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Kreisliga Augsburg

11.04.2015

Der Aufstieg ist kein Thema mehr

Das hat wehgetan. Mehmet Er und Rudi Kine (am Boden) mussten mit dem VfR Foret zuletzt zwei Heimniederlagen hinnehmen.
Bild: Oliver Reiser

Foret will die Saison nur noch vernünftig zu Ende spielen. Spitzenspiel in Diedorf

Unruhige Ostertage gab es für die Teams in der Fußball-Kreisliga Augsburg. Vor dem 24. Spieltag wird es für den TSV Ustersbach im Tabellenkeller ganz eng, auch der SSV Margertshausen muss schleunigst wieder in die Spur finden. Den Aufstieg abgehakt hat Forets Abteilungsleiter Martin Zogler, während Diedorf im Spitzenspiel die Tabellenführung zurückerobern will.

Eine turbulente Woche liegt hinter dem VfR Foret. Nachdem Jimmy Arslan sein Traineramt nach zwei Niederlagen in Folge überraschend niedergelegt hat, übernehmen nun Alexander Chetschik und Tamer Erisci bis zum Saisonende. Wirklich frischen Wind bringen diese beiden Akteure aber wohl nicht in die Truppe. „Jimmy hatte das Gefühl, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen“, erklärt Abteilungsleiter Martin Zogler. Umso schwerer gestaltete sich jedoch die Suche nach einem Nachfolger. „Zum jetzigen Zeitpunkt kommt nur eine interne Lösung infrage“, sagt Zogler. Der Abteilungsleiter möchte sich, trotz des geringen Rückstands zu Platz zwei, nicht mehr mit dem Aufstieg beschäftigen. „Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen“, sagt er. Nach dem zweiten Trainerwechsel in dieser Saison wird auch die Aufgabe gegen den FSV Inningen nicht zum Selbstläufer. Ayhan Kara-Idris wurde nach verbalen Entgleisungen gegenüber des Schiedsrichters beim Spiel gegen den VfL Kaufering nachträglich für drei Spiele gesperrt. „Ayhan hat gerade sowieso eine angebrochene Rippe und würde uns nicht zur Verfügung stehen“, erklärt Zogler. Das Problem des Teams kennt der Abteilungsleiter genau: „Alles ist bei uns Kopfsache, wir dürfen uns nicht so leicht verrückt machen!“

Der Motor des Aufstiegsaspiranten TSV Diedorf stockt. Nur ein Sieg aus den ersten vier Partien, dazu die jüngste 1:2-Niederlage beim SV Stadtwerke. Doch für Trainer Jürgen Fuchs kein Grund zur Beunruhigung. „Stadtwerke hat das sehr clever gemacht, wir haben das Spiel mittlerweile abgehakt“, so Fuchs. Volle Konzentration gilt nun dem Spitzenspiel gegen den VfL Kaufering. Die Partie des Spitzenreiters gegen den Zweitplatzierten könnte vorentscheidend für die restliche Saison sein. „Derjenige, der diese Partie gewinnt, hat sehr gute Chancen auf die ersten beiden Plätze“, schätzt Fuchs das Spiel immens wichtig ein. „Wir haben gut trainiert, meine Jungs sind heiß.“ Während in den vergangenen Partien das nötige Feuer gefehlt hat, soll es daran am morgigen Sonntag nicht mangeln. Fuchs erwartet eine Reaktion auf die Niederlage gegen Stadtwerke in Form eines Heimsieges. Personell stehen alle Mann zur Verfügung.

Seit Anfang November wartet der Aufsteiger auf einen Sieg. In sieben Spielen holten die Kicker um Spielertrainer Manuel Degendorfer lediglich einen Punkt. Nur vier Punkte trennen den SSV vom FSV Wehringen, der zurzeit auf dem Relegationsplatz steht. „Das ist noch kein entscheidendes, aber natürlich ein total wichtiges Spiel für uns“, sagt Degendorfer. Von der Negativserie möchte sich in Margertshausen niemand so schnell unterkriegen lassen. „Wir werden versuchen, unsere Fehler, für die wir gerade so schnell bestraft werden, abzustellen“, so Degendorfer. Man sei sich der Situation bewusst. „Wir sprechen ganz offen vom Abstiegskampf.“ Die Einstellung und Trainingsbeteiligung im Team sei überragend, dementsprechend positiv blickt der SSV in die richtungsweisende Partie gegen Wehringen. Christian Egge fällt mit Knieproblemen aus.

Eigentlich müsste sich der FC Horgau über das 3:3-Unentschieden beim VfL Kaufering ärgern. Nach einer 3:0-Führung hat es das Team von Franz Stroh nicht geschafft, den Sieg nach Hause zu bringen. Dennoch konnte die 1:6-Hinspielpleite wieder geradegebogen werden. Wer nun denkt, der FCH lässt die Restsaison so dahinplätschern, täuscht sich. „Unser Ziel ist es, alle Spiele, die wir in der Vorrunde vergeigt haben, in der Rückrunde zurechtzubiegen“, sagt Franz Stroh. Die Partie beim SV Schwabegg ist eine davon. Nach 2:0-Führung verlor der FCH mit 2:4. Nun im Rückspiel steht der Gast nur vier Punkte vor dem Relegationsplatz, Horgau hingegen im gesicherten Mittelfeld. Doch aufgrund des personellen Engpasses bremst Stroh die Euphorie. „Es kann sein, dass ein Spieler, der in der zweiten Mannschaft gespielt hat, gleich bei uns anfangen muss.“ Grund dafür ist der Ausfall von Daniel Feistle. Der Torjäger steht nach einem Schlag auf die Ferse wohl nicht zur Verfügung.

Michael Walleitner wird vor dem Spiel am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr beim TSV Göggingen deutlich: „Wenn wir noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen, dann müssen wir gegen Göggingen gewinnen“, sagt der Trainer des Tabellenschlusslichts. Es ist die letzte Chance der Ustersbacher, doch noch um den Verbleib in der Liga mitzuspielen. „Wenn nicht jetzt, dann nie mehr“, so Walleitner, der seine Mannschaft aber gar nicht unter Druck sieht. „Ich habe gesagt, wir können befreit aufspielen, denn für alle anderen sind wir ohnehin schon abgestiegen.“ Etlichen Spielern tat die Absage am Karsamstag gut, einige Blessuren konnten auskuriert werden. „Wir haben jetzt alle Mann an Bord“, so Walleitner. Bisher holte der TSV Ustersbach im Jahr 2015 nur einen Punkt. Gegen Göggingen muss nun also ein Dreier her.

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