AL-Kick-off-Check

18.07.2018

Bitte recht (un)freundlich!

Bis auf Sergej Scheifel (SC Griesbeckerzell) und Tobias Fendt (TSV Welden) präsentierten sich vor dem Testspiel gegen den TSV Ustersbach acht der insgesamt zehn Neuzugänge beim SC Altenmünster. Vordere Reihe von links: Luka Mitrovic (FC Langweid), Sebastian Mayer (SV Adelsried), Maximilian Ruth, Jonathan Schuhmann, Alexander Plail (alle JFG Holzwinkel) und Maximilian Stöckle (TSV Zusmarshausen.) Hinten von links: Patrick Geltl (SG Zusamzell), die neue Betreuerin Sophia Hartmann, André Milich (Sportfreunde Gmund-Dürnbach/Mittelfranken) und Spielertrainer Goran Boric.
Bild: Günther Herdin

Goran Boric, der Spielertrainer des SC Altenmünster, hat kein Saisonziel ausgegeben. Er will, dass seine Mannschaft für jeden Gegner sehr unangenehm zu spielen ist

Nach dem SV Cosmos Aystetten, der am Samstag schon in die Landesligasaison gestartet ist, sind nun die drei Bezirksligisten aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung an der Reihe, sich dem Kick-Off-Check zu unterziehen. Den Anfang macht der Aufsteiger SC Altenmünster.

Sieben Jahr hat der SC Altenmünster auf eine Rückkehr in die Bezirksliga warten müssen. Dann ist alles ganz schnell gegangen. Die Truppe um Spielertrainer Goran Boric hat die letzten acht Spiele in Serie gewonnen und ist über die Relegation aufgestiegen. „Das Schlüsselspiel war in Waldstetten, als wir mit dem letzten Aufgebot 4:1 gewonnen haben. Ab diesem Zeitpunkt hat sich eine Euphorie durchgezogen und immer mehr verletzte Spieler sind zurückgekehrt“, beschreibt Spielertrainer Goran Boric den Höhenflug.

Mit Sebastian Mayer (zuletzt Spielertrainer beim SV Adelsried) ist ein Offensivspieler zurückgekehrt, der beim TSV Neusäß schon Bezirksliga-Luft geschnuppert hat. Das hat auch Max Stöckle (TSV Zusmarshausen). Dazu kommen Luka Mitrovic (FC Langweid), Tobias Fendt (TSV Welden), Harald Meissner und Patrick Geltl (SG Zusamzell), André Milich (Sportfreunde Gmund-Dürnbach/Mittelfranken) sowie die Youngsters Alexander Plail, Jonathan Schuhmann und Max Ruth, der den zweiten Torwart gegen muss. Auf Bayernliga-Erfahrung beim TSV Aindling kann Sergej Scheifel verweisen. „Er will eigentlich aufhören, aber das hält er nicht durch“, kennt Boric seinen ehemaligen Langweider Mitspieler, der zuletzt beim SC Griesbeckerzell aktiv war, genau. Ob das für Kapitän Tobias Scherer und Abwehr-Organisator Fabian Herdin auch gilt. Die beiden Routiniers, die das Herzstück der Mannschaft bildeten, haben ebenso wie Johannes Mayer und Mohamed Salah Mustafa aufgehört. Während ihr Pass beim SCA in der Schublade bleibt, haben Michael Schubert (FC Emersacker), Florian Späth (TSV Dinkelscherben), Ferdinand Kraus, Michael Buhlig (SG Reutern/Zusamzell) und Stefan Fischer (ASV Dachau II) den Verein verlassen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im zweiten Jahr gibt Goran Boric, 36, zusammen mit Peter Ferme, 31, als kickender Coach die Kommandos. Unterstützt werden sie von Torwarttrainer Harald Pomp und dem Betreuerteam mit Sophia Hartmann und Michael Surger. Als Teamchef fungiert der ehemalige Spieler Florian Seizmeier. Abteilungsleiter ist Oliver Osterhoff.

In der Vorbereitung haben sich Innenverteidiger Sebastian Kienle und Tobias Kaifer, der nach beruflicher Abwesenheit wieder da ist, angeboten. Große Stücke hält Boric auch auf Nico Schuster und Marius Henkel, die zuletzt aber immer wieder vom Verletzungspech verfolgt waren. Gespannt ist der Coach, wie sich Neuzugang Luka Mitrovic nach einem Kreuzbandriss präsentiert.

Mit Patrick Pecher, Dominik Osterhoff, Sebastian Mayer und Luka Mitrovic hat der SCA eine Offensivabteilung, um die er von vielen Vereinen beneidet wird. Für Goran Boric macht es aber in erster Linie die Aufstiegseuphorie und die gute Mischung aus Alt und Jung. Es ist ihm aber auch klar, dass die jungen Spieler in ihren Leistungen schwanken werden. Außerdem: „Die Vorbereitung war nach der Relegation ziemlich kurz“, sagt Boric, „es wird noch Zeit brauchen, bis alle Neuen integriert sind.“

Da Aystetten weiter im Pokal beschäftigt war, gab es nur zwei Testspiele gegen Wiesenbach (2:2) und Ustersbach (2:1). Am Wochenende steht der Gemeindecup in Altenmünster an, dann geht es am 29. Juli mit einem Heimspiel gegen den SV Donaumünster schon los. Bis dahin will Boric probieren, ob man mit einer Dreier- statt Viererkette spielen wird. Wichtig ist für ihn jedoch, „dass jeder weiß, was er tun muss und was nicht passieren darf.“

Ganz bewusst hat Goran Boric kein Saisonziel ausgegeben, das mit dem Tabellenplatz zu tun hat. „Wir wollen sehr unangenehm für jeden Gegner sein, dann landen wir nicht so weit hinten“, sagt der Coach. Sein Wunsch ist es, dass der Gegner sagt, „gegen Altenmünster wird es schwierig.“ Dass sich einige Konkurrenten krass verstärkt haben, lässt ihn kalt: „Man kann auch mit großen Namen abstürzen“, verweist er auf die gerade zu Ende gegangene Fußball-Weltmeisterschaft, in der die Kicker aus seinem Heimatland Kroatien als Außenseiter bis ins Endspiel vorgedrungen sind.

Der SCA gehört in der Zwei-Klassen-Gesellschaft zur hinteren Kategorie und wird als heißer Abstiegskandidat gehandelt. Aufsteiger haben es schwer – siehe FC Horgau. Mit Euphorie und mannschaftlicher Geschlossenheit sowie taktischer Disziplin könnte der Klassenerhalt möglich sein.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%202018_Ulrich_Deffner_Reischenaupokal.tif
Schießen

Oberschöneberg dominiert

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen