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wehringen

07.07.2019

Blitz und Donner vor dem Startschuss

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10 Bilder
Begeistert zeigte sich die Herrenmannschaft der LG Reischenau Zusamtal nach dem Sieg der Landkreismeisterschaft.
Bild: Reinhold Radloff

Doch selbst ein Unwetter kann die Teilnehmer am Landkreislauf nicht schocken

Das hat es auch noch nicht gegeben bei einem Landkreislauf des Landkreises Augsburg. Die Wetterunbilden zwangen zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Doch am Ende wurde doch wieder alles gut.

Blitz und Donner gepaart mit Starkregen und Wind brachen am gestrigen Sonntag über Wehringen her, und zwar genau zu der Zeit, als die Startvorbereitungen in vollem Gange waren. Was tun? Von komplett absagen bis trotzdem starten gingen die Meinungen extrem weit auseinander. Nach einer kurzen Konferenz der Verantwortlichen war festgelegt: Aus Sicherheitsgründen wird um eine Stunde verschoben. Kaum hatte Stadionsprecher Roland Schnitzler den Beschluss den wartenden Läufern verkündet, hörte es auf zu regnen. Doch wichtig war, dass dann die Strecke auf Beschädigungen und mehr kontrolliert wurde. Und tatsächlich: Die Walker mussten eine Verkürzung ihres Marsches auf rund acht Kilometer hinnehmen.

Als dann mit genau einer Stunde Verspätung gestartet wurde, fing es wieder an zu regnen, allerdings ohne Blitz und Donner, wovon auch der restliche Lauf verschont blieb.

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Rund 170 Kinder und Jugendliche, 100 Walker und 120 Erwachsenenteams stürmten los. Schnell setzte sich der prognostizierte Sieger, die LG Viktoria, an die Spitze des Feldes. Florian Beck bewältigte den steilen Berg im Wald scheinbar mühelos und lief auf den 5,7 Kilometern einen Vorsprung von über einer Stunde heraus. Bald kristallisierte sich die LG Reischenau Zusamtal als einziger ernst zu nehmender Verfolger heraus, musste aber die Augsburger auf über zwei Minuten Rückstand ziehen lassen. Daran konnte auch der weltbekannte Läufer Yossief Tekle als Vorletzter wenig ändern. Für beide Teams sprang am Ende ein Titel heraus: Viktoria wurde Gesamtsieger und Reischenau erkämpfte sich die Landkreismeisterschaft.

Lange, lange ließen die schnellsten Frauen danach auf sich warten. Bei ihnen war die TG Viktoria nicht zu schlagen.

Bei der Jugend holte die TG Viktoria Augsburg den nächsten Gesamtsieg. Sowohl bei den Buben als auch bei den Mädchen setzte sich der Lauftreff der Grundschule Walkertshofen durch und siegte im Landkreis souverän.

Doch nicht das Siegen allein macht den Charme des Landkreislaufs aus. Es geht vor allem auch um die Gemeinschaft, ums Teamwork, und um den Spaß am Laufen.

Den hatte Landrat Martin Sailer, auch wenn seine Truppe, die Amtsfüchse, unter ferner Liefen landete. „Es hat richtig Spaß gemacht zu laufen“, betonte er nach dem Absolvieren der 4,6 Kilometer ohne Berge. Ihm war es gelungen, den Sonnenschein auf die Laufstrecke zurückzuholen. Er lobte die Hauptorganisatoren auf Vereinsseite, den FSV und die LG Wehringen, für ihr ausgezeichnetes Teamwork und seine Sportbeauftragte für ihre gute und besonnene Handlungsweise unter diesen schwierigen Bedingungen.

Gold wert war, dass der FSV ein großes Zelt aufgestellt hatte, denn das bot sich während der Regenschauer bestens als Rückzugsort an.

Schlechte Stimmung kam bei den Athleten trotz der teilweise widrigen Bedingungen keineswegs auf. Sie vertrieben sich die Wartezeit fröhlich und freuten sich, dass sie dann doch noch bei zeitweise perfekten Lauftemperaturen auf die Strecke gehen konnten.

Auf Sonnenschein pur hoffen die Organisatoren beim nächsten Landkreislauf, der im Juli 2020 in Zusmarshausen ausgetragen wird.

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08.07.2019

Dieser Artikel hat mich schockiert. Er strotzt vor Fehlern. Der Sprecher heißt Thomas Schnitzler, nicht Roland, ein Läufer holt bei 6km Distanz wohl kaum eine Stunde Vorsprung heraus, Yossief Tekle als weltbekannt zu bezeichnen, ist trotz seiner überragenden Leistungen schon sehr mutig. Und er ist stellenweise unverschämt. Die schnellsten Damen kamen etwa eine halbe Stunde nach den ersten Herren ins Ziel. Das ist bei einer Distanz von rund 40km ein üblicher Abstand. Die Damen platzierten sich zudem auf Platz 17 im Gesamteinlauf von 99 Teams bei den Erwachsenen. Somit werden auch alle anderen Staffeln, die nicht im absoluten Vorderfeld lagen, diskreditiert.

Lieber Herr Radloff, ihr Artikel ist eine Ohrfeige für alle am Sonntag aktiven ehrenamtlichen Helfer und Sportler.

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