Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland

Kreisliga Augsburg

09.05.2015

Das gallische Dorf?

Mit Begriffen aus den Asterix-Comics haben Unbekannte in der Freinacht markante Punkte in Margertshausen bezeichnet. Auf dem Sportplatz am Hungerberg, wo der SSV spielt, wurde dieses Schild aufgehängt.
Bild: Gottfried Biber

Während Margertshausen an Ladehemmung leidet, scheint der VfR Foret einen Zaubertrank getrunken zu haben

Der TSV Ustersbach ist an diesem Wochenende in der Fußball-Kreisliga Augsburg spielfrei. Abseits des Platzes gibt es aber Neuigkeiten. Das Schlusslicht steht bereits als Absteiger fest und plant für die Kreisklasse. Simon Geldhauser und Stefan Kauer (beide TSV Dinkelscherben) werden ab Sommer das neue Trainergespann beim TSV bilden. Sie lösen damit Michael Walleitner ab, dem eine Rettung der Ustersbacher nach zehn Jahren Kreisliga-Zugehörigkeit nicht gelingen konnte.

An der Tabellenspitze geht es dagegen eng zur Sache. Fünf Mannschaften befinden sich noch im Aufstiegsrennen (siehe Infokasten). Besonders die Partie des VfR Foret beim TSV Göggingen könnte eine erste Vorentscheidung im Kampf um die Bezirksliga bringen.

Eine völlige Demontage erlebte der TSV Diedorf beim 2:7 am Donnerstag. Dabei hatten sich die Schützlinge von Jürgen Fuchs für die mit Spannung erwartete Partie beim VfR Foret einiges vorgenommen. „Foret hat uns eindrucksvoll demonstriert, was Einsatz und Spielfreude heißt“, muss Fuchs anerkennend zugeben. Dennoch steckt man beim TSV nicht den Kopf in den Sand, sondern ist froh, gleich am morgigen Sonntag die Chance zur Wiedergutmachung zu haben. Doch es gibt allen Grund zur Warnung, das Hinspiel ging mit 3:1 an den Aufsteiger aus Horgau. „Das wird nicht einfach, sondern ein echtes Derby“, weiß Fuchs. Gleich am Mittwoch steht dann für die Gelb-Schwarzen die nächste Partie beim TSV Ustersbach an. „Es ist noch nichts verloren, uns fehlen nur drei Punkte bis Platz eins“, gibt sich der Coach kämpferisch und fordert: „In den nächsten beiden Spielen zählen nur Siege.“

Für den FC Horgau kommt das Derby gegen den TSV Diedorf gerade recht. Selbst sind die Kleeblätter bereits gesichert, weiterhin wolle man die oberen Teams ärgern, so Franz Stroh. Der Trainer der Aufsteiger freut sich auf das Duell in Diedorf. „Seit unserem Relegationsspiel gegen Leitershofen haben wir an Diedorf gute Erinnerungen“, so Stroh. Und gerade nach der jüngsten Diedorfer Pleite gehe man beim FCH ganz entspannt in die Partie. „Diedorf muss unbedingt gewinnen, wir wollen ihnen ein Bein stellen“, sagt Stroh. Personell spitzt sich die Lage allerdings etwas zu. „Mit viel Glück sind wir am Sonntag gerade mal zwölf Mann“, so Stroh.

Fünf Spiele in Folge ungeschlagen ist der VfR Foret. Nach dem jüngsten 7:2-Kantersieg über den Verfolger TSV Diedorf kommt Spielertrainer Alexander Chetschik nicht mehr um das Thema Aufstieg herum. „Es ist schön, dass wir jetzt da oben sind, wir wollen da schon gerne bleiben“, gibt er zu. Dennoch fügt er an: „Wir müssen nicht aufsteigen und wissen, der Weg bis zum Saisonende ist steinig.“ Auch Abteilungsleiter Martin Zogler bremst die Euphorie. „Wenn wir am Sonntag gegen Göggingen verlieren, dann relativiert sich die ganze Sache gleich wieder“, sagt er. Besonderes Übel ist die frühe Anstoßzeit. Um 10.30 Uhr rollt der Ball bereits in Göggingen. „Da heißt es für meine Spieler, sich vernünftig vorzubereiten und früh ins Bett zu gehen“, so Chetschik. Zum Saisonendspurt läuft die Foreter Tormaschine auf Hochtouren. In den vergangenen fünf Spielen erzielte das Team durchschnittlich fünf Buden. In Göggingen fehlen werden jedoch Marco Lettrari und Ayhan Kara-Idris (beide verhindert) sowie der verletzte Ahmet Sakarya.

Zwar fehlt dem SSV noch ein Punkt zum Klassenerhalt, mit dem 1:1-Unentschieden gegen Viktoria Augsburg ist dieser jedoch so gut wie in trockenen Tüchern. Spielertrainer Manuel Degendorfer musste am Abend nach dem Spiel jedoch ins Krankenhaus eingeliefert werden, ihm wurde der Blinddarm entfernt. Degendorfer absolvierte die Partie zuvor mit leichten Schmerzen. „Zwischendurch hat er sich mal kurz ausgewechselt“, berichtet Klaus Mayr. Der sportliche Leiter des SSV rechnet mit einer unangenehmen Aufgabe gegen den FSV Inningen. „Die stecken immer noch im Abstiegskampf“, weiß Mayr und fügt hinzu: „Wir möchten aber unbedingt gewinnen.“

Nach der Freinacht meldeten sich in Margertshausen die Fans zu Wort. Quer durch den Ort wurden analog dem Gallischen Dorf aus den Asterix-Comics Schilder aufgestellt, unter anderem auch am Sportplatz. „Trifftnix“, stand drauf und sollte wohl eine Anspielung auf die Margertshauser Torflaute gewesen sein. „Im letzten Jahr haben wir beim Aufstieg 90 Tore geschossen“, erinnert sich Klaus Mayr. Aktuell steht der SSV bei lediglich 37. Mit ein Indiz dafür, weshalb der letztjährige Kreisklassen-Meister so lange um den Klassenerhalt zittern muss.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren