Stadtbergen

16.01.2020

Der weite Weg nach Weimar

Eine erfolgreiche Rückkehr ins Team der BG Leitershofen/Stadtbergen feierte der aus Vietnam zurückgekehrte Bernhard Benke (am Ball) zuletzt in Bad Aibling.
Bild: Wolfgang Fehrmann

Basketballer der BG Leitershofen/Stadtbergen wollen die längste Auswärtsreise der Saison nicht umsonst antreten

Die längste Auswärtsreise der Saison wartet auf die Basketballer der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen in der 1. Regionalliga Südost am Wochenende. Am Samstag gastiert man bereits um 15 Uhr bei Science City Weimar in Thüringen. Interessante Heimspiele für die Fans gibt es dann dafür am Sonntag in der Stadtberger Sporthalle: Ab 11.30 Uhr spielen hintereinander die JBBL-Mannschaft der Baramundi Basketball Akademie gegen die Orange Academy Ulm/Allgäu, das U14-Landesligateam gegen die DJK SB München und die zweite Mannschaft der Kangaroos in der 2. Regionalliga Süd gegen den TV Passau.

Der Gegner der Leitershofer am Samstag ist bei der BG kein Unbekannter, neu sind aber Spielort und Spielhalle für das Team von Spielertrainer Emanuel Richter. Weimar agierte bisher als zweite Mannschaft von PRO-A-Ligist Science City Jena und bleibt auch weiterhin dessen Farmteam. Um das ohnehin schon sehr gut platzierte Basketballprogramm in Thüringen aber auf noch breitere Beine zu stellen, zog die zweite Mannschaft von Jena in die rund 30 Kilometer entfernte Nachbarstadt um und erhielt auch gleich die entsprechende Namensänderung verpasst. Ganz nebenbei hat man in Weimar nun natürlich auch mehr Zuschauer an Bord.

Wie immer sind gerade die Auswärtsspiele bei den Farmteams der Liga meist eine unangenehme Sache, da diese dort noch einfacher auf eine Vielzahl von Doppellizenzspielern zurückgreifen können. Bei Jena/Weimar sind dies Spieler wie Vuk Radojicic (17,3 Punkte pro Partie), Vincent Hofmann (16,3) oder Melvin Jostmann (12,7), dazu hat man mit Vincent Garrett (21,7 Punkte) auch einen herausragenden Amerikaner im Team. Trotzdem wollen die Kangaroos sich für die samstäglichen Reisestrapazen möglichst mit zwei Punkten im Gepäck belohnen. „Dass Weimar große Klasse besitzt, sieht man daran, dass sie letzte Woche die lange Siegesserie des MTSV Schwabing gestoppt haben, noch dazu in deren Halle. Wie viele Zweitligaspieler am Ende dabei sind, können wir ja nicht beeinflussen. Im Hinspiel waren es wenige, da haben wir gleich mit 25 Punkten Vorsprung geführt, um am Ende in der Verlängerung einen Zittersieg zu landen, weil wir sie dann unterschätzt haben. Man darf diesen Gegner nämlich nicht auf diese Spieler reduzieren, die haben ein hervorragendes Nachwuchsprogramm und viele andere Talente in ihren Reihen“, so Richter.

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Ähnlich sieht es Kapitän Dominik Veney: „Wir werden uns auf unser Spiel konzentrieren. Letzte Woche in Bad Aibling war noch nicht alles flüssig, aber wir haben gute Ansätze gezeigt und sagen wir mal 20 bis 25 Minuten bereits sehr guten Basketball gespielt. In Weimar werden wir die guten Phasen natürlich ausbauen müssen, wenn wir da etwas mitnehmen wollen, das ist ein anderes Kaliber. Der Sieg im ersten Spiel nach Weihnachten hat aber auf jeden Fall für Selbstvertrauen und Sicherheit gesorgt, das nehmen wir mit“, geht Veney das Match positiv an.

Personell stehen zumindest neun der zehn Spieler der Vorwoche zur Verfügung. Lediglich Epi Lawson hat nun seine fünf Spiele für die erste Mannschaft bestritten und darf ab sofort nur noch in der Zweiten agieren. „Vielleicht kehrt aber noch kurzfristig einer der Verletzten zurück, oder wir nehmen eine weitere Anleihe in der Zweiten, da wir eigentlich immer mit zehn Spielern antreten wollen“, so Co-Trainer Andreas Moser, der in seiner Personalunion als Teammanager dann aber zumindest diese weiteste Fahrt der Saison abhaken kann. (asan)

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