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Bezirksliga Nord

12.05.2014

Klassenerhalt in trockenen Tüchern

Lila-Weiß jubelt! Mit einem 3:2-Sieg gegen den TSV Meitingen sicherte sich der TSV Dinkelscherben den Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord. Arthur Fichtner und Benjamin Hoff sind weniger begeistert.
Bild: Oliver Reiser

Starke zweite Halbzeit beschert TSV Dinkelscherben einen 3:2-Sieg gegen den TSV Meitingen. Ergebnisse der Konkurrenz bedeuten den Klassenerhalt für die Lila-Weißen

Als wenige Minuten nach Spielende die Ergebnisse der anderen Partien in der Bezirksliga Nord durchsickerten, war die Freude beim TSV Dinkelscherben riesengroß. Das lag nicht nur am 3:2-Sieg im Landkreisderby gegen den TSV Meitingen, sondern vor allem am damit verbundenen Klassenerhalt bereits zwei Spieltage vor Saisonende.

Danach sah es allerdings nach der ersten Halbzeit nicht unbedingt aus. Es war ein über weite Strecken langweiliges Gekicke mit leichten Vorteilen für die Gäste, bei denen vor allem Wolfgang Marzini Torgefahr ausstrahlte, aber mit seiner besten Aktion an Heimkeeper Wenni scheiterte (41.). Für die einzige Torchance der Heimelf sorgte Michael Leutenmayr per Freistoß, den Meitingens Keeper Stefan Neuner noch über die Latte lenkte (38.).

Die zweite Halbzeit begann dagegen furios: Nach schönem Pass von Guggemos setzte sich Torjäger Thomas Kubina gekonnt durch und ließ auch Torwart Neuner keine Chance – 1:0 (50.). Doch die Freude währte nur kurz, denn nur fünf Minuten später entschied Schiedsrichter Simon Konrad doch auf Elfmeter, nachdem er zunächst nach einem Foul an Marzini einen Vorteil für Meitingen laufen ließ. Arthur Fichtner verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1 (55.).

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Drei Treffer innerhalb von sechs Minuten

Aber die richtige Antwort folgte sofort: Im direkten Gegenzug kam Christian Wink an der Strafraumkante an den Ball und hämmerte die Kugel aus 18 Metern unhaltbar ins kurze Eck zum 2:1 (56.) – die psychologisch wichtige Führung war wieder hergestellt. Kurz darauf hatte Alex Guggemos Pech mit einem Kopfball an die Latte (58.).

Der TSV Meitingen, bei dem es tabellarisch seit Wochen um nichts mehr geht und die Mannschaft sich quasi von selbst aufstellt (Spielertrainer Ali Dabestani war einziger Auswechselspieler), ließ aber nicht locker und drängte auf den erneuten Ausgleich. Erst wurde Clemens Schneiders Schuss auf der Linie geklärt (66.), aber als die Lila-Weißen in der Vorwärtsbewegung zu lässig agierten und den Ball vertändelten, nutzte Denis Buja dies eiskalt aus und traf zum 2:2 (72.).

Doch jetzt merkte man den unbedingten Siegeswillen der Finkel-Truppe, denn wieder folgte die Antwort postwendend: Der eingewechselte Alexander Berchtenbreiter nutzte seine enorme Schnelligkeit für einen traumhaften Flankenlauf, indem er sich gegen drei Gegenspieler durchsetzte und perfekt in die Mitte passte, wo Thomas Kubina keine Mühe hatte, mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 dem Spiel erneut eine Wendung zu geben (75.). Mit einer nahezu identischen Aktion hätte Dinkelscherben nur wenige Minuten später alles klar machen können, aber diesmal setzte Kubina die Flanke von Berchtenbreiter knapp neben das Tor (80.).

Meitingen kämpft bis zum bitteren Ende

Die Schlussphase war enorm spannend, weil sich Meitingen nicht geschlagen geben wollte und weiter nach vorne spielte. Ein Kopfball von Fichtner war zu ungenau und landete in den Händen von Michael Wenni (82.). Als sich dann auch noch das „Phantom“ Ali Dabestani in der 84. Minute selbst einwechselte, spürte man bei den heimischen Akteuren die Angst vor einem späten Ausgleich, zumal die Gäste in dieser Phase einige gefährliche Standardsituationen zugesprochen bekamen.

Aber die Kaiserberg-Kicker überstanden die letzten Minuten mit Glück und Können und hätten in der Nachspielzeit durch Alex Berchtenbreiter den vierten Treffer machen können (90.+3). Aber die Krönung einer ganz starken zweiten Halbzeit blieb aus.

TSV Dinkelscherben: Wenni, Hörtensteiner (68. Berchtenbreiter), Seibold, Zeller C., Girr (89. Zeller M.), Geldhauser, Leutenmayr, Wiener, Wink, Guggemos (64. Röller), Kubina.

TSV Meitingen: Neuner, Wippel, Hoff, Fichtner, Steppich, Schuster, Schneider, Yavuz, Buja, Kiss (84. Dabestani), Marzini

Tore: 1:0 Kubina (50.), 1:1 Fichtner (55./Foulelfmeter), 2:1 Wink (56.), 2:2 Buja (72.), 3:2 Kubina (75.). – Zuschauer: 160. – Schiedsrichter: Simon Konrad (SR-Gruppe Ostschwaben).

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