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Aystetten

27.10.2019

David gegen Goliath

Auf dieses Duell darf man gespannt sein. Zentrale Figuren in ihren Mannschaften sind Fabian Krug vom SV Cosmos Aystetten (links) und Raphael Schimunek vom TSV Neusäß.
Bild: Marcus Merk

Spitzenreiter SV Cosmos Aystetten empfängt Aufsteiger TSV Neusäß, der nach dem 1:0-Sieg in Königsbrunn Lunte gerochen hat

Auf dem Papier ist das Duell der beiden Nachbarn bereits entschieden. Mit 23 Zählern Vorsprung wirkt der Landesliga-Absteiger SV Cosmos Aystetten an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Süd als nahezu unüberwindbare Hürde. Doch der TSV Neusäß hat nach dem 1:0-Erfolg gegen Aufstiegsfavorit Türkgücü Königsbrunn ordentlich Blut geleckt und Selbstvertrauen getankt. Voller Zuversicht und Optimismus geht Trainer Karlheinz Pecher daher in das Derby gegen den Spitzenreiter (Sonntag, 15 Uhr), mit dem Ziel, das 1:1-Remis aus dem Hinspiel zu bestätigen.

Seine Mannschaft werde definitiv auf dem Boden bleiben, dafür trage Pecher höchstpersönlich Sorge. „Aber natürlich hatte es eine sehr positive Wirkung. Wir wissen jetzt, dass wir auch gegen individuell stark besetzte Mannschaften bestehen können“, erklärt der 53-Jährige. Völlig verdient heimsten die Lohwaldkicker am Ende drei Punkte ein. Mit etwas mehr Cleverness hätte der Sieg sogar noch deutlich höher ausfallen können. Nach fünf sieglosen Partien in Folge kam der Überraschungserfolg genau zum richtigen Zeitpunkt. Weil die Konkurrenz zeitgleich punktlos blieb, stellte der Aufsteiger den Anschluss ans restliche Teilnehmerfeld wieder her. „Das war das Vorbereitungsspiel auf das Derby gegen Aystetten. Da kommen etwa die gleichen Strukturen auf uns zu“, glaubt Pecher auch an einen Coup gegen den Nachbarn aus Aystetten. Zwar ändert sich an der Personalsituation nicht viel, „doch daran sind wir gewöhnt. Wenn jeder aufopferungsvoll für jeden mitarbeitet, ist ein Ergebnis wie im Hinspiel durchaus möglich“, fügt der 53-Jährige hinzu.

Sein Gegenüber Marko Löring bekam bereits beim knappen 2:1-Sieg gegen Aufsteiger TSV Ottobeuren am vergangenen Wochenende einen Vorgeschmack auf das Derby. „Es ist immer schwierig, als aktive Mannschaft gegen tief stehende Gegner zu spielen, die nur auf einen Fehler lauern, ansonsten aber hinten dicht und stabil stehen“, analysiert der 37-Jährige. Bereits beim 1:1-Remis zum Saisonauftakt hatten die Lohwaldkicker den Landesliga-Absteiger in der Defensive im Griff. „Sie waren taktisch wirklich gut gestanden, haben nicht viele Möglichkeiten zugelassen, selbst aber einige gehabt“, erklärt Löring. Für ihn sind die Aufeinandertreffen mit dem TSV Neusäß auch immer etwas Besonderes. Von 2013 bis 2016 war der Ex-Profi selbst Regisseur der Lohwälder. „Ich freue mich daher sehr auf das Spiel. Aber im Endeffekt gibt es auch nur drei Punkte, die wollen wir holen und uns oben in der Tabelle festigen“, bleibt der 37-Jährige fokussiert.

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Während in Neusäß das Lazarett aus allen Nähten platzt, ist der Tabellenführer nahezu komplett besetzt. Nachdem auch die zuletzt erkrankten Stefan Schnurrer und Niklas Kratzer wieder am Start sind, hat Löring die Qual der Wahl und kann von der Bank nachlegen. Die eingewechselten Maximilian Klotz und Maximilian Köhler sorgten zuletzt gegen den TSV Ottobeuren nochmals für eine Tempoverschärfung.

Lediglich Dejan Mijailovic und Manuel Britsch fehlen verletzt.

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