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Herbertshofen

18.11.2018

„Auch auf dem Spielfeld als Ballermänner auftreten“

Bastian Stefanovic (links) hängt sich für den TSV Herbertshofen immer voll rein.
Bild: Karin Tautz

Warum Bastian Stefanovic  vom TSV Herbertshofen auf die Augsburger Panther verzichtet

Seit vier Jahren spielt Bastian Stefanovic für den TSV Herbertshofen. Im ersten Jahr war er mit den Lechtalern noch in den Relegationsspielen zur Kreisliga am Start, wo man dann am TSV Firnhaberau gescheitert ist. Heuer kämpfen die Schwarz-Roten gegen den Abstieg. Der TSV steht zwischen Schlusslicht TSV Meitingen und dem um vier Punkte besseren Zwölften SV Erlingen auf einem Abstiegsplatz. Damit sich das ändert, wurde diese Woche der Trainer ausgetauscht (siehe eigenen Bericht). Mithelfen den Klassenerhalt zu schaffen will auch Stefanovic. Die 28-jährige Fachkraft für Lagerlogistik versäumt dafür sogar am Sonntag erstmals in dieser Saison ein Heimspiel der Augsburger Panther, um mit dem TSV im Nachholspiel gegen seinen Ex-Verein SV Ehingen/Ortlfingen anzutreten, wie er in der AZ-Elferkette verrät.

FCA oder FCB?

FC Bayern natürlich. Schon immer. Ich bin aber auch ein großer Fan der Augsburger Panther. Dort habe ich eine Dauerkarte, bin auch bei vielen Auswärtsspielen dabei. Am kommenden Sonntag habe ich Stress, weil der TSV Herbertshofen wir um 14 Uhr und der AEV um 16.30 Uhr spielt. Wegen diesem Nachholspiel gegen Ehingen versäume ich zum ersten Mal ein Heimspiel. Aber in dieser schwierigen Situation kann ich meinen Verein doch nicht im Stich lassen.

Bunte oder schwarze Schuhe?

Eigentlich traditionell schwarz. Nur Copa Mundial. Obwohl – gerade spiele ich mit gelben Schuhen. Aber das ist reiner Zufall. Diesem Top-Angebot konnte ich nicht widerstehen.

Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Teil, teils. Ordentlich, weil ich zweimal in der Woche pünktlich zum Training komme, chaotisch wegen meiner Spielweise. Mal vorne, mal hinten. Privat muss man mir nichts hinterher räumen.

Weißbier oder Weißwein?

Ganz klar Weißbier! Oder noch lieber „Panther Pur“. Wein ist für mich ein Frauengetränk. Bei Cocktails bin ich der Cuba-Libre-Typ.

Fisch oder Fleisch?

Definitiv Fleisch. Am liebsten ein Steak. Mit Fisch kann ich nichts anfangen. Selber kochen geht gar nicht. Gut, ass ich von der Mutter oder der Freundin bekocht werde. Da habe ich viele Lieblingsgerichte. Currywurst oder Schnitzel mit Pommes geht immer.

Buch oder Kino?

Weder Buch noch Kino. Ich schaue viel Sky oder verschiedene Soaps wie „Köln 50667“, „Berlin Tag und Nacht“ oder „Hartz aber herzlich“ bei RTL II. Da werde ich von meinen Mannschaftskameraden schon veräppelt.

Helene Fischer oder AC/DC?

Boah! Keines von beiden. Ich bin bei Ballermann-Hits dabei, war auch die letzten Jahre immer mit meinen Kumpels in Mallorca. Auch bei uns in der Kabine laufen Ballermann-Hits. (lacht) Wird langsam Zeit, dass wir auch auf dem Spielfeld als Ballermänner auftreten.

Kraftraum oder Waldlauf?

Kraftraum mag ich gar nicht. Auch beim Waldlauf bin ich eher seltener, da ich relativ faul bin (lacht). Auch die Laufeinheiten in der Vorbereitung sind nichts für mich. Man muss doch einfach nur im richtigen Moment am richtigen Ort stehen.

Schafkopf oder Playstation?

Schafkopf hätte ich in Ehingen lernen können. Das habe ich verpasst. In Herbertshofen braucht man es auch nicht können, weil es da keine Zocker gibt. Wir sitzen nach dem Training meist noch auf ein Bier in der Zauberküche und ratschen. Playstation spiele ich auch eher selten. Aus dem Alter bin ich raus (lacht).

Tore schießen oder verhindern?

Tore schießen natürlich! Bisher habe ich Innenverteidiger oder Sechser gespielt, weil ich eher Grätscher als Edeltechniker bin und mein Spiel auf Körper, Zweikampf und Kopfball aufgebaut ist. Doch dann haben mich die Trainer immer weiter nach vorne beordert. Jetzt spiele ich auf der „Zehn“. Normal ist das anders. Da rückt man mit zunehmendem Alter weiter nach hinten. Aber leider haben wir momentan keine Stürmer.

Kreisliga oder Kreisklasse?

Ganz klar Kreisklasse! Da gibt es für mich nichts anderes. Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir uns zusammenreißen und hoffen, dass uns der neue Trainer viel Motivation gibt und der Spaß zurückkommt. Wenn wir jetzt vor der Winterpause am Sonntag gegen den SV Ehingen noch einen Sieg holen und dann in der Frühjahrsrunde die Derbys gegen Meitingen II und Erlingen gewinnen, schaffen wir es. Da will ich unbedingt mithelfen! Deshalb habe ich zwei Angebote zur Winterpause zu wechseln abgelehnt. Ansonsten muss ich sehen, wie die Saison endet. Aber das ist alles mit dem TSV Herbertshofen abgesprochen.

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