Fußball-Nachlese

05.03.2019

Düstere Mienen in Aystetten

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Nicht nur die 1:3-Niederlage im Kellerduell macht dem SV Cosmos zu schaffen. Man befindet sich auch im Clinch mit dem Verband

Noch lange nach dem Schlusspfiff, als die ersten seiner Mitspieler schon beim Duschen waren, lag Valentin Coca noch immer auf dem Boden des Gundelfinger Schwabenstadions. Der Torhüter des SV Cosmos Aystetten zeigte sich nach der 1:3-Niederlage beim FC Gundelfingen selbstkritisch, nahm hinterher alle drei Gegentreffer auf seine Kappe. Auch die anderen Spieler sahen ihre Fehler ein. „Die Chemie stimmt und keiner war alleine Schuld“, so Pressesprecher Michael Brenner.

Dieses Kellerduell in Gundelfingen, das den SV Cosmos Aystetten auf einen der ungeliebten Relegationsplätze in der Fußball-Landesliga Südwest absacken ließ, spiegelt auch ein wenig die momentane Situation des Vereins wieder.

Da gibt es viele Nebenschauplätze außerhalb des Spielfeldes. Da ist zum einen die Funktionssperre für Trainer Marco Löring, der in Gundelfingen zwar als Zuschauer zwischen Tribüne und Stehwall tigerte, aber in der Pause nicht eingreifen konnte. Eine aus Sicht der Aystetter unverständliche Sperre, weil die Angelegenheiten immer wieder zusammen mit Vertretern des Fußball-Verbandes verschuldet wurden. Beim ursprünglichen Vergehen, als ein Spieler eingesetzt wurde, der nicht spielberechtigt war, habe man den Cosmos-Verantwortlichen nicht mitteilen können, welches Schriftstück zum Nachweis der Sozialversicherungsabgaben für einen bestehenden Vertrag eingereicht werden muss. Als Mannschaftsverantwortlicher wurde Marco Löring für drei Monate gesperrt. Laut Auskunft von BFV-Verantwortlichen gegenüber Vertretern des SV Cosmos sollte diese Sperre nur für Pflichtspiele gelten. Da Löring deshalb in völlig bedeutungslosen Testspielen gegen Ecknach und Anhausen auf dem Spielberichtsbogen vermerkt war, wurde die Sperre um zwei Spiele verlängert. Außerdem wurden nach Informationen unserer Zeitung sowohl Löring (300 Euro) als auch der SV Cosmos (450 Euro) bestraft. „Ich verstehe das alles nicht“, sagt Cosmos-Vorsitzender Thomas Pflüger und schüttelt resigniert den Kopf.

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Da ist zum anderen die Verpflichtung von Dino Tuksar. Der 23-jährige Kroate, der im Oktober aus England kam und beim Kreisklassisten KSV Trenk einen Passantrag unterschrieb, muss weiter auf den Einsatz im Trikot des SV Cosmos warten, obwohl angeblich der Passantrag rechtzeitig zum 31. Januar gestellt worden war. „Nachdem er zuletzt in England gespielt hat, hat sich der DFB in die Passangelegenheit eingeschaltet. Deshalb hat es nicht geklappt“, lautet Pflügers Erklärung. „Jetzt muss schleunigst wieder Ruhe einkehren!“, fordert der Cosmos-Fußball-Boss.

Das einzig Positive an diesem Nachmittag: Nachdem die unmittelbar auf die Rote Karte von Benjamin Sakrak folgende Aktion zu einem gegnerischen Tor – in diesem Fall zum 3:1-Endstand – geführt hat, reduziert sich die Sperre des Abwehrspielers automatisch um ein Spiel. „Wir haben noch zwölf Spiele“, sagte Aleksandar Canovic beim Verlassen des Spielfeldes in Gundelfingen trotzig. Das wäre die Optimalzahl, denn darüber hinaus müssen Relegationsspiele ausgetragen werden. Um dies zu vermeiden, sollte am kommenden Sonntag im ersten Heimspiel des Jahres gegen den SV Mering ein Sieg her.

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