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Landesliga Südwest

23.03.2015

Frühlingsgefühle jäh zerstört

Auf dem harten Boden der Tatsachen sind Dario Kucjenic und der TSV Gersthofen wieder gelandet. Nach zuletzt vier Punkten in Folge gab es gegen Dinkelsbühl eine 0:3-Heimniederlage.
Bild: Marcus Merk

Nach vier Punkten aus den ersten beiden Spielen ist der Aufwärtstrend von Schlusslicht TSV Gersthofen schon wieder gestoppt

So wie das Wetter am Samstagnachmittag innerhalb weniger Stunden vom Frühlings- auf den Wintermodus zurückschlug, so jäh endeten auch die Frühlingsgefühle, die sich beim TSV Gersthofen nach dem 2:0-Sieg gegen Kaufbeuren und dem 0:0 in Oberweikertshofen breit gemacht hatten. Innerhalb von 90 schwachen Minuten war das zarte Pflänzchen Hoffnung im Lager des Schlusslichts der Fußball-Landesliga Südwest nach der 0:3-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Dinkelsbühl schon wieder zerstört.

„Wir waren gar nicht auf dem Platz“, ärgerte sich Trainer Ivan Konjevic, „und wenn, waren wir viel zu weit von unseren Gegenspielern weg.“ Schon nach sechs Minuten wurde dies zum ersten Mal bestraft. Nach einem Abspielfehler von Yeansen Stetter steckte Matthias Arnold für Stefan Gruber durch, der Torhüter Stefan Brunner beim 0:1 keine Chance ließ. Diskussionen flammten auf, ob es nicht besser gewesen wäre, erneut auf dem kleinen Kunstrasenplatz zu spielen. Dort wären vielleicht die Räume für die Gästekonter nicht ganz so groß gewesen.

Kompakte und robuste Gäste nutzen geschickt die Räume

Bereits nach einer Viertelstunde schickte Konjevic seine komplette Bank zum Warmlaufen. Ein deutliches Zeichen für Unzufriedenheit. Der TSV Gersthofen hatte lediglich eine Szene, als sich Martina Lombaya mit einem feinen Hackentrick durchsetzte und auf dem Weg zum Tor von Steffen Engelhardt im Strafraum mit einem Crosscheck abgeräumt wurde. Schiedsrichter Oliver Jüllig (Hilpoltstein) brachte hier anscheinend Eishockey-Regeln zur Anwendung. Er pfiff keinen Elfmeter (26.). Nach einer halben Stunde kam dann Nikola Cvetic für den angeschlagenen Abdu Rahmane Dia und der TSV etwas besser ins Spiel. Doch in der 33. Minute setzen die kompakten, robusten und rustikalen Gäste den zweiten Dolchstoß. Diesmal nutzte Tim Müller den ihm zugestandenen Platz, steuerte allein auf Brunner zu und vollstreckte zum 0:2.

„Da kommen die zweimal durch und zweimal hat’s geklingelt“, konnte es Abteilungsleiter Klaus Assum kaum fassen. Aber auch er musste eingestehen, dass das Gersthofer Spiel nach vorne lediglich Stückwerk war. Einzige Ausnahme: Fünf Minuten nach dem Wechsel flankte Stefan Schnurrer zentimetergenau auf Nikola Cvetic, doch der köpfte aus fünf Metern Dinkelsbühls Torhüter Deeg genau in die Arme. Kurz darauf scheiterte der baumlange Serbe erneut per Kopf am Gästeschlussmann. „Wenn uns hier der Anschlusstreffer gelungen wäre, hätten wir vielleicht noch eine Wende geschafft“, so Konjevic.

So fiel das Gersthofer Kartenhaus mehr und mehr ins sich zusammen. Brunner bewahrte seine Mannschaft bei einem Kopfball von Sebastian Arold vor einem höheren Rückstand (66.). Stefan Gruber hatte nach Fehler von Gökmen Ertürk das 0:3 auf dem Fuß (69.). Das gelang schließlich Abwehrspieler Steffen Engelhardt, der ungestört über das halbe Spielfeld laufen konnte, Marvin Dörrs verzweifelte Grätsche übersprang und eiskalt einnetzte (76.). Dinkelsbühl war dem vierten Treffer näher, als Gersthofen dem ersten. Erik Repennig und Damian Canovic hatten Glück, das sie nach Handspiel und Foul gegen den überragenden Tim Müller nicht Rot sahen und einem Elfmeter hinnehmen mussten (85.). „Wir haben verdient verloren“, musste Ivan Konjevic einräumen. Es war inzwischen wieder richtig kalt geworden rund um den Kunstrasenplatz der Selgros-Arena. Von Frühlingserwachen keine Spur.

TSV Gersthofen: Brunner – Stetter, Repennig, Canovic, Dörr – Leiteritz (60. Simic), Kucjenic (67. Ertürk) – Schnurrer, Mijailovic, Lombaya – Dia (30. Cvetic).

Sportfreunde Dinkelsbühl: Deeg – Engelhardt, Hähnlein, J. Müller, Neuhäusler (75. Ph. Müller) – Eiberger (71. Raddatz), S. Arold, Cosentino – Gruber, M. Arold (88. Meier), T. Müller.

Tore: 0:1 Gruber (6.). 0:2 T. Müller (33.), 0:3 Engelhardt (76.). – Schiedsrichter: Oliver Jüllig (Hilpoltstein). – Zuschauer: 86.

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