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Neusäß

16.08.2019

Aufsteiger setzt ein Ausrufezeichen

Aufsteiger TSV Täfertingen konnte zum Auftakt ein Ausrufezeichen setzten und im Neusässer Lokalderby einen 2:1-Sieg bejubeln. Lukas Huber (links) von der SpVgg Westheim empfand das eher als schmerzhaft.
Bild: Oliver Reiser

Warum der TSV Täfertingen die favorisierte SpVgg Westheim bezwingt, obwohl er 20 Minuten in Unterzahl agieren muss

Das offizielle Eröffnungsspiel der Fußball-Kreisliga Augsburg fand bereits am vergangenen Donnerstag (Mariä Himmelfahrt) statt. Die SpVgg Langerringen gewann dabei das Aufsteigerderby gegen den TSV Lagerlechfeld mit 1:0. 500 Zuschauer boten einen würdigen Rahmen, und fast alle Teams der Liga waren mit dabei. In einer lockeren Interview-Runde wurde als Meisterschaftsfavorit meist der TSV Dinkelscherben genannt.

Am gestrigen Freitag lockte das Neusässer Stadtderby zwischen dem TSV Täfertingen und der SpVgg Westheim unmittelbar vor dem Bundesligastart 350 Zuschauer an. Sie sahen dabei einen 2:1-Sieg des TSV Täfertingen gegen die SpVgg Westheim. Der Aufsteiger setzte damit ein Ausrufezeichen.

Die favorisierten Gäste vom Kobel begannen, wie man es von ihnen erwartet hatte. Marco Spengler scheiterte mit einem Kopfball an TSV-Schlussmann Benjamin Schierz, der erneut den im Urlaub befindlichen Marco Simic bestens vertrat (2.), Benni Walter mit einem Gewaltschuss an der Querlatte (3.). Täfertingen hingegen nutzte seine erste Chance. Pierre Winatschek wurde von Patrick Höfele elfmeterreif gefoult, Schiedsrichter Benjamin Lechner ließ Vorteil laufen und Menshor Basholli staubte zum 1:0 ab (16.). Das Spiel war jetzt ausgeglichen – auch was die Anzahl der rustikalen Fouls betraf, mit denen sich beide Mannschaften nicht zurückhielten. Während Lukas Raunft per Kopf und Marius Dussler vom Elfmeterpunkt weitere Westheimer Gelegenheiten vergaben, trafen die Hausherren auch beim zweiten Vorstoß. Patrick Höfele konnte den Schuss von Paul Stickroth beim Rettungsversuch nur noch ins eigene Netz bugsieren (39.) – der Außenseiter führte 2:0.

Buchstäblich aus dem Nichts dann das 2:1. Max Linder traf per Absatzkick mit einem spektakulären Heber (56.). Nachdem Pierre Winatschek (59.) und Giuliano Manno (60.) den Sack nicht zumachen konnten, wurde es nochmals richtig spannend. Doch Westheim brachte den Ausgleich selbst per Handelfmeter nicht auf die Reihe. Benni Schierz hielt den schwach getretenen Strafstoß von Marius Dussler (65.). Als Hussein Kariwabo in der 70. Minute die Rote Karte sah, warf die SpVgg nochmals alles nach vorne. Doch Täfertingen überstand diese Situation mit Glück und Geschick und hatte sogar die besseren Möglichkeiten alles klar zu machen. Der eingewechselte Moses Tandu vergab zweimal die Entscheidung, weil er zu lange zögerte. Bei der letzten Aktion holte ihn Patrick Fendt von den Beinen und sah dafür ebenfalls Rot. Das passte zum gebrauchten Westheimer Tag.

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