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Gleitschirmfliegen

01.12.2018

Höhenflug beginnt in Horgau

Die erfolgreichsten und vielseitigsten Gleitschirmpiloten 2018 von Para-Air wurden geehrt: (von links) Vorsitzender Engelbert Kohler, Robert Haugg, Tim Roser, Thomas Ullmann und Markus Schmidt.
Bild: Johann Kohler

Wo der Grundstein zum Aufstieg von Para-Air Augsburg-West in die 1. Bundesliga gelegt wurde

172 Gleitschirmvereine des Deutschen Hängegleiter-Verbandes starteten 2018 in der Zweiten Bundesliga und versuchten in die Top 18 der Ersten Bundesliga zu kommen beziehungsweise zu fliegen. Die Wettkampfsaison bei den Gleitschirmfliegern dauerte vom 15. März bis 15. September, und in dieser Zeit konnten an den 29 Wochenenden in ganz Europa Wertungsflüge absolviert werden, wobei die besten drei Piloten eines Vereins, die die weitesten Strecken zurückgelegt hatten, gewertet wurden. Buchstäblich in letzter Sekunde stand dann nach Abschluss der Wettkämpfe die Sensation fest.

Auf den letzten Drücker wurden die lange führenden Ostallgäuer Drachen- und Gleitschirmflieger vom ersten Platz verdrängt, und im Rothtal konnten die Meisterschaft und der Aufstieg von Para-Air Augsburg West gefeiert werden. Nach den Worten des Vorsitzenden Engelbert Kohler und Statistikers Thomas Ullmann bei der Jahresschlussveranstaltung kam ihrem Verein ein glücklicher Umstand am letzten Wettkampftag zugute.

Während die Allgäuer am Breitenberg wegen fehlender Thermik zur Untätigkeit gezwungen waren, konnte auf dem heimischen Flugfeld in Auerbach mit der Winde gestartet werden. Und hier wurden die noch notwendigen Kilometer und Punkte erreicht und der Höhenflug in die Erste Bundesliga gestartet werden. Insgesamt waren von Para-Air Augsburg West mit Sitz in Horgau 22 Piloten an diesem Erfolg beteiligt, die in 60 Flügen mit insgesamt 3066 Kilometer in der Luft waren. Die meisten Punkte steuerten Robert Haugg (Horgau), Wolfgang Haertl (Diedorf) und Andy Friesinger aus Augsburg bei. „Unser Ziel 2019 wird sein, die Klasse zu halten und nicht unter den fünf Absteigern zu sein“, so Engelbert Kohler.

Das notwendige Können dazu holen sich die 122 Mitglieder des Vereines außer in den Alpen, dem Bayerischen Wald, Altmühltal und der Schwäbischen Alp vorwiegend auf dem Flugfeld in Auerbach. Durch das gute Wetter heuer begünstigt, wurden insgesamt 799 Schlepps und eine große Anzahl Schulungsflüge absolviert.

Neben den Wertungsflügen in der Zweiten Bundesliga standen die Vereinsmeisterschaften im Mittelpunkt. Diese wurden als Zehnkampf durchgeführt mit Disziplinen wie Kilometerwertung, Windenschlepps und Streckenflug. Dabei konnten sechs Piloten in Auerbach nach Windenschlepps neue Rekorde aufstellen. So war Robert Haugg im Durchschnitt seiner Flüge jeweils zwei Stunden in der Luft und holte sich mit genau 2000 Punkten die Vereinsmeisterschaft. Auf den Plätzen folgten Markus Schmidt (Donauwörth/1579), Thomas Ullmann (Munderkingen/1447), Engelbert Kohler (Auerbach/1402) und Tim Roser (Donauwörth/1135).

Vorsitzender Engelbert Kohler bedankte sich bei allen Aktiven, insbesondere aber bei der Gemeinde Horgau und den Auerbacher Landwirten für die Bereitschaft, die Grundstücke für den Start- und Landebetrieb nutzen zu dürfen. Als kleines Dankeschön beteiligte sich der Verein bei der gemeindlichen Flursäuberungsaktion und organisierte Tandemflüge. So konnten unter anderem die Landwirtinnen Wally Mozet und Diana Kleinheinz ihre Heimat aus der Luft betrachten. Für 2019 wird das Augenmerk laut Zweitem Vorsitzenden Bernhard Tochtermann in Aus- und Weiterbildung, auf die Sicherheit und noch mehr Umweltfreundlichkeit gelenkt. So werde geprüft, ob die Motorwinde nicht auf Elektrobetrieb umgestellt werden kann.

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