Margertshausen

23.03.2018

Der Fachmann staunt, ...

Interessiert beobachtet Margertshausens Trainer Murat Birlik, wie sich „Heimkehrer“ Tobias Hieber gegen zwei Kontrahenten durchsetzt. Der SSV geht als Spitzenreiter in die Restsaison. 
Bild: Oliver Reiser

... dass der SSV Margertshausen nach einem großen Umbruch in der Kreisklasse Nordwest ganz oben steht 

Startschuss heißt es am Wochenende für die Fußballer der Kreisklasse Nordwest. Gespannt darf man sein, wie die Teams nach der schwierigen Wintervorbereitung in die Spur finden. Dabei scheint es sich um die Drei-Klassen-Gesellschaft zu handeln: Sieben Mannschaften dürfen noch mit den Aufstiegsplätzen liebäugeln, sechs Teams kämpfen gegen den Abstiegs- und den Relegationsplatz, der am Ende der Saison zu einem Vergleich mit dem Vizemeister der A-Klasse Nordwest führt. Aus dem Schneider ist eigentlich nur ein Verein. Die Runde startet am Sonntag gleich mit einem Paukenschlag, denn der Fünfte SpVgg Auerbach erwartet den Zweiten TSV Meitingen II zum Verfolgerduell. Ortsderbys gibt es in Langweid (VfR Foret – FC Langweid) und in Neusäß (TSV Täfertingen – TSV Neusäß II). Wir machen den Frühjahrs- check.

1 SSV Margertshausen (34 Punkte) Nach den vielen Abgängen im Sommer hat man beim Kreisliga-Absteiger eigentlich das Schlimmste befürchtet. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Trainer Murat Birlik hat um den Abwehrrecken Bozhidar Georgiev eine homogene Truppe mit toller Kameradschaft geformt, die sich auf dem besten Weg in Richtung des sofortigen Wiederaufstiegs befindet. Zwar hat man nur 33 Tore geschossen, doch erst 17 kassiert. Mit drei Punkten Vorsprung startet der SSV in die Restsaison. „Man sieht wieder viele Margertshauser Gesichter“, freut sich Teammanager Klaus Mayr. Mit Rückkehrer Tobias Hieber (SV Obergessertshausen), dem Bezirksliga-erfahrenen Daniel Neff (TSV Zusmarshausen) und Manuel Huth (SG Zusamzell) konnte man sich weiter verstärken.

2 TSV Meitingen II (31 Punkte) Auch mit der Meitinger Reserve, die schon vier Spiele verloren hat, hat niemand so weit oben gerechnet, obwohl mit Patrick Wagner oder Stefan Kratzl doch Akteure aus dem letztjährigen Bezirksliga-Kader dazugestoßen sind. Mit Jan Blochum und David Körner sorgen zwei Routiniers dafür, dass der Laden läuft. Probleme gibt es im Defensivbereich. Im Kasten hat es schon 35 Mal geklingelt. Das Meitinger Urgestein Florian Steppich, der seinen Wechsel zum SV Münster angekündigt hat, würde sich gerne mit dem Aufstieg verabschieden.

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3 VfR Foret (30 Punkte) So schnell wie möglich wieder nach oben – so lautete die Devise beim VfR Foret. Zu viele Unentschieden standen diesem Plan bisher im Weg. Mit einem Sieg im Derby gegen den Ortsrivalen FC Langweid soll die Aufholjagd gestartet werden. Mit Tassilo Göppel, Lukas Topic (zum CSC Batzenhofen) und Yunus Sakarya (SV Holzheim) sind drei Abgänge zu verzeichnen.

4 TSV Täfertingen (27 Punkte) Am sechsten Spieltag war der TSV noch Spitzenreiter, dann gab es ein paar unnötige Niederlagen. Interessant wird in der Restsaison sein, wie die beiden Tormaschinen Marco Villani (20 Treffer) und der von der DJK Göggingen zurückgekehrte Safak Cetinkaya harmonieren. Für das Tor kam Marko Simic (FC Phönix München), den Verein verlassen hat Max Reiser (TSV Rehling).

