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Sportskanonen

22.06.2017

Auf der Überholspur nach Amerika

Nach 4 Stunden, 48 Minuten und 49 Sekunden war Martin Brenner aus Vallried beim Ironman 70.3 im Kraichgau im Ziel. Als 15. seiner Altersklasse qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft in Chattanooga/Tennessee.
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Nach 4 Stunden, 48 Minuten und 49 Sekunden war Martin Brenner aus Vallried beim Ironman 70.3 im Kraichgau im Ziel. Als 15. seiner Altersklasse qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft in Chattanooga/Tennessee.

Wie für den Ausdauersportler Martin Brenner aus Vallried aus zwei geplatzten Träumen heraus dennoch ein neuer Traum wahr wird

Eigentlich wollte Martin Brenner im Jahr 2019 am berühmten Race Across America, dem längsten Radrennen der Welt teilnehmen. Doch zweimal ist der Vallrieder aus verschiedensten Gründen aus verschiedenen Teams ausgestiegen.

„Wir hatten ein neues Team, das wird auch fahren. Aber ohne mich, da ich da ausgestiegen bin. Das war eine sehr schwere Entscheidung, weil dort richtig Sponsoren eingestiegen sind. Leider sind aber wieder Abmachungen nicht eingehalten worden und die Sponsoren hatten dann auch Interessen, welche ich einfach nicht vertreten kann. Auch mein Arbeitgeber hätte mich finanziell unterstützt. Aber leider hat es nicht gepasst und für mich ist das erst mal vorbei“, sagt Martin Brenner, für den es eine große Enttäuschung war. „Manchmal muss man auf die harte Tour lernen. Aber Niederlagen gehören halt auch mit zum Sport und dem Drumherum dazu.“

Jetzt hat er sich ganz auf den Triathlon konzentriert – und ist auf der Überholspur schneller als er jemals gedacht hätte in Amerika gelandet. Bei seinem ersten Triathlon in diesem Jahr im Kraichgau beim Ironman 70.3 (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) hat er tatsächlich das unglaubliche geschafft und sich für die Weltmeisterschaft in Chattanooga (Tennessee) qualifiziert. Brenner kam zwar als 15. seiner Altersklasse ins Ziel, da jedoch die vor ihm Platzierten meist schon qualifiziert waren, rückte er nach.

„Die Qualifikation für die WM, kann man als Amateur über eine Platzierung in der jeweiligen Altersklasse erreichen. In meiner Altersklasse gab es im Kraichgau sechs Startplätze und ich habe einen davon bekommen“, freut sich Martin Brenner.

„Die sehr hügelige Strecke beim Radfahren kam mir sehr entgegen und ich konnte dort eine gute Zeit fahren. Das Schwimmen war mit 34:30 Minuten für meine Verhältnisse sehr gut. Ich war fast vier Minuten schneller als im letzten Jahr in Budapest“, berichtet Brenner glücklich aber erschöpft nach dem Rennen. Für den Lauf hatte er sich eine Zeit von unter 1:30 Stunden für den Halbmarathon vorgenommen. Dieses Ziel hat er weit verfehlt. „Ich vermute, dass es an den hohen Temperaturen um die 35 Grad lag und ich aufgrund von Salzmangel nach 15 Kilometern Krämpfe bekam. Bis dahin war ich voll auf Kurs.“ Dennoch war Brenner überglücklich: „Es war für mich meine bisher sportlich beste Leistung und meine größte Willensleistung war, durchzuhalten.“

Seine Finisher-Medaille hat er seinen Eltern geschenkt. „Als Zeichen des Dankes für ihre Unterstützung meiner sportlichen Unternehmungen.“ Es hat ihn auch riesig gefreut, dass seine Schwester noch extra am Wettkampftag angereist ist. „Es ist schon eine enorme Unterstützung vonseiten meiner Eltern und Geschwister da.“

Was Hawaii für die Langdistanz, ist die „Ironman 70.3 World Championship“ für die Mitteldistanz/Halbdistanz.

70.3 bedeutet eine Gesamtdistanz von 70,3 Meilen. Das sind umgerechnet 113 Kilometer, wenn man 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad und 21,1 Kilometer Laufen addiert. Bevor Martin Brenner am 10. September in Chattanooga beim 70.3 an den Start geht, will er sich am 23. September in Italien beim Langdistanz Ironman versuchen.

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