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Ustersbach

26.10.2019

Ein Mannschaftskamerad ist sein Idol

Thomas Habla (am Ball) zieht im Mittelfeld des TSV Ustersbach die Fäden.
Bild: Oliver Reiser

Von wem sich Thomas Habla vom TSV Ustersbach einiges abgeschaut hat

Obwohl erst 22 Jahre alt, ist Thomas Habla Motor und Herzstück im Mittelfeld des TSV Ustersbach. Seit 2002, also seit er fünf Jahre alt war, spielt der im Ortsteil Mödishofen wohnende Student für Mathe und Physik auf Lehramt für die Blau-Gelben. Auch sein Bruder Philipp, 24, kickt für den TSV. In dieser Saison hält Thomas Habla die Kreisklasse Süd, die nach dem Abstieg des SSV Margertshausen und den Aufstieg des TSV Fischach um zwei Derbys reicher geworden ist, für wesentlich attraktiver. „Ich glaube, dass auch am Sonntag viele Zuschauer kommen. Fischach ist zwar ersatzgeschwächt, aber das spielt in einem Derby keine Rolle. Deshalb dürfen wir den Gegner nicht unterschätzen“, warnt Habla vor dem Nachbarschaftsduell am Sonntag. Vor dem Anpfiff dribbelt sich „Wombat“, wie er von seinen Teamkameraden genannt wird, noch durch die AL-Elferkette.

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1Bunte oder schwarze Schuhe?

Ich spiele immer schon mit bunten Schuhen. Wenn man schon fußballerisch nicht auffällt, muss man wenigstens mit den Schuhen auffallen (lacht). Derzeit habe ich grüne, früher auch schon mal pink. Da habe ich mir einiges anhören müssen.

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2Ronaldo oder Messi?

Beide sind sehr gut. Aber ich bin kein Riesenfan. Ich bin grundsätzlich kein Anhänger dieses Personenkults, der da heutzutage im Profifußball betrieben wird. Mein Idol ist mein Mitspieler Cosmin Uilacan, der früher mal bei St. Pauli gespielt hat. Er imponiert mir als Fußballer und auch menschlich, da kann man sich einiges abschauen. Von den aktuellen Profis gefällt mir Ilkay Gündogan. Er wird oft unterschätzt.

3 FCA oder FCB?

Mein Vater stammt aus Nürnberg und war schon immer Club-Fan. Deshalb wäre ich als Bayern-Fan wahrscheinlich verstoßen worden (lacht). Nein, seit ich zehn Jahre alt war, bin ich Fan des VfB Stuttgart, der 2007 deutscher Meister war. Ich hoffe, dass sie nach einer kleinen Schwächephase das Topspiel der 2. Bundesliga gegen den Hamburger SV gewinnen.

4 Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Ordnungsfanatiker bin ich auf jeden Fall keiner (lacht). Ich bin aber auch kein Riesenchaot. Sagen wir mal: durchgeplant im geordneten Chaos.

5 Weißbier oder Weißwein?

Weißbier ist überhaupt nicht mein Fall. Wenn, dann trinke ich lieber Weißwein. Noch lieber ist mir aber eine Maß Gaiß oder ein Cocktail.

6Fisch oder Fleisch?

Fisch esse ich sehr gerne, Fleisch seit zwei Jahren nicht mehr. Ich bin also ein Fisch-Vegetarier. Nachdem meine Mutter leider bereits verstorben ist, bilde ich mit meinem Vater und meinem Bruder Philipp, der ebenfalls beim TSV Ustersbach spielt, eine Männer-WG. Da wird abwechselnd gekocht, meist aus der Tiefkühltruhe.

7 Kino oder Theater?

Ganz klar Theater. Ich spiele selber in der Theatergruppe beim TSV Ustersbach. Und da schaut man sich auch gerne die Aufführungen der anderen Theaterspieler in der Umgebung an. Wir spielen wieder nach Weihnachten. Welches Stück, ist noch nicht raus.

8 Helene Fischer oder AC/DC?

Beides ist nicht so meins. Ich höre Hip-Hop oder deutschen Rap. In der Kabine ist Schlager hingegen schon in Ordnung. Das ist mir lieber, als wenn Cosmin Uilacan als Discjockey rumänische Volksmusik mit Geige auflegt. Da ist jeder froh, wenn er so schnell wie möglich auf dem Platz draußen ist (lacht).

9Grätscher oder Techniker?

Ich würde mich schon eher als Techniker bezeichnen. In meiner Position im Mittelfeld zwischen Sechser und Achter muss man allerdings schon mal defensiv in die Zweikämpfe gehen und zur Grätsche ansetzen.

0 Schafkopf oder Playstation?

Schafkopf. Wir spielen regelmäßig nach dem Training im Sportheim. Unser früherer Trainer Stefan Knauer hat sogar oft kleine Turniere organisiert. Das Beste daran ist, dass unser Keeper Martin Zimmermann nach dem Schafkopfen regelmäßig meine Rechnung übernehmen muss (lacht). Playstation habe ich gar keine. Ich spiele vielleicht einmal in einem halben Jahr FIFA.

!Kreisklasse oder Kreisliga?

Gute Frage. Einige Leute im Umfeld haben sicherlich den Anspruch, Kreisliga zu spielen. Schließlich hat der TSV Ustersbach eine höherklassige Tradition. Momentan hätten wir sogar das Potenzial, um den Aufstieg mitzuspielen. Aber wir haben auch viele ältere Spieler, die man in Zukunft ersetzen müsste. Deshalb ist es vielleicht sinnvoller, in der Kreisklasse oben mitzuspielen. Interview: Oliver Reiser

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