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Zusmarshausen/Dinkelscherben

12.03.2018

Joker lässt Dinkelscherben jubeln

Er kam, sah und traf. Dinkelscherbens Joker Alexander Berchtenbreiter (Mitte), der hier mit Manuel Degendorfer und Kapitän Maximilian Micheler (von rechts) den 1:0-Sieg bejubelt, war erst am Vortag aus Taiwan zurückgekehrt.
Bild: Oliver Reiser

Der erst am Vortag aus Taiwan zurückgekehrte Alexander Berchtenbreiter sorgt vor 300 Zuschauern für den Lucky Punch

„Bist du fit?“, fragte Michael Braxmeier, der coachende Co-Spielertrainer des TSV Dinkelscherben, seinen Angreifer Alexander Berchtenbreiter. Der sah ihn groß an, weil er gar nicht mit einem Einsatz gerechnet hatte. Der 28-Jährige war nämlich erst am Vortag von einem beruflichen Aufenthalt aus Taiwan zurückgekehrt und hatte noch mit dem Jetlag zu kämpfen. „Wir haben ihn einfach die letzten zehn Minuten reingeschmissen“, hatte Braxmeier gut lachen. Denn nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung ließ der Joker die Lila-Weißen im Derby beim TSV Zusmarshausen jubeln, indem er den Lucky Punch setzte. Mit diesem glücklichen 1:0-Sieg ist der TSV Dinkelscherben auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Kreisliga Augsburg geklettert.

Vor zwei Jahren gab es dieses im Vorfeld in den sozialen Medien als „Landkreis-Classico“ bezeichnete Derby noch in der Bezirksliga Nord. Dann ist erst der TSV Zusmarshausen, eine Saison später der in den Süden umgesiedelte TSV Dinkelscherben abgestiegen. Jetzt spielen die beiden langjährigen Kontrahenten aus dem westlichen Landkreis in der Fußball-Kreisliga Augsburg und dürfen beide noch in Richtung Aufstieg blicken. Halt! Seit dem gestrigen Sonntag trifft das wohl nur noch auf den TSV Dinkelscherben zu, der sich vor einer prächtigen Kulisse von rund 300 Zuschauern durchsetzen konnte.

Auf dem gut bespielbaren Platz zeigten zunächst die Kaiserberg-Kicker, warum sie mit sechs Siegen in Folge einen Lauf haben. Zusmarshausen kam kaum aus der eigenen Hälfte, aber zur ersten Gelegenheit. Ein Freistoß von Kapitän Daniel Laubmeier, der schon nach 35. Minuten verletzt ausscheiden musste, trudelte am langen Eck vorbei (14.). Aufseiten der Gäste war es immer wieder Josef Kastner, der mit Sololäufen für Gefahr sorgte. Aber entweder legte er sich den Ball zu weit vor (35.) oder er scheiterte am Zusser Schlussmann Felix Häberl (41.), der nach überstandener Verletzung seine Saisonpremiere feierte. Glück hatte er, als ein Kopfball von Daniel Wiener am Außenpfosten landete (38.).

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Als Zusmarshausen besser wird, schlägt Dinkelscherben zu

Nach dem Wechsel wurde das Spiel intensiver und hektischer. Anscheinend hatten beide Mannschaften begriffen, dass im Aufstiegsrennen nur ein Sieg weiterhelfen würde. Vor allem Zusmarshausen fand nun immer besser ins Spiel. Als Manuel Degendorfer recht rustikal an der Strafraumgrenze gegen Valentin Jaumann zu Werke ging, ballerte Sebastian Müller den fälligen Freistoß drüber (54.). Nach einem Schuss von Maximilian Görens musste Dinkelscherbens Keeper Niklas Dittmann gegen Jaumann nachfassen (66.) und auch nach einem Eckball des eingewechselten Andreas Belak brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste (78.). Mit Glück und Geschick überstanden sie diese Phase und schlugen dann zurück. Drei Minuten vor dem Ende konnte die Zusmarshauser Hintermannschaft gegen Josef Kastner nicht konsequent klären und Alexander Berchtenbreiter war zur Stelle. Für Dinkelscherben war es der siebte Sieg in Folge, während Zusmarshausen zum fünften Mal ohne Sieg bleibt. Die Gäste hatten damit auch Revanche genommen für die 1:2-Heimniederlage, nach der seinerzeit der TSV Zusmarshausen die Tabellenführung übernommen hatte.

TSV Zusmarshausen Häberl – Steinle, Schneider, Kuchenbaur, Demharter (57. Belak) – Görens (70. Stöckle), Laubmeier (35. Elze), Litzel, Müller – Rosam, Jaumann.

TSV Dinkelscherben Dittmann - Degendorfer – L. Hörtensteiner (90. Kraus), Alex, Girr – Zeller – D. Demharter (52. Avci), Kastner, Gschwilm (79. Berchtenbreiter) – Wiener.

Tore 0:1 Berchtenbreiter (87.). – Schiedsrichter Heinrich Deutscher (Inningen). – Zuschauer 300.

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