Aystetten

23.07.2018

Eine vogelwilde Pfeiferei

Immer wieder intervenierte Aystettens Trainer Marco Löring bei Schiedsrichter Yannik Eberhardt, der hier Max Klotz (rechts) vom Platz gestellt hat. 
Bild: Andreas Mayr

Der SV Cosmos Aystetten sieht sich in Garmisch-Partenkirchen erneut benachteiligt

„Wenn ich keine Ahnung von etwas habe, sollte ich es lassen. Ich schneide ja auch nicht meinen Spielern die Haare.“ Im Allgemeinen hält sich Marco Löring mit der Kritik an den Schiedsrichtern eher zurück. Nachdem sich der SV Cosmos Aystetten aber schon zum zweiten Mal hintereinander benachteiligt sah, zeigte sich der Trainer nach dem 2:2 beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen ziemlich angefressen.

„Da fährt man zweieinhalb Stunden hin, betreibt einen Riesenaufwand und dann macht der Schiedsrichter das Spiel kaputt“, spricht er die Schlüsselszene der Partie an. „Wir haben ein mega-gutes Spiel gemacht, führen 2:0 und plötzlich hat der Schiri eine Idee.“ Der Elfmeter sei – wenn überhaupt – ein Foul an Maximilian Klotz gewesen. Dass der Unparteiische Yannik Eberhardt (Burgberg), der in Baden-Württemberg sogar Oberliga pfeift, die Gelbe Karte zunächst dem an der Kollision völlig unbeteiligten Gheorge Gosa gezeigt habe, spreche Bände. Für Klotz, der den Irrtum sportlich fair aufklärte, war das Spiel dann zwei Minuten später beendet. Für ein Allerweltsfoul sah er eine laut Löring „total unrealistische“ die Gelbe Karte und musste folglich vom Platz. „Das gast mich an, weil wir das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt so dermaßen im Griff gehabt hatten. Wenn das nicht passiert, fahren wir mit drei Punkten nach Hause. Das war vogelwild.“

Die Aufregung ist verständlich, denn bereits am vergangenen Mittwoch hatte der Unparteiische einem wohl regulären Treffer von Xhevalin Berisha, der in letzten Sekunden den Ausgleich gegen den SV Egg an der Günz bedeutet hätte, aberkannt. Löring: „Für die Mannschaft freut es mich, dass sie wenigstens einen Punkt mitgenommen hat.“

Dazu beigetragen hat auch Gheorge Gosa. Der mittlerweile 37-jährige, der für seinen rumänischen Heimatverein Cluj einst Champions League gespielt hat und zuletzt in der zweiten Mannschaft des SV Cosmos gekickt hat, gab als Innenverteidiger sein Landesliga-Debüt. „Er hat lange nicht mehr gespielt und ein paar Minuten gebraucht“, so Löring, „dann hat er seine Erfahrung ausgespielt. Überragend.“ Marco Löring war aber nicht mit Gosa zufrieden: „Wir wollten einen Punkt und hätten gewinnen können“, lobte er seinen Minikader: „Die, die da waren, haben das Zeug in der Landesliga zu spielen.“ (oli)

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