Basketball

25.01.2014

Euphorie weicht Ernüchterung

Ups! Nach nur zwei Spielen für die BG Leitershofen/Stadtbergen muss Neuzugang Kevin Wysocki (links) bereits eine Sperre absitzen. Er wurde in Lich nach einem Gerempel disqualifiziert. Rechts Michael Hofmann.
Bild: Marcus Merk

BG Leitershofen/Stadtbergen muss im Heimspiel gegen Rhöndorf auf seine beiden Winter-Neuverpflichtungen verzichten, hofft aber auf Unterstützung durch die Zuschauer

Stadtbergen Die Euphorie, die bei der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen nach dem tollen Jahresauftakt gegen Weißenhorn bei Team und Fans ausgebrochen war, hat sich schnell gelegt. Nachdem das Team durch die beiden Neuzugänge Calvin Henry und Kevin Wysocki die Qualität erreicht hatte, die zum Bestehen in der 2. Basketball-Bundesliga PRO B notwendig ist, hat man nun bereits nach zwei Wochen das Rad wieder zurückdrehen müssen. Das Heimspiel gegen die Dragons Rhöndorf (Samstag, 19.30 Uhr, Osterfeldhalle) müssen die Kangaroos ohne ihre beiden Neuerwerbungen bestreiten.

Henry hat sich bereits vor dem letzten Spiel kurz nach der Wechselfrist wegen der Krankheit seiner Lebensgefährtin wieder nach Australien verabschiedet, und Wysocki wurde beim Spiel in Lich kurz vor Schluss nach einem Rempler gegen seinen Gegenspieler disqualifiziert, nachdem er zuvor allerdings selbst mit Ellenbogenschlägen traktiert wurde. Ob dies durch einen Gegenspieler geschah oder die sich bereits auf dem Spielfeld befindenden Zuschauer – darüber gab auch die Videoaufzeichnung aus Lich keinen Aufschluss. Noch steht das Urteil der Liga aus. Unabhängig davon zieht ein disqualifizierendes Foul aber immer eine Sperre nach sich.

Angesichts der aktuellen Lage ist man etwas konsterniert

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BG-Abteilungsleiter Andres Santiago zeigte sich dann auch etwas konsterniert angesichts der aktuellen Lage: „Wir waren gerade dabei, die Euphorie zu entfachen, und dann fallen uns wie schon in der Hinrunde wieder die Spieler aus. Dazu kommt noch, dass wir mit einem Sieg in Lich, der ja zum Greifen nahe war, plötzlich wieder in Reichweite zu einer ganzen Anzahl an Teams in der Tabelle gewesen wären. Wenn man ehrlich ist, geht einem der Verlauf der Saison schon an die Nieren, vor allem die zeitlich enge Schiene an personellen Hiobsbotschaften, die uns laufend erreichen. Trotzdem wird unser Trainerteam auch die verbleibenden Spieler wieder gut einstellen und alles versuchen, damit wir gegen eine solch starke Mannschaft wie Rhöndorf bestehen können“, so Santiago.

Dies sieht der angesprochene Cheftrainer Ado Badnjevic ähnlich. „Wir haben trotzdem diese Woche gut trainiert. Natürlich schmerzen die Ausfälle, aber gerade die jungen Spieler haben zuletzt auch gesehen, dass sie mithalten können. Sie haben jetzt die Chance, ihr Potenzial zu zeigen. Und dann hoffe ich natürlich, dass die Zuschauer jetzt nicht sagen, gegen Rhöndorf geht doch eh nichts, da bleiben wir mal zu Hause. Gerade jetzt benötigt das Team die Hilfe der Fans, und wann kann man schon einmal so viele Augsburger Eigengewächse in der PRO B sehen wie am Samstagabend in der Osterfeldhalle“, so der Kangaroo-Übungsleiter. Aus der jungen Garde hat Badnjevic Nico Breuer (19), Julian Breuer (17), Max Uhlich (19) und Florian Spindler (18) im Kader. Mit Raphael Braun (19) fehlt ein weiterer Akteur aus der Gruppe „Jugend forscht“ am Samstag verletzungsbedingt.

Gerade auf diese Spieler kommt am Wochenende Schwerstarbeit zu, da sie ja auch bei den Young Kangaroos am Sonntag (Anpfiff 16.30 Uhr, Osterfeldhalle, Eintritt frei) Lokalderby in der Regionalliga gegen den TSV 1847 Schwaben Augsburg ranmüssen. Das prestigeträchtige Duell gegen den Ortsnachbarn würde man natürlich gerne gewinnen, auch weil die Mannschaft von Trainer Daniel Hamberger ebenfalls dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigt.

Die Violetten aus der Nachbarstadt bewegen sich aktuell im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, hatten ohne den momentan verletzt fehlenden Exleitershofer Dominik Veney aber auch ein paar Probleme. Eine Rückkehr wird es dagegen für Felix Förster geben. Der langjährige Kangaroo-Kapitän fristet seine Basketball-Rente seit zwei Jahren beim Ortsrivalen und ist trotz inzwischen fortgeschrittenen Alters noch immer einer der Topscorer des Gegners. Ihn gilt es in erster Linie auszuschalten. (asan)

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