Langweid

02.06.2019

Das neue Gesicht des TTC Langweid

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4 Bilder
Nathaly Paredes stammt aus Ecuador. Die 18-Jährige kommt vom österreichischen Klub SU Kufstein.
Bild: TTC Langweid

Die Neuzugänge kommen aus Ecuador, Italien und Litauen. Wie die Mannschaft für die 2. Bundesliga nach dem Generationswechsel aussieht

Wenn die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid im September als Aufsteiger in der 2. Bundesliga aufschlagen, wird die Mannschaft ein vollkommen verändertes Gesicht haben. Nachdem die langjährigen Spielerinnen Katharina Schneider und Martina Erhardsberger ihre Karriere beendet haben und nur noch im Notfall zur Verfügung stehen, die Polin Martyna Dziadkowiec zum SV DJK Holzbüttgen in die 3. Bundesliga Nord wechselt und Sarah Alzinger sich dem Oberliga-Aufsteiger TSG Thannhausen anschließt, ist von der Meistermannschaft nur noch Maja Krazelova übrig.

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Viel Arbeit für Alfons Biller, ein neues Team zusammenzustellen. Doch der Vorsitzende ist zufrieden: „Wir haben eine attraktive Mannschaft mit lauter jungen Spielerinnen, die sich beweisen wollen.“

18 Jahre jung ist Nathaly Paredes, die Nummer eins aus Ecuador. Die Südamerikanerin lebt in Bad Aibling, trainiert am dortigen Tischtennis-Zentrum. Zuletzt hat die Rechtshändering, die bereits Süd- und Lateinamerikanische Meisterin war, für SU Kufstein in der österreichischen Liga gespielt. Für eine Südamerikanerin hat sie neben Badminton und Schach noch eine etwas ungewöhnliche Lieblingssportart: Eislaufen.

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Vitalija Venckute ist Nationalspielerin in ihrem Heimatland Litauen, Siegerin der Top 12 und Meisterin im Doppel und Mixed. Die 24-Jährige, die in diesem Jahr ihren Master in Jura macht, lebt in der Hauptstadt Kaunas und spielt Tischtennis, seit sie acht Jahre alt ist. In Deutschland war die Angriffsspielerin bisher für Arminia Ochtrup und Sponeta Erfurt im Einsatz. In der Oberliga konnte sie dort mit einer Einzelbilanz von 40:1 aufwarten. „Ich erwarte mir für die kommenden Saison, dass ich gut Spiele und dass mein neuer Klub glücklich ist, mich zu haben“, sagt Vitalija Venckute, die von ihren Freunden Vita genannt wird.

21 Jahre alt ist Le Thi Hong Loan, die aktuelle italienische Vizemeisterin. Die Italienerin mit vietnamesischen Wurzeln spielte zuletzt für Tennis Tavolo Castel Goffredo, eine Mannschaft die man in Langweid noch aus erfolgreichen Europapokal-Zeiten kennt. „Ich werde in Langweid mein Bestes versuchen und jeden Moment dieses Abenteuers genießen“, freut sie sich auf die neue Herausforderung.

Nach einer einjährigen Auszeit, die sie als Fitnesstrainerin auf einem Kreuzfahrtschiff verbracht hat, kehrt Cennet Durgun wieder zurück. Die Donauwörtherin, die beim SV Wörnitzstein und beim FC Stern München bis zur Bayernliga Fußball gespielt hat, soll auch als Trainerin und Betreuerin der Mannschaft fungieren.

„Die bisherige Mannschaft hätte das alles nicht so gewollt“, sagt Alfons Biller angesichts des Umbruchs. „Die letzten sechs, sieben Jahre haben sich die Spielerinnen immer um alles selbst gekümmert, Training und Fahrten organisiert. Das wird nun anders werden.“ Um diese Belange soll sich Barbara Jungbauer kümmern. Wenn man denn schon fast alle Spielerinnen austauscht, wollte man auch den Aufstieg wahrnehmen. In der 2. Bundesliga trifft der TTC Langweid nun auf den LTTC Leutzscher Füchse, MTV Tostedt, TuS Uentrop, NSU Neckarsulm, ESV Weil, DJK Offenburg, die Füchse Berlin und den TTC 1846 Weinheim, der auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet hat. „Die meisten Mannschaften kommen aus dem Süden, so dass es nicht all zu viele weite Reisen sind“, sagt Biller, der hofft, dass die neue Mannschaft so schnell wie möglich zu einer Einheit zusammen wächst. Das soll an den Wochenenden in Langweid geschehen. Doch Biller ist zuversichtlich, dass es funktioniert, auch wenn die Sprache im Team nun nicht mehr deutsch sondern englisch ist.

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