Aystetten

02.02.2019

Es wird ein langer, harter Weg

Trainer Marco Löring und Kaan Dogan führten oft intensive Gespräche.
Bild: Oliver Reiser

Vor dem ersten Test trennt sich der SV Cosmos Aystetten von einem Spieler. Warum ein möglicher Neuzugang keine Spielgenehmigung erhält

Seit einer Woche bereiten sich die Fußballer des SV Cosmos Aystetten auf die Restsaison in der Landesliga Südwest vor. Überwintern durften die Blau-Weißen mit 25 Punkten zwar auf dem ersten Tabellenplatz, der den gesicherten Klassenerhalt verspricht, doch spürt man den kalten Hauch der auf den Abstiegs-Relegationsplätzen liegenden FC Gundelfingen, TuS Geretsried (je 22) oder FV Illertissen II (21) im Nacken. „Es wird ein langer, harter Weg“, sagt Trainer Marco Löring, der die Lage im bekanntlich immer schwereren zweiten Jahr für einen Aufsteiger realistisch einschätzt.

Diesen noch zwölf Spieltage andauernden Weg nicht mehr mitgehen wird Kaan Dogan, der zum Süd-Bezirksligisten SV Türkgücü Königsbrunn gewechselt ist. „Er hätte das Zeug zum Landesliga-Spieler, ist allerdings ein spezieller Charakter“, sagt Löring. In Aystetten sei man sich jedoch nicht sicher, „ob er Abstiegskampf so richtig kann“. Die Trennung von Dogan, der sich oft als Bruder Leichtfuß präsentierte und nicht an Lörings taktische Vorgaben hielt, habe keine leistungstechnischen Gründe. „Er passt gut zu Türkgücü Königsbrunn, wird dort seinen weiteren Weg machen“, sagt Löring über den 20-jährigen Türken, der in dieser Saison 17 Spiele für die Cosmonauten bestritten und dabei drei Treffer erzielt hat. Zwei davon markierte der 1,75 Meter große Angreifer beim 3:2-Sieg gegen den SC Olching per Kopf. Vergangene Saison war er 24 Mal am Ball.

So müssen die verbliebenen Spieler des knapp bemessenen Kaders enger zusammenrücken. Marco Löring ist guter Dinge. „Alle sind fit“, freut er sich, dass er mit den Langzeitverletzten Manuel Britsch (kam im Sommer vom TSV Schwabmünchen) und Daniel Michl quasi zwei interne Neuzugänge begrüßen kann. Einziger externen Neuzugang ist bisher Stefan Schnurrer vom TSV Gersthofen.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Ein junger Kroate in der Warteschleife

Eigentlich hätten sie beim SV Cosmos Aystetten ja noch einen weiteren Neuen. Denn im Training, an dem Britsch und Michl als so genannte „freie Männer“ mitwirken, die nicht körperlich attackiert werden dürfen, steht auch Dino Tuksa. Der junge Kroate, der über England nach Deutschland kam, wäre eine Allzweckwaffe für die Offensive. Doch Tuksa hat im Oktober vergangenen Jahres einen Wechsel zum Augsburger Kreisklassisten KSV Trenk, bei dem der ehemaliger Cosmos-Coach Ivan Konjevic die Kommandos gibt, vollzogen. Und wie die Passstelle des BFV den Aystettern diese Woche mitteilte, gilt die als Wechsel in der zweiten Transferphase, da die erste am 31. August endet. „Und zwei Wechsel in einer Phase sind nicht möglich“, so Löring. Da der junge Kroate beim KSV Trenk in Augsburg nie gespielt hat, will man nun prüfen, ob es eventuell eine Möglichkeit gibt, ihn zumindestens mit einer Sondergenehmigung in Freundschaftsspielen einsetzen zu können.

Die erste Gelegenheit dazu böte sich am morgigen Sonntag, wenn der SV Cosmos Aystetten um 14 Uhr auf dem Neusässer Kunstrasen in seinem ersten Testspiel auf den Bezirksligisten SC Altenmünster trifft. Der lange harte Weg zum Klassenerhalt kann beginnen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20FIG_wertingenmertingensony0030(1).tif
Fußball

Vierte Bruchlandung vermeiden

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen