Aystetten

05.08.2018

Ein unfreiwilliger Joker

Der unfreiwillig eingewechselte Florian Linder (links) erzielte beim 1:0-Sieg des SV Cosmos Aystetten gegen den FC Gundelfingen das Siegtor. Vorbereiter Benedikt Schmoll und Robert Markovic-Mandic freuten sich nach dem Schlusspfiff mit ihm.
Bild: Oliver Reiser

Der SV Cosmos Aystetten feiert den ersten Saisonsieg, hat aber einen weiteren Verletzten zu beklagen. Warum Florian Linder zum Matchwinner wurde

Als Jonas Schneider in der Nachspielzeit in aussichtsreichster Position am langen Eck vorbeizielte, war es vollbracht: Der SV Cosmos Aystetten hatte im fünften Spiel den ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga Südwest eingefahren. „Das war nicht unser bestes Spiel“, grinste Cosmos-Trainer Marco Löring nach dem Schlusspfiff und wehrte jegliche Gratulationen ab, mit der Einwechselung des Torschützen zum 1:0 gegen den FC Gundelfingen ein glückliches Händchen bewiesen zu haben.

Florian Linder musste nämlich unfreiwillig schon nach 27 Minuten ins Spiel, weil man mit Xhevalin Berisha nach Dominik Isufi und Maximilian Drechsler einen weiteren Verletzten zu beklagen hatte. Nachdem ein Ellbogen im Gesicht von Berisha gelandet war, wurde der blutende Cut zwar von Mannschaftsarzt Dr. Rolf Pesch geklebt, doch wenige Minuten später ging nichts mehr. Das Auge war zugeschwollen. Der eingewechselte Linder war gerade mal zehn Minuten auf dem Feld, da traf er zum 1:0. Zu einem Großteil war dieser Treffer aber auch ein Verdienst von Abwehrrecke Benedikt Schmoll, der erst den Zweikampf gewann, dann den Ball nach vorne trieb und nach Doppelpass mit Maximilian Heckel maßgerecht für den Torschützen servierte.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren Schmoll und Co. intensiv mit Abwehraufgaben beschäftigt. Stefan Winkler und Julian Elze scheiterten an eigenem Unvermögen, Manuel Müller (13.) und Fabio Kühn (30.) an Cosmos-Keeper Valentin Coca. Der Kopfball von Kühn gehört eigentlich in die Rubrik unhaltbar.

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Auch nach dem Wechsel waren es die Gäste, die gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatten. Die Chancen lagen jedoch aufseiten der Aystetter: Patrick Szilagy (50.), Robert Markovic-Mandic (60., 62. und 88.) sowie Florian Linder (60.) hätten den Sack längst zumachen müssen. So musste man bei einem Kopfball von Stefan Winkler (88.) und der eingangs geschilderten letzten Gelegenheit von Schneider noch um den ersten Dreier bangen.

„Wir müssen gewinnen! Wenn wir verlieren, sind wir Letzter“, hatte Cosmos-Vorsitzender Thomas Pflüger vor Spielbeginn einen Sieg gefordert. Nach dem 1:0 ziert nun der FC Gundelfingen das Ende der Tabelle. Der SV Cosmos Aystetten kann am Mittwoch nachlegen – vorausgesetzt das Spiel gegen den TuS Geretsried findet statt. In Geretsried kann wegen der Sanierung der Tartanbahn auf jeden Fall nicht gespielt werden. Am heutigen Montag soll die Entscheidung fallen, ob die Partie gedreht wird und am Augsburger Feiertag in Aystetten stattfindet.

SV Cosmos Aystetten Coca – Bergmeir, Schmoll, Sakrak, Klotz – Mijailovic – Berisha (27. Linder), Heckel (85. Gosa), Szilagyi – Markovic-Mandic (90. Zeller), Hanselka.

FC Gundelfingen Dewein – Grötzinger, Schnelle (78. Noller), Reutter, Weichler – Elze (79. Rolle), Braun (69. Viana dos Santos), Müller, Winkler, Schneider, Kühn.

Tor 1:0 Linder. – Schiedsrichter Felix Herrmann (München). – Zuschauer 160

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