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Diedorf

16.12.2019

Dramatisches Bruderduell im Halbfinale

Ein Bruderduell gab es im Halbfinale zwischen Stefan Micheler (TSV Diedorf) und Alexander Micheler (SSV Anhausen).
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Ein Bruderduell gab es im Halbfinale zwischen Stefan Micheler (TSV Diedorf) und Alexander Micheler (SSV Anhausen).
Bild: Oliver Reiser

SSV Anhausen sichert sich in die Diedorf die Fahrkarte zur Landkreis-Endrunde

Puh, war das spannend! Ein Hoch auf den Modus der Augsburger Landkreismeisterschaft mit Gruppenspielen, Halbfinale und Endspiel. Im Finale vor 108 zahlenden Zuschauern in der Diedorfer Schmuttertalhalle setzte mit dem SSV Anhausen die ranghöchste Mannschaft durch. Der Kreisligist warf seine ganze Routine in den Ring und bezwang den stark auftrumpfenden Spitzenreiter der Kreisklasse Süd TSV Königsbrunn mit 4:2.

Geradezu dramatisch verlief Beispiel das ewig junge Bruderduell im Halbfinale zwischen dem SSV Anhausen und dem TSV Diedorf, in dem sich mit Alexander Micheler (SSV) und Stefan Micheler (TSV) tatsächlich zwei Brüder gegenüber standen. 2:0 führte der gastgebende Kreisklassist, der zuvor vom TSV Königsbrunn mit 0:6 zerlegt worden war. Doch dann wurde den Diedorfer ihre Latte an Fouls zum Verhängnis. Anhausen dreht den Spieß und Martin Wenni sorgte mit einem Treffer vom Zehn-Meter-Punkt für die Entscheidung. Einen weiteren Strafstoß von Wenni für kumulierte Fouls hielt Diedorfs Schlussmann Tobias Rüger.

Nicht weniger dramatisch Halbfinale Nummer zwei, in dem der TSV Leitershofen einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung drehte, als die Königsbrunner nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl waren. Eine Minute vor Schluss musste der überragende Max Wieland, eigentlich ein Feldspieler, der zwischen den Pfosten kaum zu überwinden war, dann doch das 2:2 hinnehmen. Im Sechsmeterschießen wurde er dann zur tragischen Figur, als er den Ball dem gegnerischen Torwart auf den bauch knallte. Der TSV Leitershofen war nach einer 3:4-Niederlage draußen.

Dramatisches Bruderduell im Halbfinale

Im letzten Gruppenspiel mussten die Leitershofen gegen den B-Klassisten SV Bonstetten, der mit Michael Müller einen Handball-Torwart im kleinen Handball-Tor stehen hatte, lange einem Rückstand hinterherlaufen. Am Ende konnte man Müller, der für die SG 1871 Gersthofen in der Bezirksoberliga hält, beim 6:1 sechsmal überwinden.

Die TSG Stadtbergen setzte nach einer 2:4-Niederlage gegen den TSV Diedorf im abschießenden Gruppenspiel gegen den TSV Königsbrunn beim Stand von 1:2 nochmals alles auf eine Karte und wechselte für den Torwart einen sechsten Feldspieler ein. Doch dann musste man das 1:3 hinnehmen.

Die Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun, denn dadurch, dass das Grätschen wieder erlaubt ist, werden gerade die technisch versierten Spieler wieder oft hart attackiert. Auch den letzten Sekunden des Finales ging es nochmals hoch her. Nachdem sich ein Königsbrunner Spieler eine Tätlichkeit gegen Seppi Guggenberger geleistet hatte, kochte die Stimmung über. Es gab sogar ein Handgemenge, als Anhausens Torhüter Paul Seipt aus seinem Tor eilte. Letztlich gab es für beide Übeltäter die Gelbe Karte. „Damit waren sie gut bedient“, konstatierte Kreisspielleiter Reinhold Mießl, der als Turnierleiter fungierte.

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