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Biberbach

12.01.2020

Erfolgserlebnisse waren Mangelware

„Schenkt das Spiel doch nicht ab! Ihr könnt es doch besser!“ Bis zuletzt motivierte Trainer Fabian Wolf seine Spielerinnen vom SC Biberbach, die im Halbfinale dem späteren schwäbischen Meister SpVgg Kaufbeuren mit 2:5 unterlagen.
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„Schenkt das Spiel doch nicht ab! Ihr könnt es doch besser!“ Bis zuletzt motivierte Trainer Fabian Wolf seine Spielerinnen vom SC Biberbach, die im Halbfinale dem späteren schwäbischen Meister SpVgg Kaufbeuren mit 2:5 unterlagen.
Bild: Oliver Reiser

Warum Fabian Wolf als Spieler des TSV Meitingen und als Trainer der Frauen des SC Biberbach leer ausging und der Favorit SSV Anhausen strauchelte

Nein, ein gebrauchter Tag sei es nicht gewesen. Schließlich dürfe man ja nicht oft in seinem Fußballleben an einer derartigen Veranstaltung wie der schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball teilnehmen. Schon gleich gar nicht in Doppelfunktion als Spieler des Bezirksligisten TSV Meitingen und als Trainer der Landesliga-Frauen des SC Biberbach. Fabian Wolf bemühte nach dem Turnier in der Günzburger Rebayhalle, bei dem für den 27-Jährigen Erfolgserlebnisse Mangelware waren, die alte Olympische Weisheit, dass dabei sein ja schließlich alles sei. Dabei bemühte er sich, die Enttäuschung für sich zu behalten.

Gegen den späteren Sieger unter Wert verkauft

Statt Lust war nämlich Frust angesagt. Mit drei Niederlagen war er mit dem TSV Meitingen schon nach der Vorrunde ausgeschieden (siehe Bericht unten). Und für seine Damen war nach einer 2:5-Niederlage gegen die SpVgg Kaufbeuren der Nachmittag ebenfalls schnell vorbei. „Zu viel Respekt, Angst und Nervosität“, konstatierte Wolf. Nachdem Yasmin Brem an der starken Kaufbeurener Torhüterin gescheitert war, kamen die Allgäuerinnen immer besser ins Spiel. Erst beim Stand von 0:4 konnten die Gelb-Schwarzen den Ehrentreffer durch Michele Perfetto bejubeln. Nina Haupt erzielte dann den letzten Treffer der Partie. Mit Beifall wurde die Mannschaft von ihren Fans verabschiedet. „Wir haben uns unter Wert verkauft“, so Wolf, „bei den zwei Toren haben wir ja gezeigt, dass wir es eigentlich können. Wir hatten keinen Anspruch, hier ins Finale zu kommen, aber wir haben durch unseren Sieg über den Regionalligisten Schwaben Augsburg in der Vorrunde zumindest dafür gesorgt, dass es einen neuen Meister geben wird.“ Das wurde dann am Ende die SpVgg Kaufbeuren durch einen 1:0-Sieg gegen die SG Dietmannsried/Untrasried/Probstried.

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Nicht viel besser erging es den Frauen des SSV Anhausen, die sich zumindest eine Teilnahme am Endspiel ausgerechnet hatten. Doch als der Landesligist nach langer Wartezeit endlich aufs Parkett durften, konnten auch er seine Nervosität nicht ablegen. „Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft“, befand Trainer Johann Wenni nach der 0:1-Niederlage gegen die SG Dietmannsried/Untrasried/Probstried. Seine Schützlinge waren zwar spielerisch eindeutig überlegen, brachten das Spielgerät aber nicht im Tor unter. Isabella Schalk und Lena Wiedemann zielten vorbei, Hanna Lehmeyer scheiterte an der Torhüterin und Lotta Edelmann an der Querlatte. So wurde man vom Süd-Bezirksligist nach einem Stockfehler klassisch ausgekontert. Am Ende tropften die Minuten von der Uhr und die Anhauserinnen fanden kein Durchkommen. „Dieses Spiel dürfen wir nie und nimmer verliren“, ärgerte sich Wenni. „Wir waren klar dominierend aber vor dem Tor viel zu hektisch. Wenn wir nicht 1:0 führen, werden wir zappelig. Das zieht sich schon durch die ganze Saison.“

Wenigstens ein ehemaliger Anhauser hatte am Ende Grund zur Freude. Martin Weng, in der Saison 2015/16 und 16/17 für den SSV als kickender Coach in der Kreisklasse am Ball, konnte als Trainer des Landesligisten FC Gundelfingen zum zweiten Mal hintereinander den Meistertitel gewinne.

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