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Diedorf

30.01.2019

Der Kick in der Halle lässt die Kassen klingeln

Von der Augsburger Landkreismeisterschaft im Hallenfußball profitieren auch wohltätige Organisationen. Bei der Spendenübergabe freuten sich (von links) Diedorfs Bürgermeister Peter Högg (Bürgerstiftung Diedorf), BFV-Kreisspielleiter Reinhold Mießl, Mathilde Wehrle (Bürgerstiftung Augsburger Land), Jörg Sigmund (Kuratoriumsmitglied der Kartei der Not), Richard Fank (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse) und Barbara Wengenmeir (Sportbeauftragte des Landratsamtes).
Bild: Marcus Merk

Trotz eines Turniers weniger kommen zur Landkreismeisterschaft mehr Zuschauer als im Vorjahr. Warum es 2019 noch einen Landkreismeister geben wird

„Mit zwei herausragenden Hallenfußball-Turnieren hat sich der sportaffine Landkreis Augsburg am vergangenen Wochenende in den Mittelpunkt gerückt“, zeigte sich Landrat Martin Seiler sehr angetan. Bei der Endrunde zur Augsburger Landkreismeister kam er zwar erst zum allerletzten Sechsmeter, „der dann im Duell David gegen Goliath nicht versenkt wurde“, in die Diedorfer Schmuttertalhalle, doch sein Fazit nach der 38. Auflage dieses Wettbewerbs fiel rundum positiv aus. „Mit diesem Format und dem Modus sind wir bisher ganz gut gefahren. Es spricht alles für die bewährte Form“, hielt er Wünschen nach einer Änderung des Systems auf Gruppenspiele entgegen.

Auch Barbara Wengenmeir, die Sportbeauftragte des Landratsamtes, sprach von einer „schönen Größe“, welche die Augsburger Landkreismeisterschaften darstellen würden. Ganz besonders freute sie sich, dass die Zuschauerzahlen im Vergleich zum Vorjahr von 1256 auf 1580 wieder gesteigert werden konnten. Und das, obwohl es mangels Teilnehmer eine Hauptrunde weniger gegeben hatte.

Die vielen Zuschauer trugen auch dazu bei, dass für wohltätige Organisationen einiges an Spendengeldern zusammenkam. 416 zahlende Besucher bei der Endrunde in Diedorf sorgten für einen Erlös von 1356,75 Euro, der an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, übergeben werden konnte. Zusätzlich durfte sich Kuratoriumsmitglied Jörg Sigmund über 500 Euro von der Kreissparkasse Augsburg freuen. Die hatte für jeden Treffer bei der Endrunde zehn Euro ausgelobt. „Wir freuen uns über jedes Tor“, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Richard Fank, der die 44 Treffer einfach aufgerundet hatte.

Die Einnahmen aus den sechs Hauptrundenturnieren in Fischach (221 Zuschauer), Langweid (159), Schwabmünchen (185), Meitingen (211), Neusäß (228) und Königsbrunn (160) wurden zu gleichen Teilen an die Bürgerstiftung Augsburger Land und die noch junge Bürgerstiftung Diedorf aufgeteilt. Mathilde Wehrle und Bürgermeister Peter Högg konnten jeweils 768,60 Euro entgegennehmen.

Die Freude über eine rundum gelungene Veranstaltung war noch nicht ganz verklungen, da sorgte die Aussage von Kreisspielleiter Reinhold Mießl doch für ein wenig Ernüchterung. „Ab sofort wird die Landkreismeisterschaft nicht mehr im Januar gespielt“, erklärte er den neuen Qualifikationsmodus der schwäbischen Meisterschaften, der auf der Bezirksspieltagung beschlossen wurde. Demzufolge werden sich alle Mannschaften – von der Bayernliga bis zur B-Klasse – zunächst über die jeweiligen Landkreismeisterschaften qualifizieren müssen. „Dies wird bereits im Dezember erfolgen müssen, die Endrunde wird zwischen Weihnachten und Neujahr gespielt“, führte Mießl aus. Am 6. Januar findet dann zusätzlich eine Kreismeisterschaft des Fußball-Kreises (Landkreis Augsburg, Landkreis Aichach-Friedberg, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Stadt Augsburg) statt, deren Sieger wiederum an der schwäbischen Meisterschaft teilnehmen werden. Die schwäbische Endrunde wird am 10. Januar ausgetragen. „Abhängig vom Verband, weil anschließend die bayerischen Meisterschaften stattfinden“, so Mießl, der selbst nicht einschätzen kann, wie sich diese Terminverschiebung auf die Teilnehmerzahlen auswirken wird. „Vielleicht gehen die Meldezahlen ja wieder rauf?“

Die Alternative, die Landkreismeisterschaften wie bisher im Januar auszutragen und die Sieger im folgenden Jahr bei den schwäbischen Titelkämpfen starten zu lassen, wurde vom Bezirksausschuss abgelehnt. Carola Härtel, die Kreisvorsitzende des Fußball-Verbandes, findet das logisch: „Jeder Wettkampf ist pyramidenartig aufgebaut.“ Die Augsburger Landkreismeisterschaft bezeichnete sie als einzigartig in Bayern. „Da werden wir sehr darum beneidet. Wir sollten deshalb trotz aller Erinnerung an frühere Zeiten optimistisch in die Zukunft blicken, damit dieser Wettbewerb weiter in bewährter Art und Weise fortgeführt werden kann.“

Für Barbara Wengenmeir kamen diese Terminänderungen überraschend. „Ich dachte, darüber wird bisher nur diskutiert.“ Für den Landkreis stelle sich die Hallenvergabe im Dezember sogar einfacher dar. „Warum nicht einmal etwas Neues probieren? Mal sehen, wie sich das entwickelt und angenommen wird“, so Wengenmeir.

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