Aystetten

12.04.2018

Cosmos geht spät k.o.

Der Ex-Stätzlinger Dominik Isufi war gegen seinen ehemaligen Verein besonders motiviert. Hier kommt der Aystetter (Mitte) jedoch gegen Daniel Hadwiger und Torhüter Julian Baumann zu spät. 
Bild: Marcus Merk

In einem Spiel, das keinen Sieger verdient hat, gewinnt der FC Stätzling durch einen von Ex-Profi Michael Thurk verwandelten Elfmeter in letzter Minute mit 2:1

„Es gab Zeiten, da hab ich mich über ein Tor von ihm mehr gefreut.“ Der Stadionsprecher des SV Cosmos Aystetten machte aus seinem Herzen keine Mördergrube, als er in der 89. Minute den Torschützen des 2:1-Siegtreffers für den FC Stätzling ansagen musste. Es handelte sich dabei um keine Geringeren als Michael Thurk. Der Ex-FCA–Profi wurde bei seinem ersten Einsatz zum Matchwinner.

Das Nachholspiel der Fußball-Landesliga Südwest am gestrigen Abend war eigentlich eine dieser Partien, die keinen Sieger verdient haben. Beide Mannschaften kamen personell auf dem Zahnfleisch daher, was sich auch in Spielfluss und -witz deutlich bemerkbar machte. Die Floskel „Not gegen Elend“ machte die Runde unter den 124 zahlenden Zuschauern, darunter lokale Fußball-Prominenz wie Schwaben-Abteilungsleiter Jürgen Reitmeier oder die Trainer Stefan Tutschka und Bobby Riedl.

Sie sahen in der ersten Halbzeit Aystettens Xhevalin Berisha im Mittelpunkt. In der 8. Minute landete seine verunglückte Kopfball-Rückgabe genau auf dem Fuß von Sebastian Kraus, der das Leder volley zum 0:1 in die Maschen knallte. Nachdem der SV Cosmos die forsch beginnenden Gäste so langsam eingelullt hatte, fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Nach einer unzulänglich abgewehrten Ecke traf Berisha per sehenswertem Direktschuss unmittelbar vor dem Pausenpfiff zum 1:1 ins lange Eck. Er hatte damit seinen Lapsus wieder wett gemacht.

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Nach dem Seitenwechsel war die Einwechslung von Michael Thurk nach einer guten Stunde der erste Höhepunkt. Das motivierte aber zunächst eher die Löring-Schützlinge. Thomas Hanselka setzte das Leder nach feinem Zusammenspiel mit Robert Markovic-Mandic drüber (66.). Der Aystetter Goalgetter war wie nach einer „Wunderheilung“ notgedrungen aufs Spielfeld zurückgekehrt. Bei Dejan Mijailovic und Daniel Michl funktionierte das nicht, so dass mit Alexander Bernhardt und Dzemal Trubljanin nur noch zwei Torhüter auf der Bank saßen. Besonders motiviert waren die Ex-Stätzlinger Patrick Szilagyi und Dominik Isufi, der einen Kopfball ans Außennetz (72.) setzte und nach totalem Chaos in der FCS-Abwehr an Torwart Julian Baumann (85.) scheiterte.

In der Schlussphase waren dann nochmals die abstiegsbedrohten Stätzlinger am Drücker. Sebastian Kraus scheiterte nach einer Hereingabe von Thurk am glänzenden reagierenden Valentin Coca (86.). Als sich alle schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, das den Leistungen der beiden Kontrahenten gerecht gewesen wäre, verursachte Paul Zeller gegen Stefan Winterhalder einen Handelfmeter, den man geben kann, aber nicht geben muss. Michael Thurk war’s egal. Er verwandelte eiskalt. „Das passt haargenau zu unserer momentanen Situation“, ärgerte sich nicht nur Teammanager Christian Geib. Seit sieben Spielen hat der Aufsteiger nun bereits nicht mehr gewonnen.

SV Cosmos Aystetten: Coca – Lukic, Berisha, Zeller, Klotz – Szilagyi – Linder, Hanseka, Isufi, Heckel – Markovic-Mandic.

FC Stätzling: Baumann – Tutschka, Binder, Hadwiger, Winterhalter – Bytyqi (71. Rolle), Zejnullahi – Utz, Heiß (63. Thurk), Steger – Kraus.

Tore: 0:1 Kraus (8.), 1:1 Berisha (44.), 1:2 Thurk (Handelfmeter/89.). – Schiedsrichter: Felix Wolf (Dietramszell). – Zuschauer: 124. – Gelb-Rot: Zeller (Aystetten/89.).

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