KreisklasseNordwest

19.09.2015

Das Projekt Walch

So geht’s besser: Robert Walch trainiert seit einem halben Jahr die TSG Stadtbergen.
Bild: Andreas Lode

Wie sich der renommierte Trainer bei der TSG Stadtbergen zurechtfindet und was die Ziele für die Zukunft sind

Stadtbergen Robert Walch ist ein bekannter Name im schwäbischen Fußball. Viele Jahre stand er im ambitionierten Amateursport an der Seitenlinie. Nach Trainerstationen beim FC Memmingen in der Bayernliga und in der Jugend des FC Augsburg landete er 2008 beim damaligen Landesligisten TSV Gersthofen. Unter seiner Regie stiegen die Gersthofer in die Bayernliga auf und träumten sogar von höheren Gefilden. Spieler wie Mark Römer, Andi Neumeyer, Sebastian Kinzel, Thomas Rudolph, Johannes Hintersberger, Lukas Kling oder Stefan Mittelbach standen damals unter seinen Fittichen.

Mittlerweile ist es ruhiger um den 45-Jährigen geworden: Seit knapp einem halben Jahr trainiert er die TSG Stadtbergen in der Kreisklasse Nordwest. Den damals spektakulären Deal hatte sein langjähriger Freund und Weggefährte aus Haunstetter Tagen, Mark Jende, eingefädelt. „Mir macht es in Stadtbergen riesigen Spaß. Alle waren von Anfang an sehr ehrlich und offen zu mir“, sagt der zweifache Familienvater. Über die Unterschiede zum höherklassigen Fußball berichtet Walch, dass Fußball in der Kreisklasse einfach nur ein Hobby sei und man deswegen jedes Wochenende aufs Neue planen muss: „Es kann schon mal vorkommen, dass mehrere Spieler im Urlaub sind oder ihnen andere Sachen wichtiger sind. Das ist aber in Ordnung, viel wichtiger ist es, dass sich die Jungs untereinander gut verstehen und sich mit dem Verein identifizieren.“ In der Trainingsarbeit versucht er die TSG vor allem in den Bereichen Passspiel und Technik voranzubringen. „Trotzdem habe ich dort schon ein relativ hohes Niveau vorgefunden. Roger Kindler oder Pavlos Mavros haben gute Vorarbeit geleistet“, gibt Walch ein Lob an seine Vorgänger weiter.

Mit der TSG möchte er langfristig wieder in die Kreisliga zurückkehren. In dieser Saison wird dies aus seiner Sicht schwierig, schließlich begeben sich mit den Bentlage-Brüdern zwei Leistungsträger ins Ausland und mit Tom Seeger kann der etatmäßige Toptorjäger aufgrund seines Studiums in Frankfurt kaum trainieren.

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Auf lange Sicht zurück in die Kreisliga

Falls diese Spieler zurückkehren, könnte er sich durchaus vorstellen, dass dann an der Gotenstraße wieder ein Aufstieg in die Kreisliga gefeiert werden kann. Walch schließt auch nicht aus, dass er dann noch an der Seitenlinie stehen wird: „Ich bin kein Trainer, der ständig den Verein wechselt.“

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist er nicht ganz zufrieden, denn nach dem unglücklichen Auftakt gegen Ustersbach und der verrückten 4:5-Niederlage in Welden rangiert die TSG mittlerweile mit fünf Punkten aus fünf Spielen im Tabellenmittelfeld. „Es geht in jedem Spiel eng zu, vielleicht können wir am Wochenende Tabellenführer Herbertshofen ein Bein stellen“, hofft Walch auf einen Dreier gegen den Klassenprimus.

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