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Rückblende (1)

06.12.2018

Bei den meisten ist noch Luft nach oben

Während der vom TSV Gersthofen gekommene Fahad Barakzaie (rechts) beim SC Altenmünster voll eingeschlagen hat, musste Neuzugang Andourahmane Ayanda beim TSV Meitingen schon bald wieder gehen.
Bild: Andreas Lode

Welche Fußballmannschaften in der Vorrunde ihr Soll erfüllt haben – eine Bilanz nach Noten

Für die Fußballmannschaften aus der Region ist seit zwei Wochen Winterpause. Einige haben die von ihnen selbst gesteckten Ziele erreicht, andere sogar übertroffen, einige die Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Die AL-Sportredaktion nimmt die Klubs von der Landesliga bis zur Kreisklasse unter die Lupe und vergibt Schulnoten von 1 bis 6. Zu Beginn unserer Serie schauen wir auf die Landesliga- und Bezirksligavereine.

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SV Cosmos Aystetten

Durch den Verlust von zwei Punkten am grünen Tisch stehen nur deren 25 Zähler aus 21 Spielen auf dem Konto. Mit 26 Treffern steht der SV Cosmos ziemlich weit unten. Nur zwei Mannschaften haben weniger erzielt. Hier liegt die Hauptursache, dass die Cosmonauten in der Restsaison gegen die drohende Relegation um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

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Durch die vielen Mannschaften aus Oberbayern sind zuschauerträchtige Derbys rar geworden. Zwischen 90 und 160 Besucher verloren sich auf dem Aystetter Sportgelände. Das macht einen Schnitt von 115 und Platz 13 im Ranking.

Die beiden höchsten Siege – wenn man bei einem 2:0 überhaupt davon sprechen kann – gelangen auswärts: beim SC Ichenhausen und beim SC Oberweikertshofen.

Gegen den Tabellenführer TSV Landsberg gab es eine 0:5-Heimpleite. Ansonsten fielen die Niederlage nicht höher als mit zwei Toren Unterschied aus.

Hier liegt der Hund begraben. Robert Markovic-Mandic führt mit vier Treffern vor Thomas Hanselka, Dogan Kaan, Florian Linder und Abwehrspieler Xhevalin Berisha, die jeweils dreimal getroffen haben.

Kein Spieler hat alle 21 Begegnungen mitgemacht. Maximilian Heckel, Julian Bergmair und Xhevalin Berisha waren je 20-mal dabei. 19 Einsätze können Patrick Szilagyi und Thomas Hanselka aufweisen. Insgesamt hat Trainer Marco Löring 20 Spieler eingesetzt. Mehr hatte der knapp bemessene Kader auch nicht zu bieten.

Das war eine Vorrunde mit Hängen und Würgen, mit Verletzungen (Benni Schmoll, Max Drechsler) und Roten Karten (Robert Markovic-Mandic) sowie einem Punktabzug. Es ging auf und nieder, doch nie ist man auf einen einstelligen Tabellenplatz geklettert. So richtig Einzug hat das Abstiegsgespenst gehalten, als das 0:0 gegen den SC Olching wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Spieler vom Sportgericht in eine 0:2-Niederlage umgewandelt und zusätzlich ein Punkt abgezogen wurde. Durch den abschließenden 3:1-Sieg im Kellerduell gegen Geretsried muss man wenigstens nicht auf einem Relegationsplatz überwintern. Note: 4

SC Altenmünster

28 Punkte aus 20 Spielen. Acht Siege, acht Niederlagen, vier Unentschieden. Da ist alles im grünen Bereich. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt neun Punkte. Die Tordifferenz ist mit 34:36 leicht im Minus.

Spektakuläre Derbys wie das 1:0 gegen den TSV Meitingen oder das 4:1 gegen den TSV Gersthofen, mit denen sich der SCA die inoffizielle Landkreismeisterschaft der Bezirksliga Nord sicherte, sowie ein 4:4 gegen den TSV Rain II lockten die Zuschauer an den Hennhofer Weg. Im Schnitt waren es 192.

4:0 gegen die TSG Thannhausen, gegen die man in dieser Saison schon dreimal antreten musste, weil das erste Spiel beim Stand von 4:3 für den SCA nach der vierten Roten Karte gegen Thannhausen abgebrochen und später wiederholt wurde.

1:6 beim SV Holzkirchen.

Farak Barakzaie ist mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze vor Dominik Osterhoff (7), Aldin Kahrimanovic (6) und Patrick Pecher (5), der aufgrund einer langwierigen Verletzung nur acht Spiele absolviert hat.

Als einziger SCA-Kicker hat Dominik Osterhoff alle 20 Begegnungen bestritten. Jeweils 18 Partien waren Peter Ferme, Fahad Barakzaie, Thomas Lauter und Manfred Glenk im Einsatz. Trainer Boran Goric hat insgesamt 23 Spieler aufs Feld geschickt.

