Landesliga Südwest

16.07.2014

Es war nicht alles schlecht

Geht doch! Drittliga-Schiedsrichter Florian Werndl notiert den ersten Treffer des TSV Gersthofen in dieser Saison. Erzielt hatte ihn Neuzugang Abdul Rahmane Dia. Es freuen sich Stefan Leiteritz, Marco Baur, der Torschütze, Alexander Götz (verdeckt), Florian Linder und Stefan Schnurrer (von links).
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Gersthofen hat kaum Zeit, die 1:3-Heimniederlage gegen Egg zu verdauen, da steht schon das nächste Spiel bei einem weiteren Aufsteiger an

Es geht Schlag auf Schlag. Am heutigen Mittwoch steht in der Fußball-Landesliga Südwest bereits der zweite Spieltag auf dem Programm. Der TSV Gersthofen hat es dabei mit einem weiteren Aufsteiger zu tun: Um 18.30 Uhr gastierten die Lechstädter beim SV Planegg-Krailling.

Ist die aufgrund drastischer Sparmaßnahmen völlig runderneuerte Truppe des TSV Gersthofen in der Landesliga Südwest überhaupt konkurrenzfähig? Diese Frage stellten sich die meisten der 130 Zuschauer vor dem Saisonauftaktspiel gegen den Neuling SV Egg an der Günz. Nach der 1:3-Heimniederlage lässt sich diese Frage noch nicht wirklich beantworten. Zu viel hat sich verändert.

14 Spieler haben den Verein verlassen. So war Torhüter Stefan Brunner, der gleich am ersten Spieltag in die „FuPa-Elf der Woche“ der Landesliga Südwest gewählt wurde, der letzte Mohikaner von der Stammbesetzung der abgelaufenen Saison. Vor ihm stand mit Michaele Muscillo, Alexander Götz, Marco Baur, Yeansen Stetter und Stefan Schnurrer ein Quintett, das zuletzt überwiegend in der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse kickte. Dazu mit Ahmet Yildiz, Florian Linder und Damjan Canovic drei gerade der A-Jugend entwachsene Spieler.

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Zukunft und Struktur wird komplett neu überdacht

„Wir sind der Meinung, dass die Zukunft nur aus den eigenen Reihen kommen kann“, erklärt Abteilungsleiter Klaus Assum die komplett neu überdachte Zukunft und Struktur der Abteilung und den damit verbundenen Radikalumbruch. „Ich hoffe, dass die Zuschauer diesen Weg mit uns gehen.“ Die letzten Jahre sei schließlich aus dem Umfeld immer wieder gefordert worden, den eigenen Nachwuchs zu fördern.

Am Spieltag selbst fehlten mit den beiden Neuzugängen Mark Huckle und Dejan Mijailovic (vom TSV Friedberg) und Erik Repennig drei Akteure mit Landesliga-Erfahrung. „Sie sind noch verletzt, kommen aber in den nächsten Wochen wieder dazu“, so Trainer Ivan Konjevic, der kurz vor Spielbeginn noch einmal umstellen musste, weil sich Alexander Bregulla und Christian Bestele mit Rückenproblemen abmeldeten.

Zum anderen hatte Last-Minute-Neuzugang Abdul Rahmane Dia erst dreimal mit der Mannschaft trainiert. Trotz körperlicher Defizite deutete der Neuzugang vom Kreisliga-Absteiger Türk SV Königsbrunn seine Klasse an. Nicht nur beim Treffer zum 1:1, als er das Leder sehenswert im Winkel versenkte. Als der Senegalese wenig später zauberte, erntete er Szenenapplaus. Dia könnte ein neuer Publikumsliebling werden. „Es war nicht alles schlecht“, bilanzierte Konjevic nach dem 1:3 gegen den SV Egg an der Günz. „Eine gute Mannschaft“, konstatierte auch Conny Höß, der spionierende Präsident des FC Pipinsried, „die sind schließlich in der Bezirksliga Süd souverän Meister geworden.“

Als Meister der Bezirksliga Oberbayern Süd ist der SV Planegg-Krailling aufgestiegen. Und gleich am ersten Spieltag hat der Neuling eine Duftmarke gesetzt. Beim hoch gehandelten TSV Nördlingen holte man ein 1:1-Unentschieden.

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