Langweid

15.04.2019

Der TTC ist wieder oben

„Wir sind wieder oben!“ – die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid bejubeln den Aufstieg in die 2. Bundesliga: (von links) Maja Krazelova, Sarah Alzinger, Katharina Schneider, Martyna Dziadkowiec, Martina Erhardsberger und Betreuerin Katrin Meyerhöfer. 
Bild: TTC Langweid

Ein mühevoll erkämpfter 6:4-Sieg bedeutet die Meisterschaft in der 3. Bundesliga und den Aufstieg in die 2. Liga

Die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid haben ihr Meisterstück gemacht. Mit einem 6:4-Sieg beim TuS Fürstenfeldbruck sicherten sie sich einen Spieltag vor dem Saisonende den Titel in der 3. Bundesliga und steigen in die 2. Bundesliga auf.

Bis Ehrenvorsitzender Gert Jungbauer die mitgebrachte Flasche Sekt aus dem Kofferraum holen konnte, sollte es aber dauern. Bei vier Punkten Vorsprung hätte zwar auch ein Remis zum vorzeitigen Titelgewinn gereicht, doch lange war selbst das in Gefahr. Wie schon in der Vorrunde beim 6:4-Sieg Langweids boten die jungen Brucker den Routiniers aufseiten Langweids, die sich nicht alle in Bestform präsentierten, erheblichen Widerstand.

Die TTC-Spielerinnen wirkten von Beginn an nervös. Das begann bereits in den Doppeln. Zwar konnte das TTC-Duo Schneider/Krazelova nach einem 1:2-Satzrückstand ihr Spiel noch mit 3:2 nach Hause bringen, doch konnte Füstenfeldbruck mit einem 3:2-Sieg von Aschwanden/Noha gegen Erhardsberger/Dziadkowiec zum 1:1 ausgleichen.

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Dann fand Martyna Dziadkowiec gegen die Schweizerin Aschwanden nicht in die Spur. Zum Glück konnte Katharina Schneider gegen Hanslick mit einem 3:2 das 2:2 herstellen. Die ausgestreckte Faust der Langweiderin nach deren Matchball gegen die junge Gegnerin war ein Zeichen dafür, dass ihr ein Stein vom Herzen gefallen war. Der 2:2-Pausenstand und der Spielverlauf veranlassten Jungbauer, den mitgebrachten Sekt noch im Auto zu belassen.

Martina Erhardsberger mühte sich nach der Pause zum 3:2 gegen Felbermeier. Sie bewies einmal mehr, dass sie aufgrund ihrer guten Ausbildung ihr Spiel bei Problemen umstellen und auf die Gegnerin einstellen kann. Maria Krazelova wirkte nicht durchgängig souverän, landete aber den erwarteten 3:1-Sieg. Damit ergab sich eine 4:2-Führung für den Favoriten, die dazu veranlasste, den Sekt schon mal unauffällig in die Halle zu holen.

Die Nervosität und die Unsicherheiten von Katharina Schneider und Martyna Dziadkoviec führten prompt zu Niederlagen und zum 4:4. Selten hat man die zuverlässige Punktesammlerin und Kämpferin Katharina Schneider so unzufrieden mit sich und so hilfesuchend zu Betreuerin Katrin Meyerhöfer blicken sehen. Hatte man den Sekt zu früh geholt? Immerhin war er noch nicht entkorkt. Die Hoffnung der Langweider ruhte nun auf den Spielerinnen des zweiten Paarkreuzes. Maria Krazelova ließ zwar zuweilen die Zügel zu locker, erfüllte aber von Betreuerin Katrin Meyerhöfer sportlich beraten und auch „gerüttelt“ mit einem 3:1 die Erwartungen. Mit dem damit erreichten 5:4 und dem da schon feststehenden Punktgewinn war der Meistertitel gesichert. Martina Erhardsberger wollte es aber beim 5:5 und dem für den Titelgewinn notwendigen Punkt nicht bewenden lassen und landete mit einem 3:0 den einzig deutlichen Sieg zum 6:4-Erfolg.

Trotz des vorzeitigen Titelgewinns will die Mannschaft, deren Gesicht sich in der neuen Runde ziemlich verändern wird, die Saison am 5. Mai gegen Chemnitz mit einem Sieg beenden. (jug)

TuS Fürstenfeldbruck – TTC Langweid 4:6. Hanslick/Felbermeier - Schneider/Krazelova 6:11, 12:10, 11:9, 5:11, 7:11, Aschwanden/Noha - Erhardsberger/Dziadkowiec 11:9, 11:8, 7:11, 5:11, 11:8, Aschwanden - Dziadkowiec 11:7, 11:9, 6:11. 11:8, Hanslick - Schneider 11:9, 8:11, 3:11, 11:9, 9:11, Felbermeier - Erhardsberger 3:11, 12:10, 11:9, 10:12, 7:11, Noha - Krazelova 6:11, 6:1111:7, 11:13, Aschwanden - Schneider 11:9, 11:5, 11:4, Hanslick - Dziadkowiec 11:8, 5:11, 11:4, 11:6, Felbermeier - Krazelova 8:11, 16:14, 9:11, 2:11, Noha - Erhardsberger 8:11, 13:15, 2:11.

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