Fußball-Nachlese

15.10.2019

Ein Karten-Festival im Zusamtal

„Wir haben personell leider keine richtige Konstanz in unsere Hintermannschaft hineinbekommen.“ 
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„Wir haben personell leider keine richtige Konstanz in unsere Hintermannschaft hineinbekommen.“ 

Bei den Siegen des SC Altenmünster und des TSV Gersthofen geht es hoch her. FC Horgau und TSV Leitershofen verlieren ihre „weißen Westen“

Nach dem vorletzten Spieltag der Vorrunde müssen einige „weiße Westen“ in die Wäsche. Nicht nur der FC Horgau (siehe „Nachgefragt“) verlor erstmals in dieser Saison in der Kreisliga Augsburg, auch der TSV Ziemetshausen (Kreisliga West) und der TSV Leitershofen (Kreisklasse Nordwest) mussten sich erstmals geschlagen geben. Aufsteiger TSV Steppach fegte den Absteiger mit 4:1 vom Sandberg. Tabellenführung futsch! Horgau wurde von seinem Bezwinger SpVgg Langerringen abgelöst, Leitershofen vom FC Emersacker. Nach wie vor an der Spitze der B-Klasse West steht der TSV Gersthofen II, der seine weiße Weste auf dem Galgenberg verlor und sich beim SC Biberbach II mit 2:3 geschlagen geben musste. Die Biberbacher nutzten dabei den Spielausfall ihrer ersten Mannschaft und brachten drei Akteure zum Einsatz, die zuletzt im A-Klassen-Team in der Startelf standen. Ungeschlagen ist aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung jetzt nur noch die SG Zusamzell/Reutern (B-Klasse West 4).

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Eine „Doppelschicht“ absolvierten Patrick Fendt, Lukas Huber und Marius Dußler von der SpVgg Westheim, die nach dem samstäglichen 3:0-Sieg beim FC Haunstetten auch am Sonntag im A-Klassen-Derby bei der SpVgg Deuringen in der Zweiten im Einsatz waren. „Schade, dass nicht die beiden ,richtigen‘ Mannschaften sich im Derby duellierten, doch laut BFV-Spielordnung setzten die Gäste Spieler aus der Ersten im erlaubten Rahmen ein“, so Deuringens Spielertrainer Max Schlicker. „Fairerweise muss man auch sagen, dass unsere Leistung auch einfach nicht ausreichend war.“

Bei herrlichem Spätsommerwetter flatterten nicht nur die herbstlich bunt gefärbten Blätter von den Bäumen, sondern auch die Gelben und Roten Karten. Der SC Altenmünster musste sein Heimspiel gegen den TSV Hollenbach in den letzten 17 Minuten sogar in dreifacher Unterzahl überstehen. Nach einer Notbremse von Sebastian Kaifer (55.) zog Schiedsrichter Christof Paulus aus Augsburg sofort die Rote Karte. „Eine sehr harte Entscheidung“, wie Spielertrainer Peter Ferme hinterher klagte. Der SCA-Kapitän sei nicht letzter Mann gewesen. Die Ampelkarten gegen Mario Kalkbrenner (70.) und Torschütze Patrick Pecher (77.) seien jedoch berechtigt gewesen. Dass sein Team am Ende trotz der drei Hinausstellungen keinen Gegentreffer kassierte, sei auf die „überragende kämpferische Leistung“ der acht Aufrechten zurückzuführen, war Abteilungsleiter Oliver Osterhoff stolz auf sein Team.

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Nicht gut gegangen ist das Unterzahlspiel für den TSV Meitingen. Bei der 1:2-Niederlage in Mertingen sah Kapitän Arthur Fichtner sechs Minuten vor Schluss die Ampelkarte. Zu diesem Zeitpunkt lag sein favorisiertes Team bereits mit 1:2 zurück. An Schiedsrichter Luka Beretic vom TSV Friedberg lag es aber nicht, dass der Favorit beim Aufsteiger leer ausgegangen ist. Man scheiterte an Mertingens litauischem Torhüter Aivaras Brazinskas. „Wer fällt und wieder aufsteht, besitzt mehr Stärke als jemand, der noch nie im Dreck gelegen hat“, heißt es auf der Facebook-Seite des seit vier Spieltagen sieglosen TSV. Das Stimmungsbarometer ist jedenfalls auf dem Tiefpunkt, nachdem man den zweiten Tabellenplatz an TSV Gersthofen abgeben musste.

Bei den Lechstädtern herrscht nach dem 3:1-Sieg beim TSV Wertingen indes beste Kirchweih-Laune. „Alles andere als ein Sieg – und ich hätte den Glauben an den Fußball-Gott verloren“, spricht Gersthofens Spielertrainer Florian Fischer von einem hochverdienten Dreier. „Es war ein brutales Kampfspiel. Wertingen wollte gar nicht Fußball spielen, sondern nur unser Spiel zerstören. Durch einen berechtigten Elfmeter fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Ansonsten haben wir den Ball gut laufen lassen.“ Besonders das 1:0 sei glänzend herausgespielt gewesen. Zur Pause hätte seine Mannschaft mindestens 3:0 führen müssen. Ibrahim Neziri, Nico Baumeister und Ferkan Secgin hatten beste Gelegenheiten dazu.

Beim TSV Wertingen macht Sportleiter Fritz Bühringer den Unparteiischen Matthias Schilling vom TV Erkheim für die Niederlage verantwortlich. „Das war eine desolate Leistung“, schimpfte der TSV-Funktionär. Die erste Gelbe Karte gegen Maximilian Beham, der später Gelb-Rot sah (62.), nach einem Pressschlag sei laut Bühringer „ein Witz“ gewesen, glatt Rot gegen Daniel Laubmeier „eine Lachnummer“. Überhaupt hatten die Gäste beim Unparteiischen nach Ansicht von Bühringer Narrenfreiheit. Sobald Gersthofer Spieler etwas berührt wurden, ließen sich diese sofort fallen und fingen an zu schreien. Und darauf sei der Schiedsrichter reingefallen, ärgert sich Wertingens sportlicher Leiter. Für Florian Fischer hingegen war die Rote Karte absolut berechtigt: „Er geht mit beiden Beinen voraus in die Beine.“ Ebenso hätte Beham nach einer ähnlichen Attacke schon nach zwei Minuten Gelb sehen können. „Wertingen ist mit elf Mann in der eigenen Hälfte gestanden und wollte uns mit ihrer aggressiven Spielweise wehtun.“ Das ist gelungen. Ibrahim Neziri musste verletzt raus. „Er muss heute zum Röntgen.“ Fischer hofft, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Beim 2:0-Sieg in Babenhausen, mit dem der SV Cosmos Aystetten die Spitze in der Bezirksliga Süd behauptet hat, saß mit Alexander Hack ein prominenter Gast auf der Tribüne. Der 26-jährige Bundesliga-Profi des FSV Mainz 05 stammt aus Babenhausen und nutzte das spielfreie Wochenende im Oberhaus zu einem Besuch im Fuggermarkt.

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