Der Aufsteiger hat positiv überrascht und etliche Experten Lügen gestraft. Als Absteiger Nummer eins gehandelt, überwintert der SCA trotz vieler verletzungsbedingter Ausfälle auf einem einstelligen Tabellenplatz. Vier Spiele musste sogar Julian Henkel, eigentlich Feldspieler und kickender Coach der zweiten Mannschaft, für den verletzten Keeper Kevin Abold das Tor hüten. Deshalb wurde jetzt Michael Feistle vom FC Horgau verpflichtet. Der SCA ist drauf und dran, den Klassenerhalt zu schaffen. Von den restlichen zehn Spielen müssen drei gewonnen werden, dann kann man wohl einen Haken hinter eine erfolgreiche Saison machen. Note: 2,5

TSV Gersthofen

Von den 34 Zählern waren 23 bereits nach dem zehnten Spieltag auf dem Konto. In den folgenden zehn Spielen gab es dann nur noch elf Pünktchen. Während man bei zwölf Zu-null-Spielen nur 21 Gegentreffer kassiert hat, sind 37 geschossene Tore für eine Spitzenmannschaft zu wenig. Es waren nämlich auch vier torlose Nullnummern dabei.

392 Besucher im Derby gegen den TSV Meitingen sorgten dafür, dass der Schnitt mit 171 noch passabel ausfällt. Zuletzt wollten allerdings nur noch 59 Getreue das 0:0 gegen den SV Holzkirchen sehen.

5:0-Siege gab es beim VfL Ecknach und gegen Schlusslicht TSG Thannhausen. 5:2 gewann der TSV gegen den TSV Rain II nach 0:2-Rückstand.

Mit 0:4 beim TSV Nördlingen II und 1:4 beim SC Altenmünster verlor der TSV gegen Mannschaften, die nicht unbedingt zur Beletage der Liga gehören.

Nur zwölf Spiele genügten Ferkan Secgin für seine neun Treffer. Es fehlt ein echter Stürmer, sodass mit Rudi Kine (6), Okan Yavuz (5) und Niklas Kratzer (4) eher Mittelfeldspieler folgen. Aber: Insgesamt kann man 14 Torschützen aufbieten und ist deshalb schwer auszurechnen.

Lediglich die Gebrüder Okan und Yavuz Oktay haben alle 20 Spiele absolviert. Jeweils 19-mal waren Christoph Wagemann und Niklas Kratzer im Einsatz, 18 Partien haben Florian Fischer und Sebastian Lux absolviert. Insgesamt waren 24 Kicker im Einsatz.

Mit einer 0:4-Watsch’n beim TSV Nördlingen II erlebten die hoch gehandelten Gersthofer einen klassischen Fehlstart. Dann folgten neun Spiele ohne Niederlage, ehe sich eine Berg- und Talfahrt anschloss, die zur Winterpause auf Rang fünf endete. Auf das Spitzenduo FC Ehekirchen und den SC Bubesheim, die sogar ein beziehungsweise zwei Spiele weniger absolviert haben, blickt man nur noch mit dem Fernglas. Note: 3,5

TSV Meitingen

32 Punkte, davon 22 auf eigenem Platz. Vor allem auswärts brachte man kaum einen Fuß auf den Boden. Die Torbilanz von 40:32 ist nicht Fisch und nicht Fleisch.

Das Zuschauerinteresse in Meitingen ist nach wie vor groß. Hinter Ecknach (278), Ehekirchen (263) und Aindling (249) liegt der TSV mit einem Schnitt von 226 auf Rang vier.

Das 6:1 gegen den TSV Aindling war nicht nur vom Ergebnis her der Höhepunkt der Vorrunde.

Zum Auftakt gab es eine 0:4-Heimklatsche gegen den SV Holzkirchen. Mit demselben Ergebnis verlor man beim VfL Ecknach.

René Heugel führt mit neun Treffern die interne Rangliste an. Dahinter folgen Matthias Schuster (7), Daniel Deppner (5) und Arthur Fichtner, dessen vier Treffer allesamt aus Elfmetern resultieren. 13 Spieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen.

Kein Spieler war in allen 20 Partien dabei. Alexander Heider und Marco Lettrari können 19 Einsätze aufweisen, Arthur Fichtner und Florian Bauer jeweils 18.

Wieder einmal marschieren die Lechtaler der Musik hinterher. Die so sehnlichst gewünschte Landesliga-Rückkehr ist in weite Ferne gerückt, weil die Mannschaft ihre Qualität einfach zu selten auf den Rasen bringt und vor allem keine Konstanz aufweist. Galaauftritte wie das 6:1 gegen den TSV Aindling wechselten sich mit Lachnummern wie die 0:4-Pleiten gegen Holzkirchen oder in Ecknach ab. Die Meitinger können sich deshalb das Fernrohr für den Blick zur Tabellenspitze mit dem TSV Gersthofen teilen. Note: 4

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