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Stadtbergen

17.11.2019

Kangaroos gehen im Dreierhagel unter

Ziemlich bedröppelt schlichen Lewis Londene, Emanuel Richter, Dominik Veney, Charly Brown und Jonas Sauer (von links) nach der 77:96-Heimpleite der BG Leitershofen/Stadtbergen im Spitzenspiel gegen Ansbach vom Parkett. 
Foto: Marcus Merk

Im Spitzenspiel kassiert die indisponierte BG Leitershofen/Stadtbergen die dritte Niederlage in Folge

Es war angerichtet für einen großen Basketball-Abend in der Stadtberger Sporthalle. Über 500 erwartungsfreudige Zuschauer wollten das Gipfeltreffen der 1. Regionalliga Südost zwischen Spitzenreiter Hapa Ansbach und dem Tabellenzweiten BG Leitershofen/Stadtbergen sehen. Die einzigen, die nicht mitspielten, waren die Kangaroos, die in den sozialen Medien Videos gepostet hatten, die vollen Einsatz versprachen. Nach einer vor allem im ersten Durchgang völlig indisponierten Vorstellung mussten die Schützlinge von Trainer Nenad Bekic eine bittere 77:96 (35:51)-Pleite hinnehmen und verabschiedeten sich nach der dritten Niederlage in Folge zunächst einmal aus dem Aufstiegsrennen.

Es war das blanke Entsetzen, das sich zur Pause in den Gesichtern der Verantwortlichen bei der BG Leitershofen/Stadtbergen spiegelte. Zwei Dreier von Emanuel Richter und Nino Tomic hatten unmittelbar vor der Sirene wenigstens noch einen Hauch Hoffnung am Leben erhalten. Ansonsten waren die Kangaroos so unsortiert durch die Halle gehüpft, wie die zahlreichen Nachwuchsbasketballer, die sich in der Pause auf dem Parkett tummelten.

Von Anfang an wurden Charly Brown und Emanuel Richter hautnah markiert, sodass das BG-Spiel nie in Fluss kam. Nach drei Minuten stand es schon 5:10. Beim 11:20 nahm Coach Nenad Bekic die erste Auszeit. Doch immer wenn es schien, als könnten die Hausherren Anschluss finden, trafen die Gäste mit traumwandlerischer Präzision. Ein 17:5-Zwischenspurt der Gäste sorgte für einen 16:33-Rückstand nach dem ersten Viertel.

Nachdem die BG auf 26:35 herangekommen war, vergab man beste Gelegenheiten fast schon kläglich, während die Dreier der Ansbacher scheinbar mühelos in die Reuse switchten. Insbesondere Spielmacher Tylik Evans und Amar Marcel Koulibaly mit den lustigen Zöpfchen verstanden keinen Spaß. Der Spitzenreiter zog mit einem 16:1-Run unaufhaltsam davon. Das ging alles viel zu schnell für die Kangaroos. Zu fehlendem Glück kam dann auch noch Pech hinzu. Bei Emanuel Richters Versuch drehte sich der Ball zweimal am Ring entlang, um dann doch wieder herauszuspringen.

„Im Basketball ist vieles möglich.“ Die Worte von Hallensprecher Hans Kiesling zu Beginn der zweiten Halbzeit klangen wie das berühmte Pfeifen im Wald. Lautstark fiel auch die Ansprache von Kapitän Dominik Veney auf dem Spielfeld an seine Mitstreiter aus. Doch der schlechte Film, in dem sich die Hausherren fühlen mussten, ging weiter. Die Kangaroos gingen im Dreierhagel der wie entfesselt aufspielenden Gäste, die einen weiteren 22:6-Run aufs Parkett legten, unter. Beim 37:61 landete der Ball zum 13. Mal jenseits der Dreierlinie im Korb, insgesamt waren es deren 16. Es schien, als würde der Spitzenreiter mit einem Zielfernrohr operieren, während die Heimischen, die nur sechs Dreier verzeichnen konnten, mit dem Ofenrohr ins Gebirge sahen.

Die Intensität der Ansbacher ließ nun ein wenig nach, weil die Körpersprache der Kangaroos verriet, dass sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden hatten. Einzig Jonas Sauer schien etwas dagegen zu haben. Der jüngste Akteur auf dem Feld kurbelte unentwegt das Spiel an und riss seine Mannschaftskollegen nochmals mit. Auch Max Uhlich setzte kämpferische Impulse, war mit Tip-Ins erfolgreich. Mit einem 22:4-Zischenspurt verkürzte man auf 64:77. Als Charly Brown die Kangaroos mit einem Dreier heranbrachte, hatte es die Zuschauer nochmals von den Sitzen gerissen. Doch mehr war an diesem Abend gegen die routinierten Ansbacher nicht drin: Dominik Veneys Ball sprang wieder raus, Emanuel Richters Versuch landete am Ring. Mit einem Dreier und einem Turnover sorgte der kleinste, aber alle überragende Spieler auf dem Feld, der nur 1,73 Meter große Tylik Evans (28 Punkte), für die endgültige Entscheidung. Nach dem 67:91 war der Käse gegessen. Beide Trainer brachten ihre Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz. Am kommenden Samstag beim Tabellenvierten FC Bayern München III müssen sich die Kangaroos wieder ganz anders präsentieren.

BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen Brown (20/2 Dreier), Lawson, Sauer (13/1 Dreier), Londene (10/1 Dreier), Hadzovic (7), Tomic (6/2 Dreier), Veney (6), Tesic , Richter (7/1 Dreier).

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