5 SpVgg Auerbach/Str. (26 Punkte) Nach einem Bombenstart folgte zum Ende des Jahres eine Schwächephase. Wenn die Schützlinge von Oliver Remmert noch eine Chance auf den Aufstieg wahren wollen, müssen sie das Auftaktspiel gegen den TSV Meitingen II gewinnen.

6 TSV Lützelburg (24 Punkte) Ein Auf und Ab hat der TSV Lützelburg in der Vorrunde erlebt. Zuletzt blieb man zwar sechs Spiele ungeschlagen, doch davon waren drei Unentschieden. Derzeit fehlen die verletzten Michele Muscillo und Ferdinand Oblinger.

7 TSV Welden (21 Punkte) Mit einem Spiel weniger und einem Spieler mehr startet der TSV Welden in die Restsaison. Vom TSV Neusäß kam mit Clemens Schneider ein Kicker, der beim TSV Meitingen schon Landesliga–Erfahrung gesammelt hat. Das Nachholspiel beim Schlusslicht Langweid ist der „Joker“ des TSV.

8 SV Thierhaupten (21 Punkte) Der Absteiger aus der Kreisliga Ost ist der einzige Klub, der sowohl nach oben als auch noch unten keine Ambitionen hat. Trainer Alexander Holler kann die Mannschaft schon in aller Ruhe auf die kommende Saison vorbereiten.

9 SV Ehingen (14 Punkte) Beim Aufsteiger beginnt die Gefahrenzone. Aus dieser könnte man einen großen Schritt machen, wenn man das Auftaktspiel beim VfL Westendorf gewinnt. Auch das Nachholspiel gegen den Mitkonkurrenten TSV Herbertshofen steht noch aus. Mithelfen sollen die Neuzugänge Simon Berchtenbreiter (FC Pfaffenhofen/Untere Zusam II) und Fabian Stettberger (JFG Lech-Schmutter). Bayern-Treffer-Schütze Alexander Brandt hat sich zum SV Bayerdilling verabschiedet.

0 SpVgg Bärenkeller (14 Punkte) Mit einem neuen Trainer (Ferdinand Totterer) startet der SVB, nachdem sich Armin Bosch und Kurt Schauberger überraschend verabschiedet haben.

! TSV Neusäß II (14) Mit zahlreichen Veränderungen nimmt Trainer Ciro Ciano das Unternehmen Klassenerhalt in Angriff. Neu sind Andrey Tatarli (SV Gold-Blau Augsburg) und Andrei Tudor (SV Cosmos Aystetten II). Aytac Dogan (BCA Oberhausen), Mert Güngör (TSG Hochzoll), Tom Vietz (TSV Täfertingen II) und Florian Urbas (SV Ottmarshausen II) haben sich verabschiedet.

" TSV Herbertshofen (11 Punkte) Der Aderlass hat sich fortgesetzt. Patrick Sellner muss wegen Knieproblemen seine Karriere beenden, Daniel Adolph ist zum Hainhofer SV gewechselt. Trainer Jürgen zeche hat zum Saisonende seinen Abschied angekündigt. Es wird weiterhin viel an den Oldies Christian Kreisel (39), Alexander Brodkorb (40), Christian Pfeilmaier oder Stefan Rieder (beide 36) hängen.

? VfL Westendorf (10 Punkte) Nur zehn Punkte und ein miserables Torverhältnis von 18:42 – für den VfL wird es ganz schwer, der Relegation zu entgehen. Nach der Trennung von Spielertrainer Karl Baumann soll es Herwig Storzer richten, der die meisten Kicker noch aus der Jugend kennt.

$ FC Langweid (8 Punkte) Abgänge und Verletzungen haben den FC Langweid auf den letzten Rang gestürzt. Trotzdem gibt man nicht auf. „Der Klassenerhalt ist nicht unmöglich“, sagt Trainer Andreas Thoma und setzt dabei auf ein Nachholspiel.

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