Aystetten

23.05.2019

Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Nach der 0:3-Niederlage beim SVN München war bei den Spielern des SV Cosmos Aystetten der Frust groß. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga kann jetzt im Rückspiel am Sonntag nur noch ein Wunder helfen.
Bild: Marcus Merk

Nach einer torlosen ersten Hälfte bringt ein Doppelschlag den SV Cosmos Aystetten aus dem Gleis. Nach dem 0:3 in München bleibt nur noch der Glaube an den FC Liverpool

Der SV Cosmos Aystetten trudelt weiter der Bezirksliga entgegen. Im ersten Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Landesliga Süd verloren die Schützlinge von Trainer Marco Löring gestern Abend beim SVN München mit 0:3. Im Rückspiel am kommenden Sonntag müsste nun schon ein Fußball-Wunder herhalten, um diesen Rückstand noch umbiegen zu können.

Die ersten Zweikämpfe hatten die Aystetter schon bei der Anfahrt zu bestreiten. Mitten durch den Münchner Großstadt-Berufsverkehr dauerte die Anreise wesentlich länger als kalkuliert. Kurz vor dem Ziel musste Torhüter Valentin Coca gar noch ein Verkehrsschild aus dem Weg räumen, damit der Mannschaftsbus wenden konnte.

Eine Stunde später stand Coca dann überraschend im Tor des SV Cosmos. Auch auf der rechten Abwehrseite hatte Trainer Marco Löring mit Stefan Schnurrer für Dominik Isufi eine Überraschung für die wenigen mitgereisten Anhänger parat. Das Spiel der Dorfkicker gegen die Großstadttruppe verlief auf den von zahlreichen Ordnern bewachten Spielfeld im Schatten riesiger Hochhäuser neben der imposanten Sportanlage des 6000 Mitglieder zählenden Klubs im Münchner Osten zunächst ausgeglichen. Die Multi-Kulti-Truppe aus Neuperlach setzte zwar die spielerischen Akzente, Aystetten zeigte sich jedoch vor allem kämpferisch stark verbessert. „Wenn wir die letzten zwei Spiele so aufgetreten wären, hätten wir heute nicht hier sein müssen“, dachten die Fans laut nach.

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„Wir müssen den Kopf frei bekommen“, so Cosmos-Vorsitzender Thomas Pflüger vor dem Spiel. Das gelang zunächst gut. Die Gäste hatten sogar die ersten Gelegenheiten, als sich Maximilian Heckel rechts durchsetzte und Serkan Türkcan aus seiner Hereingabe beinahe ein Eigentor fabriziert hätte (17.). Thomas Hanselka köpfte einen Einwurf von Schnurrer vorbei (19.), Florian Linder traf das Spielgerät nicht richtig (26.). Die Gastgeber konnten nur einen Kopfball von Gerguri dagegenhalten (28.).

Nach dem Wechsel erhöhte der SVN München die Schlagzahl. Vourtsis wollte es mit einem Fallrückzieher zu schön machen (50.), Coca hielt gegen Amadodin (53.). Doch dann stand Dinos Gergun völlig blank vor ihm und netzte zum 1:0 ein (54.). Nur zwei Minuten später nutzte Dennis Yilmez die Verwirrung im Cosmos-Strafraum zum 2:0 (56.). Nach diesem Doppelschlag waren die Münchner Filigrantechniker aus aller Herren Länder in ihrem Element. „Wir brauchen ein Tor!“ Unter dieser Prämisse brachte Löring Dominik Isufi, der für viel Wirbel sorgte. Doch den Treffer zum 3:0 erzielte Dimitrios Vourtsis, der nicht angegriffen wurde (65.). Aystetten mühte sich um den so wichtigen Auswärtstreffer. Doch meistens stand man sich dabei selbst im Weg. Wie in der 80. Minute, als Maximilian Heckel Thomas Hanselka anschoss, oder Julian Bergmeier den Torwart (83.). Am Ende hatte man sogar noch Glück, dass Suheil Amadodis in der Nachspielzeit nur den Pfosten traf. So bleibt noch ein winziges Hoffnungsfünkchen namens FC Liverpool. „Ich habe den Jürgen Klopp gerade angerufen, aber er ist nicht ans Telefon gegangen“, bewies Thomas Pflüger Galgenhumor.

SVN München: Stacheter - Sagiroglu, Cakmak, Alex, Türkcan, Amadodoin, Imsak (89. Nikolaou), Rexhepi (84. Trabelsi), Gerguri, Vourtsis (86. Abasse), Yimez.

SV Cosmos Aystetten: Coca –Schnurrer, (66. Bergmair), Berisha, Sakrak, Klotz – Mijailovic – Markovic-Mandic, Drechsler, Heckel – Hanselka, Linder (61. Isufi).

Tore: 1:0 Gergun (52.), 2:0 Yimez (54.), 3:0 Vourtsis (65.). – Schiedsrichter: Stefan Dopfner (Falkenfels). – Zusch.: 272.

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