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Kreisliga Augsburg

11.11.2017

Befreiungsschlag oder Neuanfang

Marcel Bertele fungiert beim trainerlosen TSV Leitershofen nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Udo Wittmann wieder als Sportlicher Leiter.
Bild: Oliver Reiser

Vor der Winterpause stehen noch spannende Derbys in Zusmarshausen und auf dem Neusässer Kunstrasen an

Die letzten offiziellen Spiele der Vorrunde in der aktuellen Kreisliga-Saison stehen an. Nächstes Wochenende wird nur noch nachgespielt. Die Mannschaften aus dem Landkreis brauchen jetzt Winterpause. Über die kalte Zeit können sich die vielen Verletzten bei Westheim und Dinkelscherben erholen. Leitershofen muss sich nach Trainer Karl-Heinz Pechers Abgang von Grund auf neu sortieren. Ähnlich geht es Diedorf, obwohl die Mannschaft aktuell auf dem aufsteigenden Ast zu sein scheint.

Die kommende Partie Westheim gegen Leitershofen wird nicht am Kobel stattfinden. Der Rasenplatz der SpVgg ist laut Trainer Oliver Haberkorn nicht bespielbar. Die Begegnung wird deshalb auf Kunstrasen in Neusäß ausgetragen. Trainer und Mannschaft brennen auf die Begegnung. Sie wollen die Hinrunde mit einer Revanche gegen die einzige Mannschaft abschließen, von der sie bisher geschlagen wurden. Allerdings weiß Haberkorn auch um Leitershofens aktuelle Situation. Auch ohne Trainer würden die Spieler sicherlich alles geben, sagt er: „Das wird unangenehm.“ Nach dem Spiel ist Haberkorn froh um die Winterpause. Dann könnte sich die Personallage – momentan acht Verletzte – endlich entspannen.

Leitershofen hat in der Partie gegen Westheim einen schweren Stand. „Der Weggang des Trainers ist natürlich ein Problem“, sagt der Sportliche Leiter Marcel Bertele. Allerdings könne ein Abgang auch ein Neuanfang sein. „Das kommende Spiel ist entweder ein Befreiungsschlag oder ein weiterer Genickschlag“, weiß Bertele. Die Begegnung bezeichnet er als „Wundertüte“. Eine Prognose wagt er nicht. Am 19. November hat Leitershofen ein letztes Nachholspiel, die Partie gegen Lechhausen konnte nicht stattfinden. Danach sei endlich Zeit, „gewissenhaft nach einer neuen Trainerfigur zu suchen“ und sich im Verein neu aufzustellen, so Bertele.

Geografisch gesehen ist die Begegnung der beiden Nachbargemeinden das absolute Derby und könnte somit auch der krönende Abschluss für Zusmarshausens gute Saison sein. Rivalität gebe es zwischen den beiden Mannschaften allerdings nicht, emotional werde es trotzdem, weiß Trainer Christoph Kehrle. Dafür seien dann aber vor allem die Fans verantwortlich. „Es wäre schön, die 30 vollzumachen“, sagt Kehrle. Wenn seine Mannschaft die gleiche Leistung zeige wie gegen Türkgücü Königsbrunn am vergangenen Wochenende, sollte das auch kein Problem sein, allerdings müssten sie es über 90 Minuten durchziehen. Am Sonntag hatte Zus eine 2:0-Führung nach der 70. Minute wieder aus der Hand gegeben.

Auch Dinkelscherbens Trainer Manuel Degendorfer glaubt, dass die Emotionen am kommenden Spieltag vor allem von außen kommen werden. Er erinnert sich ans Hinspiel: „Eine absolut faire Partie.“ Man kenne sich, man respektiere sich und trotzdem „will natürlich jeder das Spiel gewinnen“, erklärt er. Im Derby sei doch eine andere Motivation da. Allerdings ist Zus für ihn klarer Favorit. Das liegt allerdings nicht nur am guten Ergebnis der Mannschaft gegen Türkgücü Königsbrunn, sondern auch daran, dass seiner Mannschaft eine Handvoll wichtiger Spieler fehle. Unter anderem Julian „Potter“ Kugelbrey, der eine laut Degendorfer „absolut unberechtigte“ Rote Karte im Spiel gegen Wehringen kassiert hatte.

„Wir haben gerade einen Lauf und wollen den auch mit in die Winterpause nehmen“, sagt Diedorfs Trainer Jürgen Fuchs. Mit einem Sieg beim kommenden Heimspiel gegen Lechhausen könnte Diedorf endlich aus dem Tabellenkeller springen und die Abstiegsplätze hinter sich lassen. Bis zur Winterpause sicher zu stehen, ist Fuchs’ wichtigstes Ziel. Für Diedorf läuft es im Moment nicht schlecht. Nachdem sich die Mannschaft lange Zeit von Niederlage zu Niederlage hangelte, war am vergangenen Wochenende ein weiterer Sieg drin. „Hinten steht die Null, die Defensive arbeitet gut“, erklärt Fuchs. Außerdem sagt er: „Glück hat nur der Tüchtige.“ Der entscheidende Treffer am Wochenende war ein Fernschuss.

Zwei Aufsteiger, die sich in der höheren Liga durchaus gut zurechtgefunden haben, treffen in diesem Landkreisduell aufeinander. Der SSV ist nach den Siegen gegen Hammerschmiede und Königsbrunn sowie dem Unentschieden gegen Lechhausen – allesamt Konkurrenten im Abstiegskampf – wieder im Soll.

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