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Aystetten

25.11.2018

Cosmos greift drei Punkte ab

Torhüter Alexander Bernhardt und Routinier Gheorghe Gosa (rechts) waren die Garanten für den so wichtigen 2:1-Sieg des SV Cosmos Aystetten im Kellerduell gegen den TuS Geretsried.
Bild: Oliver Reiser

Beim glücklichen 2:1-Sieg im Kellerduell zeigen die Löring-Schützlinge, dass sie doch eine Kämpfermentalität haben

Die Erleichterung war greifbar. „Gib mir ein H!“ Nach dem Schlusspfiff zeigten die Fußballer des SV Cosmos Aystetten demonstrativ ihren Zusammenhalt und skandierten im Kreis: „Heimsieg, Heimsieg!“ Durch einen glücklichen und hart erkämpften 2:1-Erfolg im Kellerduell gegen den TuS Geresried haben sich die Schützlinge von Trainer Marco Löring aus dem Keller katapultiert und überwintern auf einem Tabellenplatz, der nicht mit Relegationsspielen droht. Und sie haben bewiesen, dass sie die zuletzt vom Trainer angemahnte Mentalität besitzen.

Nach den zuletzt dürftigen Leistungen standen die Cosmonauten zu Beginn der Partie nicht nur witterungsbedingt im Nebel. Geretsried inszenierte über den Japaner Ryosuke Kikuchi immer wieder Angriffe über die rechte Seite, im Aystetter Strafraum brannte es oft lichterloh. Torhüter Alexander Bernhardt, der für den an Grippe erkrankten Valentin Coca einspringen musste, hatte viel zu tun, überzeugte jedoch auch als Libero und Dribbelkünstler. Kikuchi, Sebastian Rosina und Sebastian Schrills verfehlten jedoch den Kasten.

Die erste Gelegenheit für Aystetten kam eher zufällig. Max Drechsler war zu überrascht und schoss vorbei (21.). Der nächste Torschuss saß: Maximilian Heckel wurstelte sich im Strafraum durch und traf zum 1:0 ins lange Eck. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Denn erst jetzt nahmen die Gastgeber so wirklich am Spiel teil. Gheorghe Gosa hätte seine überragende Abwehrleistung mit einem Kopfballtor krönen können (39.). Unmittelbar vor der Pause zeigte Dejan Mijailovic Mentalität. Nach einem Solo über das halbe Spielfeld erobert er einen schon verlorenen Ball zurück, legte mit dem Kopf für Robert Markovic-Mandic auf, der das Leder zum 2:0 in die Maschen jagte.

Zwei Minuten nach dem Wechsel hätte der Käse gegessen sein können. Einen genialen Freistoß von Markovic-Mandic lenkte Geretsried Torhüter Jonas Fritz mit einer Wahnsinns-Parade an den Torwinkel und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Zumal sich die Aystetter nach einem Ausraster des dunkelhäutigen Gästespielers Ziad Saibou, der von Zuschauern beleidigt wurde, mehr und mehr verzettelten und den Faden verloren. So mussten Alexander Bernhardt gegen Marc Thiess (62.), Mijailovic auf der Linie gegen Johann Latanskji (63.) und der Hintern von Benjain Sakrak gegen Srdan Ivkovic (80.) den Anschlusstreffer verhindern. Sebastian Schrills, der zuvor aus acht Metern über das Tor gesemmelt hatte (67.), war dann doch nach dem einzigen Fehler von Bernhardt mit dem Kopf zum 2:1 erfolgreich (85.). So musste noch fünf Minuten gezittert werden, bis der glückliche Dreier unter Dach und Fach war, der ein Brennen des Christbaums verhinderte.

SV Cosmos Aystetten: Bernhardt – Isufi (74. Szilagyi), Gosa, Sakrak, Klotz – Berisha, Mijailovic, Markovic-Mandic (90. Bergmair), Heckel – Drechsler (77. Linder), Hanselka.

TuS Geretsried: Fritz – Thiess, Herberth, Sevkovic, Rauch – Rosina, Kikuchi (73. Lajqi), Saibou (90. Alasani) – Latanskji, Ivkovic, Schrills.

Tore: 1:0 Heckel (26.), 2:0 Markovic-Mandic (45.+1), 2:1 Schrills (85.). – Schiedsrichter: Tim Schuller (Freudenberg). – Zuschauer: 99.

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