Aystetten

12.08.2018

Ein zähes Ringen

Ein zähes Ringen. In der Zwickmühle steckt hier Aystettens Patrick Szilagyi. 
Bild: Oliver Reiser

Nachdem der „Lucky Punch“ nicht gelingt, muss der SV Cosmos Aystetten mit einer torlosen Nullnummer in Mering zufrieden sein

„Da machen wir so ein Rotzspiel und müssen am Ende sogar noch drei Punkte mitnehmen.“ Marco Löring, der Trainer des SV Comos Aystetten, dachte bei diesen Worten an die drei dicken Chancen, die seine Angreifer ausließen, um im Landesliga-Derby beim SV Mering in den letzten zehn Minuten doch noch den „Lucky Punch“ zu setzen. In der 78. Minute scheiterte zunächst Robert Markovic-Mandic an Merings Keeper Adrian Wolf, beim Nachschuss nahm ihm Dejan Mijailovic die Kugel vom Schlappen. Bei zwei weiteren Möglichkeiten versemmelte der eingewechselte Florian Linder nach wunderbaren Vorarbeiten von Julian Bergmair (83.) beziehungsweise Mijailovic (89.) völlig frei vor Wolf. Es waren die ersten Gelegenheiten der enttäuschenden Aystetter im gesamten Spiel. Nachdem sie nicht genutzt wurden, blieb es beim letztendlich verdienten torlosen Unentschieden.

Vor allem in der ersten Halbzeit war es aus Aystetter Sicht eine klägliche Nullnummer, über die man am besten den Mantel des Schweigens breitet. Kein einziges Mal konnte man sich gegen die Meringer Hintermannschaft, in der der eigentliche Torjäger Markus Gärtner als Innenverteidiger eine überragende Partie ablieferte, durchsetzen. Vor allem Max Drechsler wurde schmerzlich vermisst, denn kaum ein Ball wurde vorne einmal festgemacht. Die Gastgeber, die zuletzt sechs Niederlagen in Folge kassierten, kamen meist über die rechte Seite, wo Harald Kerber von der Cosmos-Abwehr nicht zu bremsen war. Richtig konsequent waren vor dem Tor jedoch weder er (29.), noch Julius Drevs (15.). Ein Freistoß von Fatih Cosar landete am Pfosten (27.), einen Distanzschuss von Maximilian Lutz parierte Valentin Coca (37.). Das Unentschieden war für die uninspirierten, unkonzentrierten und unsortierten Gäste schmeichelhaft. „Ich habe meine Jungs in der Pause gefragt, was denn los ist“, konnte sich Marco Löring die uninspirierte Vorstellung der Seinen nicht erklären.

Und es wurde nicht besser. Ganz im Gegenteil. Mering wollte nun unbedingt den entscheidenden Treffer erzielen und Aystetten konnte sich bei Coca bedanken, dass man nicht in Rückstand geriet. Der Cosmos-Keeper verhinderte gegen Andreas Ludwig (47.) und Daniel Zweckbronner (69.) einen Gegentreffer. Man konnte sich auch über das Unvermögen der Gastgeber freuen, die ab der 73. Minute Chancen im Minutentakt versiebten. Meist wird solch ein Verhalten bestraft. So wäre es auch diesmal fast gewesen. Als Markus Gärtner von der Abwehr in den Angriff wechselte, um als gelernter Stürmer die Entscheidung herbeizuführen, eröffneten sich plötzlich Lücken für die Aystetter. Doch der „Lucky Punch“ wollte nicht gelingen. „Das war unser schlechtestes Spiel. Wir können froh sein, dass wir wenigsten einen Punkt mitgenommen haben“, war Marco Löring nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Fabian Härle nicht wirklich zufrieden. Damit war er an diesem Nachmittag allerdings nicht alleine, denn auch die Meringer haderten mit ihrem Schicksal, aus vielen Chancen kein Tor gemacht zu haben.

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SV Mering: Wolf - Krebold, Drevs, Gärtner, Zweckbronner - Kusterer, Cosar (81. Obermeyer), Kristen (59. Utz) - Lutz, Ludwig (66. Ersoy), Kerber.

SV Cosmos Aystetten: Coca - Bergmair, Schmoll, Sakrak, Klotz - Mijailovic - Heckel (61. Dogan), Berisha, Szialgyi - Hanselka (81. Linder), Markovic-Mandic.

Schiedsrichter: Fabian Härle (Germaringen). - Zuschauer: 200.

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