Zusmarshausen

17.05.2019

Dramatik im Tabellenkeller

Hier geht’s raus aus dem Tabellenkeller! Zusmarshausens Trainer Thomas Weber will seinen Mannen im alles entscheidenden Spiel bei Suryoye Augsburg den Weg zum Klassenerhalt weisen. 
Bild: Andreas Lode

Wer macht das Rennen um den direkten Klassenerhalt und wer muss direkt runter? Wie die Trainer ihren Mannschaften den Weg weisen wollen

Der letzte Spieltag in der Fußball-Kreisliga ist an Spannung nicht zu überbieten. Der SSV Margertshausen und der TSV Zusmarshausen sind jeweils vom Ergebnis des anderen abhängig – könnten sich im besten Fall aber beide den Klassenerhalt sichern. Gewinnen beide, sind die Rechenspiele vorprogrammiert und eine Sondertabelle würde über die Endplatzierung entscheiden.

Suryoye Augsburg – TSV Zusmarshausen. Es könnte das Saisonfinale der Kreisliga-Geschichte werden. Mindestens ein 1:0-Sieg gegen Suryoye Augsburg ist aber Pflicht, um nicht direkt abzusteigen. Der Ausgang der Partie SSV Margertshausen gegen TSV Schwabmünchen II entscheidet dann über Relegation oder direkten Klassenerhalt. Die Rechenspiele: Gewinnt der SSV tritt folgendes Szenario ein: Neben dem TSV Zusmarshausen hätten auch Schwabmünchen II, Suryoye Augsburg und FSV Wehringen 29 Zähler. Nach BFV-Statuten muss auf Kreisebene in solchen Fällen eine Sondertabelle aus den direkten Vergleichen angelegt werden. Diese würde der TSV Zusmarshausen mit zehn Punkten anführen und somit den direkten Klassenerhalt auf Platz elf verbuchen. In die Relegation müssten Wehringen und Schwabmünchen II, Suryoye Augsburg wäre direkt abgestiegen. Spielt der SSV aber Remis, hätte statt Schwabmünchen Margertshausen 29 Zähler. Da Zusmarshausen in der Sondertabelle den direkten Vergleich gegen den SSV verlieren würde, müsste der TSV in die Relegation. Gewinnt der TSV während der SSV verliert, sichert er sich ebenfalls Platz elf und hält auf direktem Weg die Klasse.

SSV Margertshausen – TSV Schwabmünchen II. Für den Aufsteiger aus Margertshausen gibt es das ersehnte „Finale dahoam“. Weil auch die Konkurrenz patzte, fiel das 0:5 gegen Meister TSV Haunstetten nicht beziehungsweise kaum ins Gewicht. „Zwar war die Höhe der Niederlage unglücklich, aber Haunstetten war besser und ist verdient Meister geworden“, resümiert SSV-Coach Thomas Kempter. Für den SSV Margertshausen geht es im Endspiel gegen den TSV Schwabmünchen II um alles oder nichts - und trotzdem ist die Stimmung auf dem Hungerberg nach wie vor gelassen. „Wir nehmen das ganz locker. Wir haben uns ein Finale auf eigenem Platz erarbeitet. Diese Situation kennen wir noch aus dem vergangenen Jahr, als wir am letzten Spieltag aufgestiegen sind. Daher sind wir mit den Umständen vertraut, konzentrieren uns auf unser Können und sagen: ein Sieg ist realistisch“, gibt sich Kempter optimistisch.

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TSV Leitershofen – SpVgg Westheim. Während der TSV Leitershofen nach wie vor auf der Suche nach einem Trainer für die bevorstehende Saison in der Kreisklasse ist und sich neu sortiert, ist bei der SpVgg Westheim noch immer das Feuer am lodern. Dafür, dass es um nichts mehr ging, kochten die Emotionen in der Schlussphase beim 3:2-Derbysieg Westheims gegen den FC Horgau ganz schön hoch. „Ein bisschen unnötig“, findet auch SpVgg-Trainer Oliver Haberkorn. Doch letztlich blieben die Punkte zu Recht auf dem Kobel, die SpVgg hat einfach mehr aus ihren Chancen gemacht. „Damit haben wir den fünften Tabellenplatz gefestigt und können sogar noch den ein oder anderen gutmachen“, erklärt Haberkorn. Eine ordentliche Saison solle nun auf der Alm ein positives Ende nehmen. „Trotz bereits feststehendem Abstieg des TSV Leitershofen erwarte ich eine schwierige Aufgabe auf der Alm“, schätzt der 34-Jährige.

TSV Neusäß – TSV Haunstetten. „Geschont wird keiner!“ Neusäß-Trainer Karlheinz Pecher will zwar das Risiko vor der bevorstehenden Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga minimieren und gönnt seinen angeschlagenen Spielern eine Pause. Alle anderen aber werden ihr Bestes und Vollgas geben, dafür trage Pecher Sorge. „Wir wollen selbstverständlich mit einem Sieg in die Relegation gehen“, fügt der 52-Jährige an. Dass es am letzten Spieltag nach dem 2:2-Remis gegen den TSV Dinkelscherben nicht mehr um die Meisterschaft geht, stört Pecher überhaupt nicht. „Wir freuen uns auf die Relegation. Haunstetten hat verdient den Aufstieg klar gemacht. Es ist so gekommen, wie es von den Kräfteverhältnissen her zu erwarten war“, bilanziert Pecher.

FC Haunstetten – TSV Dinkelscherben. Für die Kreisliga ein gehobenes Niveau, zweimal einen Rückstand ausgebügelt und dem TSV Neusäß den Kampf um die Meisterschaft versaut. „Damit bin ich schon zufrieden gewesen“, gesteht TSV-Trainer Michael Finkel schmunzelnd. Doch auch im letzten Spiel erwarte der 41-Jährige eine couragierte Leistung seiner Elf, zumal es noch um ein internes Ziel geht. „Wir wollen grundsätzlich gegen keinen Gegner mit Null Punkten in die Sommerpause gehen“, erklärt Finkel. Weil der TSV im Hinspiel gegen den FC Haunstetten mit 1:4 verlor, akzeptiert Trainer Finkel keine Ausreden - mindestens ein Zähler muss her.

FC Horgau – SSV Anhausen. Ein Derby schreibt nun mal seine ganz eigenen Regeln. So stehen Aggressivität, Emotionen und Neckereien auf der Tagesordnung – unabhängig von der Tabelle. „Das gehört einfach dazu“, meint FC-Spielertrainer Franz Stroh. Rückblickend auf das turbulente Derby gegen die SpVgg Westheim gibt er außerdem zu: „Das macht das Spiel aber unterhaltsam.“ Obwohl es für den FC Horgau im Saisonendspurt nicht ganz für einen der beiden oberen Plätze gereicht hat, ist der 36-Jährige durchaus zufrieden. „Jetzt schauen wir, dass wir eine gute Saison ordentlich beenden und Platz drei verteidigen“, erklärt Stroh. Doch auch der SSV Anhausen hat noch immer ein Ziel vor Augen: die 40-Punkte-Marke. „Dementsprechend wollen wir mindestens ein Unentschieden holen“, erklärt Spielertrainer Benedikt Schmid. Schon im Hinspiel hat der SSV dem Aufstiegsaspiranten drei Punkte abgeluchst. „Es war das beste Spiel der kompletten Saison“, behauptet der 27-Jährige. Mit einem Sieg wäre sogar noch Platz sechs drin. „Das wäre das i-Tüpfelchen“, erklärt Schmid.

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