Glück, nicht noch höher verloren zu haben. „Wir müssen jetzt die entscheidenden Schlüsse daraus ziehen. Doch lieber bekommen wir einmal richtig auf die Fresse, um wieder aufzuwachen“, erklärt der 37-Jährige. Dementsprechend zählt für den Tabellenführer gegen den starken Aufsteiger SpVgg Lagerlechfeld dreifach zu punkten, um den Platz an der Sonne nicht zu gefährden. Doch die haben sich unter anderem mit David Bulik (SC Bubesheim) und Robin Scheurer (VfR Garching) mächtig verstärkt. „Lagerlechfeld ist in die selbe Kategorie einzuordnen, wie Zusmarshausen und Dinkelscherben. Wieder wird die Tagesform entscheiden, die sich mit Sicherheit zur Niederlage gegen Dinkelscherben bei uns dementsprechend ändern wird“, prophezeit Stroh.

SpVgg Westheim – TSV Dinkelscherben. Weder Westheim noch Dinkelscherben realisierte einen guten Start in diese kuriose Saison 2019/2021. Doch während die Spielvereinigung zunächst mit krassen personellen Problemen zu kämpfen hatte, lag es beim TSV lediglich am eigenen Unvermögen. Das hat die Truppe von Trainer Michael Finkel nun endlich abgestellt und sich beim 4:2-Coup gegen Tabellenführer FC Horgau von einer ganz anderen Seite gezeigt. „Die Stimmung ist da natürlich gleich wieder besser. Wir haben gezeigt, dass wir eben mehr können, als das, was wir in Kissing gezeigt haben“, resümierte Finkel. Wieder einmal ist der zweite Tabellenrang nun in greifbarer Nähe. Umso wichtiger, dass der 42-Jährige seine Mannen auf dem Boden hält. „Denn auch auf dem Kobel erwartet uns eine kampfstarke Truppe, die uns nicht umsonst im Hinspiel (3:4) geschlagen hat. Zeigen wir die Grundtugenden nicht, können wir gegen jeden verlieren“, weiß Finkel, was seine Mannschaft in Westheim zu erwarten hat. Denn im Vergleich zum vergangenen Wochenende, an dem sich sogar Oliver Haberkorn mit seinen zarten 36-Jährigen plötzlich wieder in voller Fußball-Montur auf der Bank wieder fand, ist die Spielvereinigung zum Landkreisderby gegen Dinkelscherben personell wieder besser aufgestellt. „Ich bin guter Dinge, dass wir wieder besser aufgestellt sind. Wir wollen die Punkte auf dem Kobel behalten und die Leistung vom Hinspiel bestätigen“, so Haberkorn, der unter anderem wieder auf Lukas Huber und Lukas Raunft bauen kann.

TSV Schwabmünchen II – TSV Zusmarshausen. Eigentlich müsse in Zusmarshausen nach dem souveränen 3:0-Sieg gegen die SpVgg Westheim völlige Zufriedenheit herrschen. Doch einmal mehr hatte der TSV in der ersten Hälfte so seine Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. „Wir sind nicht gut reingekommen, waren wieder etwas behäbig und langsam im Passspiel“, resümiert Trainer Thomas Weber. Umso glücklicher war der 40-Jährige hingegen über die Leistungssteigerung in Hälfte Zwei. „Wir haben uns Chance um Chance erspielt. Das hätte noch höher ausfallen können“, so Weber. Und dennoch: Gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen ist eine konstante Leistung über 90 Minuten Pflicht, das weiß auch Weber. „Uns erwartet eine junge, technisch stark ausgebildete Mannschaft. Um als Sieger hervorzugehen, müssen wir unsere Sachen konzentriert über 90 Minuten erledigen“, appelliert der 40-Jährige, der unbedingt an der Auswärtsbilanz des TSV Zusmarshausen arbeiten möchte.

SSV Anhausen – SpVgg Langerringen. „Hätte einer gesagt, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison um Platz Zwei spielen werden, hätten wohl alle gelacht“, schmunzelt Spielertrainer Benedikt Schmid zufrieden, nachdem der SSV solch eine Entwicklung in den letzten beiden Jahren vollzogen hat. Die spielerische Leistung in den letzten beiden Partien hingegen wollte der 29-Jährige nicht einfach so stehen lassen. „Das einzige Positive waren die Punkte. Spielerisch und von der Einstellung her ist da noch deutlich Luft nach oben“, zieht er ein hartes aber ehrliches Fazit. Denn insbesondere gegen Aufsteiger und Aufstiegsaspirant SpVgg Langerringen werden Grundtugenden wie Zusammenhalt, Kampfgeist und Durchhaltevermögen am Ende entscheidend sein. „Da kommt ein richtiger Brocken ins Anhauser Tal. Es wird sich zeigen, ob die zweitbeste Defensive oder die zweitbeste Offensive das Rennen machen wird“, erklärt Schmid. Unter Druck fühlen sich seine Jungs im Kampf um Rang Zwei aber nicht. „Es ist ein Goodie, das wir so mitnehmen wollen und wir werden sehen, was am ende dabei herauskommt“, fügt der 29-Jährige hinzu.

TSV Täfertingen – TSV Göggingen. 0:1 in beim Tabellenschlusslicht Kriegshaber. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Der TSV Täfertingen verpasste die Chance, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen und ist endgültig mitten im Tabellenkeller-Wahnsinn angekommen. „So wie wir gerade spielen, haben wir in der Kreisliga nichts zu suchen. Sobald uns zwei, drei Leistungsträger fehlen, haben wir einfach nicht die Klasse, die Liga zu halten“, findet Trainer Antonio Cuevas harte aber ehrliche Worte. Solange es jedoch rechnerisch möglich ist, die Klasse zu halten, will der 40-Jährige nicht den Kopf in den Sand stecken. Cuevas wir den Glauben an seine Mannschaft bis zum Schluss nicht verlieren. Weil personell noch immer keine Besserung in Sicht ist und sich Cuevas selbst wieder auf die Bank setzen wird, kann er gegen Göggingen nur auf eine Überraschung hoffen. Eine Überraschung, die wirklich wichtig wäre.

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