Gersthofen

16.04.2019

Ein Abschied für immer?

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2 Bilder
Vor Spielbeginn hießen die Gersthofer Handballer den TV Gundelfingen willkommen. Nach 60 Minuten und einer weiteren Niederlage stand der Abstieg der Lechstädter endgültig fest. Ob es ein Abschied für immer ist, steht noch in den Sternen.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Gersthofen muss aus der Bezirksoberliga absteigen. Ob es nächste Saison noch eine Handball-Herrenmannschaft gibt ist unklar

Abschiedsvorstellung vor ausverkauftem Haus. Dass die Turnhalle des Pual-Klee-Gymnasiums am vergangenen Samstag proppenvoll war, lag nicht an Gastgeber TSV Gersthofen. Der TV Gundelfingen hatt zwei Fanbusse mitgebracht, um im Falle eines Sieges den Meistertitel und den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga zu feiern. Mit einem klaren 31:21-Sieg gelang das schließlich eindrucksvoll.

Wenigsten bot die eindrucksvolle Kulisse einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung einiger Akteure, wie zum Beispiel Trainer Alexander Polz, seinen Bruder, Torjäger Andres Polz, sowie Kreisläufer Florian Küch. Nach sage und schreibe 42 Jahren beendete auch der 70-jährige Klaus Lamprecht seine Tätigkeit als Kassier. Für Samir Babovic waren es die letzten Amtshandlungen. Er wird bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 10. Mai, nach 14 Jahren als Abteilungsleiter nicht mehr antreten. „Das tut schon weh“, sagt er er.

Gegen die hoch motivierten Gäste konnte der TSV Gersthofen nur einmal in Führung gehen (1:0, Michael Reithmeier). Dann gab der Spitzenreiter mit schnellen Angriffen eindeutig den Ton an. Nach zehn Minuten stand es 2:7. Gersthofen gab nicht auf und kämpfte um jeden Treffer. Zur Pause stand trotzdem ein 10:15-Rückstand auf der Anzeigetafel. Im zweiten Abschnitt distanzierten sich der Spitzenreiter Tor um Tor vom Schlusslicht. Am Ende jubelten die mitgereisten Fans des TV Gundelfingen samt Spielern in der Gersthofer Halle.

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Ob es dort überhaupt noch einmal Männer-Handball zu sehen gibt? Für den TSV Gersthofen bedeutete diese Niederlage den Abstieg in die Bezirksliga. Doch ob die Mannschaft, die während der gesamten Saison mit eminenten Personalproblemen zu kämpfen hatte, dort überhaupt antreten wird, steht noch in den Sternen. Während Noch-Abteilungsleiter Samir Babovic davon sprach, dass man momentan nach einem neuen Trainer suche, wird in Fachkreisen über eine eventuelle Spielgemeinschaft mit dem TSV 1871 Augsburg gesprochen. Vielleicht war dieses Spiel also tatsächlich ein Abschied für immer.

TSV Gersthofen: Müller (Tor); Reithmeier (6/1), Erhard (1), Markus Walter (3), Schwarz, Maximilian Walter (2), Polz (5/1), A. Kraus (1), Manuel Walter, Küch (3).

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