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Stadtbergen

26.01.2020

Kangaroos stehen sich selbst im Weg

Manchmal standen sich die Kangaroos gegen Herzogenaurach selbst im Weg und vergaben dadurch viele gute Gelegenheiten. Hier behindern sich Max Uhlich und Milan Tesic (von links). Zudem leistete man sich zwei Tiefschlafphasen.
Foto: Marcus Merk

BG Leitershofen/Stadtbergen leistet sich bei der 70:73-Heimniederlage gegen Herzogenaurach zwei Tiefschlafphasen

Kurz vor der Pause, beim Stand von 36:38, hatte sich der Ball nach einem Wurf zwischen Korb und Brett eingeklemmt. Das orange Leder saß fest. Diese Szene war symptomatisch für ein ganz enges Spiel, an dessen Ende den Basketballern der BG Leitershofen/Stadtbergen in der 1. Regionalliga Südost gegen die Longhorns Herzogenaurach beim 70:73 (40:44) drei Punkte fehlten, um zumindest eine Verlängerung zu erreichen. Zwei Schwächephasen gaben letztendlich den Ausschlag für diese erneute Heimniederlage, nach der auch der allerletzte Hoffnungsschimmer in Sachen Aufstieg erloschen sein dürfte.

Zum ersten Heimspiel des neuen Jahrzehnts hatte sich Trainer Emanuel Richter gar nicht erst umgezogen. Nach zwei vorangegangenen Auswärtssiegen vertraute er den jungen Spielern wie Jonas Sauer oder Lewis Londene, aber auch Niklas Moosrainer oder Wesley Adjamkou, der seine ersten Saisonpunkte erzielte. Die Longhorns kamen mit viel Selbstvertrauen nach Stadtbergen, bedingt durch die an Weihnachten verpflichteten Neuzugänge und dem Erfolgserlebnis des Sieges gegen Schwabing. Es entwickelte sich ein munteres, aber zerfahrenes Spiel, geprägt von viel Einsatz und Kampfgeist. Die Führung wechselte ständig, das erste Viertel ging mit 23:22 an die Kangaroos.

Beim Spielstand von 29:25 verfielen die Heimischen in die erste Tiefschlafphase und gestatteten den Mittelfranken einen 13:0-Lauf zum 29:38. In dieser Phase erzeugten die Stadtberger kaum Druck, es fehlte der Mut, man schob die Verantwortung dem Mitspieler zu und leisteten sich viel zu viele Fehlwürfe. Kampfgeist kann man den Kangaroos aber nicht absprechen. Mit einer Energieleistung verkürzten sie bis zur Halbzeit auf vier Punkte (40:44). Alles war noch offen.

Die Halbzeitansprache von Trainer Emanuel Richter schien dann gewirkt zu haben. Mit neuem Elan kehrte die BG aufs Spielfeld zurück, drehte die Partie und führte nun nach längerer Zeit wieder einmal selbst 53:49 (27.). Obwohl man in dieser Phase die Reboundhoheit besaß, versäumte man es, den Vorsprung auszubauen. Viele Gelegenheiten wurden schlampig vergeben. Sage und schreibe sechs Minuten mühte man sich vergeblich, das Runde ins Runde zu bringen und gestatte den Nordbayern einen weiteren 11:0-Lauf zum 57:68.

Doch die Kangaroos steckten nicht auf. Angetrieben von Jonas Sauer, Kapitän Dominik Veney, der einen der seltenen Dreier versenkte, gelang Max Uhlich eine Minute vor dem Ende der Ausgleich zum 70:70. Die diesmal spärlich erschienenen Zuschauer hatten sich von den Plätzen erhoben, das Momentum schien auf Stadtberger Seite. Doch die überaus routinierten Gäste behielten die Nerven und profitierten von dummen Fouls der Hausherren. Da sie aber nur drei von sechs Freiwürfen trafen, blieb den Leitershofern bis zur letzten Sekunde die Chance auf den Ausgleich. Zu umständlich und überhastet verliefen die Bemühungen jedoch im Sande.

Auf die Kangaroos warten nun erneut zwei Auswärtsspiele. Am Samstag bei Hellenen München und am Donnerstag darauf das Nachholspiel in Schwabing. Ein Nachteil? Nicht unbedingt, denn zuletzt haben sich die Stadtberger in fremden Hallen besser präsentiert als auf eigenem Terrain. Sehr zum Leidwesen der am Samstag doch sehr enttäuschten Fans.(mit asan)

BG Topstar Leitershofen/Stadtber- gen:Brown (16), Adjankou (2), Moosrainer, Sauer (21/2 Dreier), Londene (14/1 Dreier), Uhlich (2), Benke (4), Veney (7/1 Dreier), Tesic (4), Richter.

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