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Meitingen

12.01.2020

„Die Rote Karte hat uns das Turnier kaputt gemacht“

Daniel Wagner, Alexander Heider und Emanuel Zach vom TSV Meitingen können es nicht fassen. Nach einer Grätsche im Strafraum gab es die Rote Karte.
Bild: Oliver Reiser

Beim TSV Meitingen ärgert man sich über den eigenen Auftritt und undurchsichtige Schiedsrichterentscheidungen

Sie haben es wieder getan: Die Kicker des FC Gundelfingen konnten bei den schwäbischen Meisterschaften im Hallenfußball ihren Titel verteidigen. Im Endspiel bezwangen die Schützlinge des Ex-Anhausener Martin Weng den Landkreismeister TSV Bobingen mit 6:0. Der war in Günzburg vor etwa 650 zahlende Zuschauer und rund 300 geladene Gästen nach einem 3:0-Sieg in der Vorrunde und weiteren überzeugenden Auftritten als Favorit ins Spiel gegangen.

Für den TSV Meitingen, der als letztjähriger Vizemeister ebenso wie der Titelverteidiger automatisch für die Endrunde qualifiziert war, kam bereits nach der Vorrunde das Aus. Im ersten Spiel unterlagen die Lechtaler dem BSK Olympia Neugablonz mit 2:3. Bis man begriffen hatte, was die Allgäuer, die ohne ihre Futsal-Spezialisten antraten, mit ihrem mitspielenden Torwart Dennis Starowoit veranstalteten, lagen sie schon 0:2 zurück. Mark Huckle sorgte mit zwei Treffern für Ergebniskosmetik in einem Spiel, das durchaus hätte höher hätte ausgehen können. Torhüter Daniel Wagner verhinderte weitere Gegentreffer. Neugablonz wurde diese riskante Offensivspielart, die der als fünfter Feldspieler agierende Torhüter grinsend als „Revolution im Futsal“ bezeichnete, dann gegen Türkgücü Königsbrunn (0:5) und Türk Gücü Lauingen (1:2) zum Verhängnis, als man sechs der sieben Gegentreffer ins leere Tore kassierte.

Wagner schwört Stein und Bein, dass er den Ball gespielt hat

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Dem TSV Meitingen wurde im zweiten Gruppenspiel gegen den Kreisklassisten Türk Gücü Lauingen eine Aktion von Daniel Wagner zum Verhängnis. Beim Stand von 1:1 grätschte der Torhüter im Strafraum und sah dafür die Rote Karte. „Wago schwört Stein und Bein, dass er den Ball gespielt hat“, berichtete Mitspieler Fabian Wolf aus der Kabine. Damit nicht genug. Den anschließenden Sechsmeter verwandelte Tasdelen gegen Alexander Heider zum 1:2. „Diese Rote Karte hat uns das Turnier kaputt gemacht!“, schimpfte Torsten Vrazic nach der 1:4-Niederlage. „Ich habe schon fünf WhatsUp-Nachrichten von Zuschauern auf der Tribüne erhalten, das diese Entscheidung ein Witz war.“ Mehr wollte der Abteilungsleiter des TSV Meitingen dazu nicht sagen. Noch mehr ärgerte er sich, als die selbe Szene im Spiel Türk Gücü Lauingen gegen Neugablonz – diesmal sogar mit Verletzungsfolge – für den Torhüter gänzlich straffrei ausging. Die Regelauslegung schien hier undurchsichtig.

Trainer Paolo Mavros sah es etwas differenzierter: „Natürlich haben wir nach dieser Aktion vollendst den Faden verloren. Wir sind aber schon von Anfang an nicht ins Turnier gekommen, haben es nicht gut gemacht. Lediglich im ersten Spiel sind wir nach dem 1:1 ein bisschen besser ins Spie gekommen. Wenn du bei so einer Endrunde antrittst, dann musst du das ernst nehmen und auch trainieren. Bei uns war mit Nico Vrazic ein Spieler dabei, der noch nie im Kader war, den ich hauptsächlich vom Telefon kenne.“

Mauern oder abschießen lassen – so lautete für den TSV Meitingen die Devise vor dem letzten Auftritt gegen den SV Türkgücü Königsbrunn. Der zum besten Turnierspieler gewählte Cemal Mutlu setzte zwar den Schlusspunkt zum 3:0, mit dem gesperrten Daniel Wagner auf der Tribüne und dem etatmäßigen Feldspieler Marco Lettrari zwischen den Pfosten schlug sich der Nord-Bezirksligist achtbar. (oli)

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