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Fußball

25.03.2015

Ex-FCA-Star trainiert Asylanten

Die Flüchtlinge, die in Gersthofen untergebracht sind, haben ihren Fußballtrainer Andi Dörr schon in ihrer Mitte aufgenommen. Unterstützer der Aktion sind auch Manfred Lamprecht und Herbert Lenz (vordere Reihe, von links) sowie Klaus Assum von der Fußballabteilung des TSV (rechts).
Bild: Oliver Reiser

Wie Andi Dörr, der in den 90er-Jahren Kapitän des heutigen Bundesligisten war, dazu kam, 22 jungen Männern aus Eritrea und Syrien das Kicken beizubringen

In der Saison 1993/94 stieg Andreas Dörr mit dem den FC Augsburg aus der Bayernliga in die Regionalliga auf. Jahrelang führte er den jetzigen Bundesligisten als Kapitän aufs Feld, klopfte mehrmals ans Tor zur Zweiten Liga. Dörr war eine Galionsfigur. Dörr hat aber auch ein großes Herz und viel Enthusiasmus. Als er von dem Ansinnen der in Gersthofen untergebrachten Asylanten hörte, dass die gerne unter Anleitung Fußball spielen wollten, sagte er sofort zu, das Training zu übernehmen.

Wie es dazu kam? Die jungen Männer hatten ihren Wunsch nach einem geregelten Fußballtraining, an Ira Bodenmüller von der Diakonie Augsburg, die die Flüchtlinge in Gersthofen betreut, herangetragen. Das erfuhr Stadträtin Barbara Lamprecht, die über dieses Thema mit ihrem Ehemann sprach. Manfred Lamprecht war nicht nur sofort Feuer und Flamme, er konnte auch seinen Arbeitskollegen Andi Dörr für dieses Unterfangen entflammen.

Bereits im Vorfeld hatte Lamprecht bei verschiedenen Sportgeschäften Schuhe und Ausrüstungsgegenstände gesammelt. Unterstützung kam auch vom FCA und von der Fußballabteilung des TSV Gersthofen. Zuletzt konnte sogar ein kompletter Satz Trikots übergeben werden. Mit großer Begeisterung wurden diese gleich übergezogen, bevor der neue Trainer eine Ansprache an die 22 Spieler, die größtenteils aus Eritrea und aus Syrien kommen, hielt.

„Ich gebe mein Bestes, das erwarte ich auch von euch“

„Deutschland ist der aktuelle Fußball-Weltmeister. Und ein Grund dafür ist die Disziplin. Ich erwarte, dass alle konzentriert mitmachen. Wir haben ein Ziel. Wir wollen eine Mannschaft bilden. Wichtig ist auch, dass ihr alle gewinnen wollt“, appellierte Andi Dörr auf Englisch an seine künftigen Schützlinge. „Ich gebe mein Bestes und das erwarte ich auch von euch!“

Zum ersten Mal trifft Andi Dörr, der von Werner Kamm unterstützt wird, am heutigen Mittwoch am Sportplatz an der Schubertstraße auf seine Schützlinge. Schon bald will man ein Freundschaftsspiel austragen. „Bis dahin sollen sich die Spieler zusammen mit ihren Trainern selbst einen Namen aussuchen“, sagt Manfred Lamprecht.

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