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19.06.2009

"Eine Gefährdung ist absolut ausgeschlossen"

Verwunderung hat die Absage des FC Dinkelscherben für den 27. Landrat-Dr.Frey-Landkreislauf am kommenden Sonntag in Gersthofen bei den Verantwortlichen ausgelöst. Der Titelverteidiger, der stets eine Vielzahl an prominenten Läufern für sein Achterteam rekrutiert, fürchtet auf dem Weg über den Müllberg sogar gesundheitliche Schäden (wir berichteten). Wir sprachen darüber mit Herbert Richter, für den der Landkreislauf 2009 die letzte Herausforderung als Sportbeauftragter des Landratsamtes sein wird. Seit 1. Juni ist er bekanntlich Geschäftsführer der vhs Augsburger Land.

Hallo, Herr Richter. Ist denn die Angst des FC Dinkelscherben vor austretenden Gift- und Schadstoffen auf dem Gersthofer Müllberg begründet?

Richter: In keinster Weise! Es ist ganz einfach ein organisatorisches Problem. Der Müllberg ist nun mal für die Öffentlichkeit geschlossen. Jede Begehung bedarf einer Genehmigung und gewisser Sicherheitsauflagen. Deshalb war auch ein Training nicht möglich. Das hätte eine Kosten- und Organisationslawine nach sich gezogen, die den ehrenamtlichen Helfer und dem Steuerzahler nicht zuzumuten ist.

Es besteht als keinerlei Gefahr?

"Eine Gefährdung ist absolut ausgeschlossen"

Richter: Nein. Überhaupt nicht! Eine Gefährdung ist absolut ausgeschlossen. Regelmäßige Messungen haben in der Vergangenheit keine Abweichungen zu beliebigen anderen Messpunkten ergeben. Von Giftmüllgasen kann keine Rede sein. Die Behörden würden den Berg ansonsten ja nicht freigeben. Auch für das Landratsamt als Veranstalter steht der Läufer und seine Gesundheit immer im Vordergrund. Und auch der FC Dinkelscherben schickt ja sein B- und C-Team. So schlimm kann es also nicht sein.

Sind aufgrund der außergewöhnlichen Streckenführung mehr Sicherheitskräfte im Einsatz?

Richter: Es werden einige Posten am Ein- und Ausgang des Müllberg-Geländes stehen, damit wirklich nur Sportler das Areal betreten. Ansonsten haben wir wie immer im Vorfeld alle Wege mit dem Roten Kreuz abgefahren. Die Erstversorgung ist auf der gesamten Laufstrecke gegeben, ein Arzt vor Ort.

Was sagen Sie zur Kritik des FC Dinkelscherben, dass ein Verbot von Zelten und Pavillions das Ambiente verändern würde?

Richter: Zunächst einmal wundert es mich sehr, dass der Verein mit seinen Anliegen an die Öffentlichkeit gegangen ist. Bei uns im Landratsamt hat sich nie ein Verantwortlicher des FC Dinkelscherben nach den Möglichkeiten erkundigt. Auch für einen Pavillion wäre sicherlich irgendwo Platz gewesen. Aber wir wollten das bewusst nicht forcieren, weil ganz einfach der Platz nicht vorhanden ist. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass auch das sportliche Zusammenleben auf einer Tribüne, wie sie in der Sportarena vorhanden ist, ein gewisses Flair hat und ganz toll angenommen wird.

Müllberg ist die Attraktion

Zum Schluss noch ein Wort zur Strecke durch die "öde Lechebene", von der manche Dinkelscherbener Läufer-Diven angeblich traumatisiert werden.

Richter: Das Interessante am Landkreislauf ist ja, dass jeder Lauf und jede Strecke anders ist und auf den Veranstaltungsort abgestimmt ist. Die Wegführung in Gersthofen ist zwar bis auf den Müllberg ziemlich flach, aber ganz bestimmt nicht öd. Immerhin geht es durch das äußerst attraktive Naturschutzgebiet "Firnhaberauer Heide". Und glauben Sie mir, der Weg über den Müllberg wird die Attraktion schlechthin werden.

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