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Diedorf

13.05.2018

Ein Innenverteidiger, der nur selten grätscht

Mit seinen 22 Jahren ist Benedikt Wellkamp Kapitän beim Kreisligisten TSV Diedorf, für den er seit seinem fünften Lebensjahr spielt.
Bild: Oliver Reiser

Wo Diedorfs Kapitän Benedikt Wellkamp die Ursache für die wieder missliche Situation sieht

Mit fünf Jahren hat Benedikt Wellkamp bei den G-Junioren des TSV Diedorf mit dem Fußballspielen angefangen. Heute ist der 22-Jährige, der in Ulm Wirtschaftswissenschaften studiert, Kapitän der ersten Mannschaft, die in der Fußball-Kreisliga Augsburg gegen den Abstieg kämpft. Da er gerne mit Freunden feiert, würde er das sicherlich auch gerne mit seinen Mannschaftskameraden nach dem Klassenerhalt tun. Doch bis dahin ist noch ein schwieriger Weg, wie er in der AL-Elferkette verrät.

Bunte oder schwarze Schuhe?

Nie ganz schwarz, aber auch nie ganz bunt. Aber auf jeden Fall nicht diese neonfarbenen Teile.

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FCA oder FCB?

Ich bin natürlich FCA-Sympathisant, aber als ich mir einen Verein ausgesucht haben, sind die nicht infrage gekommen, weil sie damals noch in der Regionalliga gespielt haben. Von Kind auf bin ich Schalke-Fan. Da hab ich mir schon viel Hohn und Spott anhören müssen. Aber ich wollte einen Klub, der nicht jedes Jahr die Liga gewinnt. Und als Schalke-Fan kann ich mich heuer über die Vizemeisterschaft freuen. Dazu hat auch viel mein Vorbild als Abwehrspieler, Naldo, beigetragen.

Ronaldo oder Mohamed Shala?

Ich bin Ronaldo-Fan. Ich feier sogar dem seine Arroganz. Er kann sich das leisten, weil er seit Jahren wirklich Leistung bringt. Shala rastet ja erst seit zwei Jahren so richtig voll aus. Im Champions-League-Finale halte ich allerdings zum FC Liverpool, weil ich Klopp mag und Real nicht zum dritten Mal hintereinander gewinnen muss.

Weißbier oder Weißwein?

Weißbier. Weißwein habe ich erst einmal auf einer Hochzeit getrunken. Ich mag lieber Longdrinks mit Schnaps. Jack-Cola, Wodka-Bull zum Beispiel.

Fisch oder Fleisch?

Fleisch. Am liebsten Pute oder Rind. Ich esse auch gerne Fisch – aber eher selten. Obwohl ich durchaus auf eine gesunde Ernährung achte, schmecken mir auch Döner, Pizza und Schnitzel. (Lacht.) Ich bin eigentlich ein Allesesser.

Plärrer oder Disco?

Ich mag beides sehr. Plärrer ist natürlich von der Jahreszeit abhängig. Als Kapitän muss ich da immer einen Mannschaftsabend organisieren. Da gehen wir dann schon in Tracht und Lederhose hin. Discos besuche ich regelmäßig. Ich gehe allgemein viel und gerne mit Freunden fort.

Buch oder Kino?

Bücher habe ich noch nie so wirklich gelesen. Höchstens Lehr- und Wissensbücher. Für Romane bin ich nicht durchhaltefähig genug. Deshalb bevorzuge ich Kino. Erst vorgestern habe ich „Avengers: Infinity War“ angeschaut. Ich fand ihn sehr gut, habe aber ein anderes Ende erwartet.

Strand oder Berge?

Berge waren noch nie mein Ding. Früher wurde ich immer zu Wandertouren gezwungen. Heute mag ich Strand, mit Kumpels an der Pool-Bar, (lacht) all you can drink.

Grätscher oder Techniker?

Also ich würde mich doch zu den Technikern zählen, obwohl ich als Innenverteidiger viel gegen den Ball arbeite. Mit Stellungsspiel versuche ich das Grätschen eher selten einzusetzen. So kann man auch den Spielaufbau schneller einleiten.

Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Grundsätzlich Ordnungsfanatiker. Es gibt aber Ausnahmen. In den Ferien liegen die Unterlagen für das Studium oft wild verstreut herum.

Kreisliga oder Kreisklasse?

Natürlich Kreisliga. Niemand steigt gerne ab. Mit der schlechtesten Saisonleistung in Leitershofen haben wir uns selbst in diese Lage gebracht. Nach dem 1:3 spricht jetzt auch der direkte Vergleich gegen uns. Das Restprogramm gegen den Ersten und den Zweiten ist auch ziemlich happig. Ich weiß nicht, ob man da Punkte einplanen kann. Wir haben jedoch keinen Druck. Ein Abstieg wäre angesichts des Aderlasses vor der Saison nur eine logische Konsequenz, kein Weltuntergang. Ich habe bisher nur Kreisliga gespielt. Im Falle eines Abstiegs würden wir in der Kreisklasse sicher zu den besten Teams gehören. Auch das kann mal reizvoll sein. Ich werde es nehmen, wie es kommt. Vielleicht klappt es ja doch noch mit den Klassenerhalt. Wir werden jedenfalls alles versuchen. (oli)

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