Fußball-Nachlese

22.10.2013

Der Mann für die Phantomtore

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Selbst von vier Lauinger Gegenspielern umringt findet das „Phantom“ Ali Dabestani die Lücke zum Torschuss. Mit zwei Treffern stellte Meitingens Spielertrainer frühzeitig die Weichen auf Sieg.
Bild: Karl Aumiller

Die Erfolgsserie des TSV Meitingen ist eng mit der Treffsicherheit von Ali Dabestani verknüpft. Kapriolen in der Kreisklasse Nordwest

Landkreis Augsburg Nein, ein Phantomtor wie beim Bundesliga-Duell zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen ist am vergangenen Wochenende im Landkreis Augsburg nicht gefallen. Trotzdem gab es jede Menge Kuriositäten.

Für Phantomtore ist beim TSV Meitingen schon seit geraumer Zeit Ali Dabestani zuständig. Wenn der etwas rundliche Spielertrainer freundlich lächelnd aufläuft, wirkt er eher harmlos. Man traut ihm seinen Killerinstikt und seine perfekte Schusstechnik kaum zu. Ein gewaltiger Irrtum! Beim FC Lauingen hatte das Phantom Dabestani bereits nach 23 Minuten mit dem zweiten Doppelpack in Folge die Weichen auf Sieg gestellt. Der 3:1-Sieg war der vierte hintereinander, seit fünf Spielen sind die Lechtaler ungeschlagen. „Das tut der Fußballseele gut. Da steht man morgens gerne auf, geht am Abend mit Freude ins Training“, freut sich Dabestani, dass sich mittlerweile ein Stammgebilde herauskristallisiert hat.

Dabei hätte Dabestani allen Grund zum Ärgern. Denn bis auf ein Phantomtor war der TSV Meitingen von all den Fällen betroffen, die zuletzt in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wurden. „Dank des Schiedsrichterassistenten ist es nochmals knapp geworden“, beklagt der 34-Jährige, dass zwei weitere Treffer von ihm wegen skurriler Abseitsentscheidungen nicht anerkannt worden sind. Und damit nicht genug: Vor dem Elfmeter, der zum 1:2-Anschlusstreffer geführt hat, sei der Ball dem am Boden liegenden Florian Steppich über die Hand gerollt. Egal: Am kommenden Sonntag kommt es nun im Landkreisderby gegen den TSV Neusäß zu einem Verfolgerduell.

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Ärger mit dem Unparteiischen hatte auch der SC Altenmünster. „Der Platzverweis für Stefan Fischer geht zwar in Ordnung“, so SCA-Abteilungsleiter Oliver Osterhoff, „doch auch der Kicklinger Spieler hätte gehen müssen.“ Schiedsrichter Ulrich Reiner hatte jedoch die erste Aktion, die Fischer eine blutende Lippe einbrachte, nicht gesehen. Dafür sah der Referee in der 78. Minute ein Handspiel, was viele auf und neben den Platz ganz anders beurteilten. Der Elfmeter brachte das 1:1. 2:2 stand es nach 90 Minuten, weil Tobias Fendt in der Nachspielzeit seinen zweiten Treffer erzielte.

Schlusslicht TSV Zusamzell leuchtet gegen Spitzenreiter

Ein dickes Ausrufezeichen hat der TSV Zusamzell gesetzt. Die Mannschaft, die ja erst vor Beginn der neuen Spielzeit in die Kreisklasse West II umgruppiert worden war, hatte große Anlaufschwierigkeiten und musste zuletzt teils herbe Niederlagen kassieren. Also schien die Sache vor dem Heimspiel am Sonntag klar, denn da empfing der Tabellenletzte den Spitzenreiter VfB Bächingen. Doch denkste! Dank großem Kampfgeist wurde der Tabellenführer mit 3:2 besiegt.

Kapriolen haben die Mannschaften in der Kreisklasse Nordwest geschlagen. Nicht nur der TSV Herbertshofen, der nach seinem Sieg beim Spitzenreiter SSV Margertshausen nun vor erwartungsfrohem heimischen Publikum Schlusslicht SV Achsheim mit 1:2 unterlag (siehe auch nebenstehendes Interview mit Trainer Oliver Dyka). Mit sage und schreibe 10:1 fegte der FC Langweid den SV Ehingen/Ortlfingen vom heimischen Sportgelände. Und dies, obwohl die Kartal-Schützlinge ab der 24. Minute ohne Alexander Gulden (Gelb-Rote Karte) auskommen mussten. Mit einem Mann weniger warfen Eugen Kunz, Sergej Scheifel, Alexander Wilhelm und Co. beim Stand von 0:0 trotzdem die Tormaschine an. Statt eines Loches im Netz hätten sich die Ehinger wohl am liebsten ein Loch im Boden herbeigesehnt.

Ein Loch im Netz wäre dem SC Ichenhausen im Spitzenspiel der Bezirksliga Nord gegen den TSV Wertingen gelegen gekommen. Ichenhausen, vor der Partie noch Tabellenführer, galt im Heimspiel als Favorit und ging auch standesgemäß in Führung. Doch Wertingen schlug zurück. Beide Male aus elf Metern. Beide Entscheidungen waren regelkonform, bei beiden Strafstößen wurde zudem ein Heimspieler des Feldes verwiesen. Der TSV Wertingen ist aufgrund der Ergebnisse des „Play-off-Wochenendes“, wie Trainer Roger Kindler vor dem Spiel so treffend sagte, der große Gewinner. Denn der Zweite TSV Rain II spielte beim Fünften TSV Neusäß nur 1:1, und auch das Duell zwischen dem Sechsten SV Holzkirchen und dem Dritten Türkspor Augsburg endete mit einem Remis. Damit beträgt Wertingens Rückstand zur Spitze nur noch drei Punkte.

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