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Meitingen

09.01.2020

Doppelte Premiere, doppelter Genuss

Fabian Wolf wird in Günzburg sowohl als Spieler des TSV Meitingen als auch als Trainer der Frauen des SC Biberbach vertreten sein.
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Fabian Wolf wird in Günzburg sowohl als Spieler des TSV Meitingen als auch als Trainer der Frauen des SC Biberbach vertreten sein.
Bild: Walter Brugger

Die Frauen des SSV Anhausen und des SC Biberbach sind zum ersten Mal bei der schwäbischen Endrunde vertreten. Fabian Wolf ist als Trainer und Spieler im Einsatz

In den letzten 14 Jahren mussten auf dem Siegerpokal für den schwäbischen Hallenfußballmeister der Frauen nur zwei Namen eingraviert werden: acht Mal der TSV Schwaben Augsburg, sechs Mal der FC Memmingen. 2020 wird ein anderer Name auf der Trophäe stehen. Beim FC Memmingen gibt es keine Frauenmannschaft mehr, der Topfavorit Schwaben Augsburg ist in der Vorrunde sensationell gegen den SC Biberbach ausgeschieden. So repräsentieren am Samstag, 11. Januar, die beiden Landvereine SC Biberbach und SSV Anhausen die Region Augsburg bei der Endrunde zur schwäbischen Meisterschaft in Günzburg. Für beide ist es eine Premiere.

Noch nie da gewesen ist auch, dass ein Endrundenteilnehmer in Doppelfunktion am Start ist: Fabian Wolf. Der 27-Jährige ist Trainer der Biberbacher Frauenmannschaft und gleichzeitig Spieler beim Bezirksligisten TSV Meitingen, der als letztjähriger Finalist automatisch qualifiziert ist. „Wir haben die Halle eigentlich nur dazu genutzt, um ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken“, sagt der Coach des Landesliga-Aufsteigers, der noch immer punktlos das Tabellenende ziert.

Im Sechsmeterschießen gibt es weder Favorit noch Außenseiter

Doppelte Premiere, doppelter Genuss

In Neuburg ist es gut gelungen. „Nachdem wir die ersten beiden Spiele gewonnen hatten, wollten wir eigentlich Schwaben Augsburg aus dem Weg gehen. Doch im letzten Gruppenmatch gegen Anhausen haben wir uns dumm angestellt und 0:1 verloren“, berichtet Wolf. Vor dem Halbfinale hat er seinen Girls dann klargemacht, „dass wir die erste Mannschaft sein können, die den Rekordsieger raushaut.“ Nach einem 0:0 kam es dann zum Sechsmeterschießen. „Da wollten wir hin. Hier gibt es dann keinen Topfavoriten und keinen Außenseiter mehr. Da stehen die Chancen 50 zu 50.“ Eine überragende Torfrau Verena Knöpfle hielt die Sensation fest. Dass man dann im Endspiel dem SSV Anhausen erneut vom Punkt unterlag, konnte die Freude nicht trüben. Im Halbfinale in Günzburg trifft der SCB auf den letztjährigen Finalisten SpVgg Kaufbeuren. „Wir sind wieder Außenseiter“, sagt Fabian Wolf, „und wir fahren dorthin, um dieses Erlebnis zu genießen. Ich war im letzten Jahr mit dem TSV Meitingen dabei und weiß aus Erfahrung, welch ein Genuss das ist.“

Diesmal hat er sogar den doppelten Genuss: Als Spieler und als Trainer. „Vom Spielplan her ist das kein Problem. Wir haben mit dem TSV Meitingen das vorletzte Gruppenspiel und mit dem SC Biberbach das zweite Halbfinale. Da ist genug Zeit dazwischen. Ich werden halt dann den Biberbacher Trainingspulli über das Meitinger Trikot ziehen.“

Auch SSV Anhausen feiert Premiere

Auch für den SSV Anhausen ist die Endrundenteilnahme eine Premiere. „Mit den B-Mädchen waren wir 2011 bei der schwäbischen Meisterschaft in Hawangen dabei und haben im Endspiel das Sechsmeterschießen verloren“, erinnert sich Trainer Johann „Radi“ Wenni noch genau. Die meisten seiner Schützlinge waren damals schon auf dem Parkett gestanden. „Wir haben die Halle diesmal etwas ernster genommen. Als Landesligist haben wir ja schließlich auch einen Ruf zu verlieren“, sagt Wenni, dessen Mädels am Tag nach dem Vorrundensieg in Neuburg im Futsal („Da kommt es auf die Technik drauf an.“) auch noch ein Turnier nach althergebrachtem Hallenfußballformat in Donauwörth bestritten haben. Dort hat man im Finale gegen den VfB Oberndorf verloren.

Obwohl die meisten seiner Schützlinge lieber Hallenfußball spielen, hat sich jetzt doch eine starke Futsal-Truppe um Nadine Wallner, Lena Wiedemann, Stefanie Funkt oder Hannah Lehmeyer gefunden, die sich für Günzburg viel vorgenommen hat. „Wenn wir schon dort sind, wollen wir auch gewinnen“, sagt Wenni. „Die Mädels wollen zur bayerischen Meisterschaft!“ Mit dem Süd-Bezirksligisten SG Dietmannsried/Untrasried/Probstried hat man zwar den vermeintlich leichtesten Gegner erwischt, doch Johann Wenni warnt: „Das haben unsere Männer bei der Landkreismeisterschaft gegen den TSV Fischach auch gedacht.“

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